Fellbach

Mit Hauptsitz in Fellbach: Asphalt-Profi "IBQ" prüft weltweit den Asphalt von Formel-1-Strecken

IBQ Fellbach
Laborleiter Marcel Bastian zeigt OB Zull die Bohrproben, die untersucht werden. © Benjamin Büttner

Wenn es um Asphalt geht, sind sie zur Stelle: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Baustoff- und Qualitätssicherung, kurz IBQ. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung von Asphalten für besondere Anwendungsfälle spezialisiert, führt Material-Kontrollen durch und steht Kunden beratend zur Seite. Vor kurzem ist die Firma von Remseck nach Fellbach umgezogen. Von ihrem neuen Standort aus koordinieren die Asphalt-Spezialisten Aufträge auf der ganzen Welt.

Asphalt-Konzept bei Formel-1-Strecke in Melbourne

„Aktuell befindet sich ein Mitarbeiter in Australien“, sagt Geschäftsführer Martin Haberl. Dort ist das Institut für das Asphalt-Konzept beim Umbau der Formel-1-Strecke in Melbourne zuständig. Rennstrecken – das sei „die Königsdisziplin“, so Haberl. Die Anforderungen an eine Rennstrecke seien andere als an einen gewöhnlichen Straßenbelag.

Dank der Glasfaserleitungen funktioniere die Kommunikation mit dem Mitarbeiter vor Ort nun vom neuen Standort aus besser, so Haberl. Er führt die Fellbacher Oberbürgermeisterin Gabriele Zull und Wirtschaftsförderer Christoph Pfefferle durch die Geschäftsräume. In den Räumen ist außerdem die Vereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure (VSVI) Baden-Württemberg ansässig.

Dort finden fachspezifische Fortbildungen statt. Mit ihrem Besuch will sich die Oberbürgermeisterin einen Eindruck von der nun in Fellbach ansässigen Firma verschaffen.

Im Labor angekommen, erklärt Leiter Marcel Bastian, welche Schritte bei der Prüfung von Asphalt-Bohrproben notwendig sind. „Wir überprüfen, ob das Material mit den im Vertrag festgelegten Vorgaben übereinstimmt“, sagt Martin Haberl. Die Firma ist eine anerkannte Prüfstelle. „Wir prüfen im Auftrag des Regierungspräsidiums.“ So werden die Proben im Labor auf ihre einzelnen Bestandteile hin untersucht. „Bei der Mischgutuntersuchung zerlegen wir die Probe in die Einzelteile“, so Haberl.

Mobiles Labor für den Außeneinsatz

Asphalt bestehe in der Regel aus Gesteinskörnungen und einem Bindemittel wie Bitumen. Damit es nicht immer auf das Labor angewiesen ist, verfügt das Unternehmen über ein mobiles Asphaltlabor. „Damit können wir vor Ort Mischproben entnehmen und vor den Augen aller Beteiligten prüfen“, so Haberl. Je nachdem, wo der Asphalt zum Einsatz kommen soll, könne eine exakte Zusammenstellung für die jeweiligen Bedingungen hergestellt werden. Beim Bodenbelag für eine Mülldeponie habe man andere Ansprüche als bei einer Rennstrecke für Formel-1-Fahrer. „Auf Deponien oder an Tankstellen dürfen zum Beispiel keine gefährlichen Stoffe durch den Boden in das Grundwasser sickern.“ Die richtige Zusammensetzung des Asphalts verhindere diesen Vorgang.

Zu den Kunden des Instituts zählen Logistikunternehmen sowie Automobilhersteller wie beispielsweise Mercedes, Porsche und Opel, die Teststrecken für ihre Autos brauchen, so Haberl. Doch wolle man auch lokal tätig werden. „Wir hoffen auf Kooperationen mit den Akteuren vor Ort“, sagt Haberl.

Ein erstes Projekt hatte die Firma auch schon in Fellbach. Dort wurde die Höhenstraße saniert. „Das Problem waren dort die Höhenunterschiede“, so Haberl. Dies musste bei der Mischung des Asphalts beachtet werden. Ein weiteres Thema wolle man in Zukunft beachten: Nachhaltigkeit im Straßenbau. „Wir brauchen Verkehrskonzepte, die nachhaltig sind, und dafür nachhaltiges Material und eine ideale Bauweise“, so Haberl. Grundlage dafür seien eine energiesparende Produktion und eine lange Lebensdauer. „Statt zehn oder 15 Jahre soll Asphalt rund 30 Jahre halten.“

Wenn es um Asphalt geht, sind sie zur Stelle: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Baustoff- und Qualitätssicherung, kurz IBQ. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung von Asphalten für besondere Anwendungsfälle spezialisiert, führt Material-Kontrollen durch und steht Kunden beratend zur Seite. Vor kurzem ist die Firma von Remseck nach Fellbach umgezogen. Von ihrem neuen Standort aus koordinieren die Asphalt-Spezialisten Aufträge auf der ganzen

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper