Fellbach

Gewa-Tower: Das Warten geht weiter

Gewa Tower
Die Arbeiten am Gewa-Tower sind momentan unterbrochen. Zwischen dem Generalunternehmen Baresel und dem Bauherren scheint es zu kriseln. © Joachim Mogck

Fellbach. Wie geht es weiter mit dem Gewa-Tower? Der Optimismus der Beteiligten wächst, doch im Moment lässt die Lösung noch auf sich warten. Verhandlungen in dieser Woche brachten noch keinen Abschluss.

Still ruht die Großbaustelle Gewa-Tower. Aber er sieht nicht so aus, als würde das Hochhaus auf Dauer eine Bauruine – was indes viele befürchten. Neue Zuversicht schuf diese Woche eine über die Presse verbreitete Ankündigung des wichtigen Anlegervertreters Hans-Jürgen Friedrich, Vorstandsmitglied der KFM Deutsche Mittelstand AG, die Lösung könne bereits diese Woche unter Dach sein. Dem ist nun nicht so. Bei einer großen Gesprächsrunde am Mittwoch fanden keine abschließenden Verhandlungen statt.

Lösungsansätze für den Weiterbau des Wohnturms

Wie geplant, hatten die Teilnehmer Abstimmungsgespräche geführt, um über die Lösungsansätze für den Weiterbau des Wohnturms zu beraten. Das teilt der vorläufige Insolvenzverwalter Ilkin Bananyarli von der Pluta Rechtsanwalts GmbH mit: „Die Gespräche machen deutlich, dass wir auf einem sehr guten Weg sind.“ In Abstimmung mit den etwa 300 Anleihegläubigern arbeitet Bananyarli weiterhin intensiv an einer Lösung. Nach den Gesprächen sieht er sich in seiner schon mehrfach geäußerten Auffassung bestätigt, dass eine Lösung für den Gewa-Tower erzielt werde.

Ähnlich Hans-Jürgen Friedrich: ,„Die gestrigen Gespräche zeigen, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass der Gewa-Tower weiter gebaut wird und wir die bestmögliche Lösung für die Anleihegläubiger erreichen werden“, wird er in einer Pressemitteilung zitiert. Die KFM Deutsche Mittelstand AG hat private und institutionelle Anleger gebündelt. Ihre Anwälte vertreten mehr als die Hälfte des Anleihenvermögens.

Weitere Gespräche sind geplant

An der Gesprächsrunde des vorläufigen Insolvenzverwalters waren neben Vertretern der Anleihegläubiger auch Wohnungskäufer sowie der Erwerber des Hotels beteiligt, dass am Fuß des Towers entstehen soll. Für die nächste Woche hat der Pluta-Sanierungsexperte Ilkin Bananyarli weitere Gespräche geplant.

Während die an der Stuttgarter Börse notierte Anleihe der Gewa 5 to 1 & KG zuletzt wochenlang bei etwa 30 Prozent ihres ursprünglichen Werts herumdümpelte, kam wegen der Ankündigung einer nahenden Lösung wieder etwas Leben in den Handel. So stieg die Aktie erst auf über 45 Prozent, sackte freilich am Donnerstag wieder auf 38.

Die Gespräche zur Wiederaufnahme der Bautätigkeiten am 107 Meter hohen Turm zwischen der Gewa und dem Generalunternehmer Baresel GmbH waren am 18. November gescheitert. Darauf hatte die Gewa einen Insolvenzantrag gestellt. Generalunternehmer Baresel hatte offene Zahlungen bemängelt. Offenbar hatten die Bauherren damit gerechnet, dass sich die Luxuswohnungen schneller verlaufen lassen.

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