Fellbach

Corona-Schnelltest in Fellbach: Wie Kinder den neuen Lutschtest finden

Lutschtest
Ein Kind macht den neuen „Lolli-Test“ mit Apotheker Thomas von Künsberg Sarre. © ZVW/PALMIZI

Am Donnerstag, 1. April, ist in der Schwabenlandhalle in Fellbach ein neues Corona-Testverfahren an den Start gegangen. Der sogenannte „Lolli-Test“ soll den Testabstrich für Kinder bis sechs Jahre einfacher machen. Wie der Test funktioniert, erklärt der leitende Apotheker Thomas von Künsberg Sarre.

Der neue Corona-Schnelltest, der in der Schwabenlandhalle am Donnerstag zum ersten Mal verwendet wurde, ist ein Drei-in-eins-Test mit dem Namen „Anbio Biotech“. Das Wattestäbchen dieses Tests ist so klein und schmal, dass es als Nasenstochertest, also weit oben in der Nase, verwendet werden kann. Daneben kann es aber auch in den vorderen zwei Zentimetern der Nase auf Höhe der Nasenflügel benutzt werden. Und, das ist neu, das Stäbchen kann für einen Wangenabstrich verwendet werden, den sogenannten „Lutsch-“ oder „Lolli-Test“.

Kein Stäbchen mehr in Nase und Rachen

Das Teststäbchen wird zunächst an den Wangeninnenseiten entlanggerieben und anschließend wie ein Lutscher im Mund der Testperson „eingespeichelt“.

„Im Unterschied zu den bisherigen Tests gehört zu dem Drei-in-eins-Test ein kleines Röhrchen“, erklärt von Künsberg Sarre. „In dieses wird das Wattestäbchen nach dem Abstrich eingetaucht und durchgeknetet. Danach werden zwei Tropfen der Röhrchenflüssigkeit auf eine Testkassette gegeben.“

Der Vorteil dieses neuen Verfahrens liegt darin, dass das Teststäbchen nicht mehr bis an die Grenze des Aushaltbaren in Rachen oder Nase eingeführt werden muss. Daher bietet sich der Test gerade für kleinere Kinder an.

Nachteile bei großem Andrang

Der Drei-in-eins-Test hat aber auch Nachteile gegenüber den bisherigen Schnelltests. Diese werden nach dem Abstrich einfach in ein Testfeld eingespannt. Sie können dann beiseitegelegt werden, und die nächste Person kann bereits getestet werden. Bei dem neuen Röhrchen-Test ist das nicht so einfach: „Der Test ist ein bisschen aufwendiger als die Tests, die wir sonst bei Erwachsenen durchführen. Deshalb haben wir hierbei auch eine Zwei-Minuten-Taktung und bei den anderen Tests nur eine einminütige Taktung“, sagt von Künsberg Sarre. „Wenn wir in hoher Frequenz arbeiten müssen, dann müssen wir die bisherigen Tests weiterhin verwenden.“

Der „Lutschtest“ ist daher zunächst nur für Kinder geplant. Doch auch diese müssen zum Teil erst mal überzeugt werden, den Mund aufzumachen. Der Abstrich an der Wange muss für etwa 15 Sekunden durchgeführt werden. Um die Kinder etwas hinzuhalten, frage er sie dann immer, wonach das Stäbchen denn schmecke, erzählt der Apotheker. Von den Kindern, die am Donnerstag in der Schwabenlandhalle getestet werden, sagen einige, es schmecke nach Vanille. Andere schmecken gar nichts oder sagen: „Schmeckt nicht gut.“ Die meisten finden den Test aber nicht schlimm. Danach bekommen sie ein Stück Traubenzucker.

Viele Eltern kommen mit ihren Kindern an diesem Tag, um sich für die Ostertage und anstehende Verwandtenbesuche abzusichern. Das Ergebnis erhalten die Familien nach fünf bis zwanzig Minuten per E-Mail.

Die „Lolli-Tests“ sollen am 8. April weitergehen. Und wenn das Angebot gut angenommen werde, werde es den neuartigen Test auch danach regelmäßig geben, sagt Apotheker von Künsberg Sarre.

Am Donnerstag, 1. April, ist in der Schwabenlandhalle in Fellbach ein neues Corona-Testverfahren an den Start gegangen. Der sogenannte „Lolli-Test“ soll den Testabstrich für Kinder bis sechs Jahre einfacher machen. Wie der Test funktioniert, erklärt der leitende Apotheker Thomas von Künsberg Sarre.

Der neue Corona-Schnelltest, der in der Schwabenlandhalle am Donnerstag zum ersten Mal verwendet wurde, ist ein Drei-in-eins-Test mit dem Namen „Anbio Biotech“. Das Wattestäbchen dieses

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