Fellbach

Schwabenlandtower: Schadenersatz für Anleger? Wie geht's nach der Gewa-Insolvenz weiter?

gewatower
Bauteile des Krans liegen am Fuß des Towers bereit. © Büttner

Bis Freitag (16.9.) will die Adler Group den Baukran für den Schwabenlandtower in Fellbach aufgebaut haben. Das bestätigt gegenüber unserer Redaktion der Immobilienkonzern, der außerdem am Ziel festhält, den Turm im Jahr 2024 fertigzustellen. Unterdessen gibt es Neuigkeiten von den Gläubigern der „Gewa 5 to 1 GmbH“, die den Turm als "Gewa-Tower" geplant und bis zu ihrer Insolvenz im Herbst 2016 mit Mitteln aus der Anleihe gebaut hatte: Laut einem juristischen Gutachten sollen den Anlegern Schadensersatzansprüche gegen die Projektverantwortlichen zustehen. Im Anlegerprospekt seien „gravierende Fehler“ enthalten. Das ist die Rechtsauffassung von Rechtsanwalt Gustav Meyer zu Schwabedissen, gestützt auf ein anwaltliches Rechtsgutachten.

Vor drei Jahren bekamen sie 40 Prozent zurück

Das Ergebnis wertet Gustav Meyer zu Schwabedissen als „gute Nachricht“ für die Anleger. Der Düsseldorfer Anwalt war im Zuge des Insolvenzverfahrens zum gemeinsamen Vertreter der Gewa-Anleger gewählt worden. Einen „kleinen Wermutstropfen“ erkennt er dem Umstand, dass es sich laut dem Gutachten um sogenannte Individualansprüche der Anleihegläubiger handelt. Er sei somit zu seinem Bedauern nicht bevollmächtigt, sie stellvertretend für alle Gläubiger durchzusetzen. Jeder Anleihegläubiger muss seine Ansprüche also individuell durchfechten. Sein Kommentar dazu: „Man kann über diese Rechtslage den Kopf schütteln, denn alle Anleihegläubiger haben aufgrund desselben Prospektes gekauft. Aber man muss die Rechtslage nehmen wie sie ist.“

Jahrelang hatten die Gewa-Gläubiger einen Totalverlust zu befürchten. 2019 erhielten sie, nachdem Christoph Gröners CG-Gruppe das Projekt aus der Insolvenz rettete, immerhin 40 Prozent ihres Geldes zurück – nicht zuletzt ein Verdienstvon Gustav Meyer zu Schwabedissen.

Nach Insolvenz, Baustopp, Eigentümerwechseln und einem zäh wirkenden Umbau von Luxusappartements in kleinere Wohnungen erscheint der Aufbau des Krans als positives Signal. Er wird für den Lastentransport am Rohbau benötigt, teilt die Adler Group mit. Also zum Beispiel zum Transport von Materialien für den Rohbau, den Bau der Fassade und für Aggregate, die auf dem Dach zum Stehen kommen. Ebenso für Dämmungs- und Dachdeckermaterialien. Am Donnerstag sollen mit Hilfe eines „Megakrans“ die angelieferten Bauteile des Baukrans montiert werden.

Bis Freitag (16.9.) will die Adler Group den Baukran für den Schwabenlandtower in Fellbach aufgebaut haben. Das bestätigt gegenüber unserer Redaktion der Immobilienkonzern, der außerdem am Ziel festhält, den Turm im Jahr 2024 fertigzustellen. Unterdessen gibt es Neuigkeiten von den Gläubigern der „Gewa 5 to 1 GmbH“, die den Turm als "Gewa-Tower" geplant und bis zu ihrer Insolvenz im Herbst 2016 mit Mitteln aus der Anleihe gebaut hatte: Laut einem juristischen Gutachten sollen den Anlegern

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