Fellbach

Gewa-Tower: Zukunft weiter ungewiss

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Richtfest des Gewa-Towers im September. © Ramona Adolf

Fellbach. Die Zukunft des Gewa-Towers in Fellbach liegt weiter im Ungewissen. Noch ist offen, wann ein Konzept für den Weiterbau unter Dach und Fach sein könnte. Die Gespräche mit allen Beteiligten sind zeitintensiv, berichtet der Insolvenzverwalter.

Im Oktober wurde zuletzt eine Wohnung im Tower verkauft. Schon damals blieb der Absatz offenbar hinter den ursprünglichen Hoffnungen der Bauherren zurück. Wie sich inzwischen zeigt, hätten sie die Einnahmen dringend für den Weiterbau benötigt. Seit der Insolvenz im November geht beim Verkauf erst einmal gar nichts mehr. Alle Hände voll zu tun derweil der vorläufige Insolvenzverwalter Ilkin Bananyarli von der renommierten Pluta Rechtsanwalts GmbH. Er habe in den vergangenen Wochen Gespräche mit „zahlreichen“ Investoren geführt und gibt sich optimistisch. Es bestehe konkretes Interesse, den Wohnturm fertigzustellen. Gearbeitet werde an einer Lösung in enger Abstimmung mit den Anleihegläubigern. „Es gibt mehrere Lösungsansätze, aber das Ziel ist eindeutig: Dieser Turm soll zu Ende gebaut werden.“ Das sei im Sinne der Anleihegläubiger, der Wohnungskäufer sowie des Hotelerwerbers und des Hotelbetreibers.

Noch kein Zeitfenster für die Lösung

So sehr in Fellbach und der Region alle Interessierten darauf dringen, grundlegend Neues zum weiteren Fortgang der Tower-Angelegenheit zu erfahren, wird es wohl noch etwas dauern: „Solche Verhandlungen sind zeitintensiv“, erklärt Ilkin Bananyarli, „da wir mit allen Verfahrensbeteiligten Gespräche führen“. Sein Ziel sei es dennoch, so schnell wie möglich eine unterschriftsreife Lösung zu erarbeiten. „Wir können aber noch kein konkretes Zeitfenster nennen.“

Gesamtlösung hat Priorität

Indes betont der vorläufige Insolvenzverwalter noch einmal, dass die Anleihe mit einer Grundschuld besichert ist. Die Anleihegläubiger würden im Insolvenzverfahren daher vorrangig bedient. Die Wohnungskäufer sind über die Erwerbsvormerkung im Grundbuch abgesichert. Aktuell sind 21 Wohnungen noch nicht verkauft. Diese Wohnungen befinden sich alle in den oberen Stockwerken und liegen im höheren Preissegment. Dabei handelt es ich um 4465 (43 Prozent) von insgesamt 10336 Quadratmetern Wohnfläche. Der Vertrieb von einzelnen Wohnungen hat aus Sicht von Ilkin Bananyarli derzeit keine höchste Priorität, da zunächst eine Gesamtlösung für den Gewa-Tower erzielt werden müsse.