Fellbach

Fellbach will Schüler und Eltern für Corona-Impfaktion gewinnen

Impfung
Symbolfoto. © ZVW/Alexandra Palmizi

Fellbach impft. In einer gemeinsamen Kraftanstrengung wollen die Stadtverwaltung, Schulen und Gesamtelternbeirat sowie Fellbacher Ärzte dazu beitragen, dass das gerade erst angefangene Schuljahr „weitgehend normal“ verlaufen kann, so Oberbürgermeisterin Gabriele Zull bei einem Pressegespräch im Rathaus am Freitag (17.9.). Im Mittelpunkt aller Bemühungen müsse nun der Schutz sowohl der Kinder wie auch des Personals stehen, eine erneute Schließung dürfe es auf keinen Fall geben.

Luftfilter für Fellbacher Schulen

Um den Weg zurück in die Normalität zu erleichtern, hat die Stadt bereits für 48 schwer zu belüftende Klassenzimmer Luftreinigungsgeräte zum Stückpreis von 3600 Euro angeschafft und zudem 119 CO2-Ampeln installiert. „Wir konnten unseren vor den Sommerferien der Öffentlichkeit vorgestellten Plan fristgerecht umsetzen und leisten damit einen wichtigen Beitrag, das Infektionsgeschehen einzudämmen“, so die Oberbürgermeisterin.

Allerdings, räumt sie in einem Schreiben ein, das gerade an die Schülerinnen, Schüler, Eltern und Lehrer der allgemeinbildenden Fellbacher Schulen verteilt wird, „auch im neuen Schuljahr 2021/2022 beeinflusst die Corona-Pandemie unseren Alltag und das Miteinander in Beruf, Familie und Schule in vielfältiger Weise.“ Impfungen tragen laut der OB besonders wirkungsvoll zum persönlichen Schutz vor einer Covid-19-Infektion und zur Überwindung der Infektion bei.

Fellbacher Hausärzte impfen in der Festhalle Schmiden und der Schwabenlandhalle

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat eine Impfempfehlung mit den mRNA-Impfstoffen der Hersteller Biontech/Pfizer und Moderna auch für 12- bis 17-Jährige ausgesprochen. Die Fellbacher Hausärzte Petra und Mathias Conrad sowie Rainer und Johannes Thudium bieten nun allen Fellbacher Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren sowie auch deren Eltern an, sich in einer großangelegten Aktion impfen zu lassen.

Die Erstimpfung findet am Freitag, 24., und Samstag, 25. September, statt, von 13 bis 16 Uhr in der Festhalle in Schmiden und von 15 bis 18 Uhr in der Schwabenlandhalle in Fellbach.

Für die Zweitimpfungen sind Freitag, 22., und Samstag, 23. Oktober, an den gleichen Orten vorgesehen. Anmelden kann man sich im Internet. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren müssten von einem Elternteil zur Impfung begleitet werden.

700 Dosen sollen mindestens zur Verfügung stehen

Zum Einsatz kommen soll der Impfstoff von Biontech/Pfizer. 700 Dosen soll es für die Aktion geben. Diese Zahl, versichert Dr. Petra Conrad beim Pressegespräch, könne bei Bedarf auch noch erhöht werden. Entsprechend den Empfehlungen der Fachverbände wolle man damit einen Beitrag leisten, die Kinder- und Jugendärzte zu entlasten und die Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen möglichst schnell zu immunisieren.

Es sei an der Zeit, Kindern und Jugendlichen so schnell wie möglich wieder ein unbeschwertes Leben zu ermöglichen, ergänzt Dr. Johannes Thudium. Durch die Impfungen seien schwere Krankheitsverläufe nachweislich deutlich seltener. Quarantänezeiten könnten vermieden und die Teilnahme am schulischen und sozialen Leben ermöglicht werden.

Rektor: Selbstverständlich ist die Aktion freiwillig

David Coronel, Rektor der Wichernschule und geschäftsführender Schulleiter, betont, dass die Impfaktion selbstverständlich freiwillig sei. Man unterstütze sie, werbe für sie und sei dankbar, dass sie außerhalb der Unterrichtszeit, aber räumlich in Schulnähe stattfinden könne. Es werde auf die Kinder und Jugendlichen keinerlei Zwang ausgeübt, versichert er.

„Wir wollen schützen, indem wir vernünftig handeln.“ Man habe Masken, Abstandsregeln und teste, aber dennoch werde man nicht verhindern können, dass das Virus an die Schulen komme, so Coronel.

Elternbeirat: Impfverweigerer verhindern Rückkehr zur Normalität

Matthias Kalig, der Vorsitzende des Fellbacher Gesamtelternbeirats, verweist auf die neue Corona-Verordnung des Landes, die bei Erreichen der „Alarmstufe“ für Bereiche wie Kultur und Sport 2G festschreibt. Dies werde seiner Ansicht nach auch vor Schulen nicht haltmachen. Letztendlich seien es „die fünf Prozent überzeugte Impfverweigerer“ die eine Rückgabe der Freiheitsrechte an die Immunisierten und eine Rückkehr zur Normalität verhinderten.

Fellbach impft. In einer gemeinsamen Kraftanstrengung wollen die Stadtverwaltung, Schulen und Gesamtelternbeirat sowie Fellbacher Ärzte dazu beitragen, dass das gerade erst angefangene Schuljahr „weitgehend normal“ verlaufen kann, so Oberbürgermeisterin Gabriele Zull bei einem Pressegespräch im Rathaus am Freitag (17.9.). Im Mittelpunkt aller Bemühungen müsse nun der Schutz sowohl der Kinder wie auch des Personals stehen, eine erneute Schließung dürfe es auf keinen Fall

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