Fellbach

Ehemaliger Gewa-Tower: Graffiti in luftiger Höhe am Schwabenlandtower

Graffiti am Schwabenlandtower
In luftiger Höhe haben Unbekannte ein rätselhaftes Graffiti hinterlassen. © Joachim Mogck
Wenn im kommenden Jahr, wie vorgesehen, die ersten Bewohner in eine der 194 Wohnungen einziehen, wird er das höchste Wohngebäude Baden-Württembergs sein: Der 107 Meter hohe Schwabenlandtower in Fellbach. Derzeit ist er noch eine sehr hohe Baustelle – was Wagemutige allerdings nicht davon abgehalten hat, ganz nach oben zu klettern und Graffitis auf die Außenwände aus blankem Beton zu sprühen.

Stattgefunden hat die Nacht-und-Nebel-Aktion am vergangenen Wochenende. Noch am Donnerstag waren an mehreren Seiten am oberen Ende des Towers gesprühte Buchstaben zu erkennen. Vor allem die Buchstabenfolge „DAUB“ ist auch von unten deutlich lesbar. Was der oder die Sprayer damit ausdrücken wollen – und wer sie eigentlich sind –, das ist bislang ungeklärt.

Es gibt Videoaufnahmen

Projektentwickler des „SLT 107 Schwabenlandtower“ ist die CG Gruppe, die eine Niederlassung in Stuttgart hat. Die Berliner Pressestelle der Aktiengesellschaft bestätigte unserer Redaktion auf Anfrage, dass die Graffitis in der Nacht auf Samstag angebracht wurden. Es gibt demnach Videoaufnahmen einer Sicherheitskamera. Was und wen sie zeigen, konnte die Pressestelle am Donnerstag noch nicht beantworten. Die Stuttgarter Zeitung hatte berichtet, dass auf den Aufnahmen deutlich eine teilweise vermummte Person zu sehen sei, vermutlich ein junger Mann. Aus Gesten könne man schließen, dass wohl eine zweite Person dabei gewesen sei, so der Bericht.

Die CG Gruppe hat bislang noch keine Anzeige erstattet, wird das laut der Berliner Pressestelle aber definitiv noch tun.

Am Bauaufzug hochgeklettert

Wie sind der oder die Sprayer überhaupt in den Rohbau des Towers gelangt? Die für die Überwachung der Baustelle zuständige Sicherheitsfirma aus Fellbach war am Donnerstag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Da am Boden alle Eingänge abgesichert sind, sind der oder die Unbekannten laut der Pressestelle der CG Gruppe wohl über einen außen angebrachten Bauaufzug bis in den dritten Stock geklettert – eine gefährliche Aktion, dazu noch in der Nacht. Ab dem dritten Stock seien sie dann über die Treppen im Inneren des künftigen Wohnturms bis ganz oben gestiegen.

Ob auf der Baustelle nun zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden, konnte die Pressestelle noch nicht sagen. Auch, wann die Sprühereien wieder entfernt werden, ist noch offen.