Fellbach

Was hat es mit dem „F2“ in Fellbach auf sich?

F2
An der Kreuzung von Hohenackerstraße und Neustädter Straße in Schmiden hat jemand diesen Hinweis auf ein ominöses „F2“ angebracht. © ALEXANDRA PALMIZI

Auf dem Schild steht: „F2 – jetzt geöffnet“, dazu ist das Piktogramm eines Schwimmers zu sehen. Außerdem steht darauf: „Temperatur See: 22 Grad Celsius, Temperatur Luft: 27 Grad Celsius.“

Wer das Schild wann an der Stelle angebracht hat, wo die Neustädter Straße von der Hohenackerstraße abzweigt, ist unbekannt. Unser Foto zeigt das Schild, wie es am Mittwochnachmittag ausgesehen hat. Die Temperaturangaben sind handschriftlich eingetragen. Schon am vergangenen Sonntag hat ein Passant ein Bild gemacht, es auf Facebook hochgeladen und gefragt: „Weiß jemand, was das F2 in Schmiden sein soll?“

Dass in den Antworten schnell der Bezug zum Fellbacher Freizeitbad F3 hergestellt wird, überrascht nicht – schließlich wird über das bislang private Bad über Fellbachs Stadtgrenzen hinaus diskutiert, seitdem bekannt ist, dass es die Stadt Fellbach künftig durch ein eigenes Unternehmen selbst betreibt. „Neuer Bauplatz für eine Erweiterung des F3“, witzelt ein Facebook-Kommentator. Ein anderer: „F3 wird nach Schmiden verlegt, ohne Wasser, deswegen F2, um Kosten zu sparen.“ Auch diejenigen, die das Schild angebracht haben, haben offensichtlich das F3 im Visier: Der Schriftzug F2 und der als Trennungspunkt eingesetzte Wasserball ähneln stark dem Logo des F3 (Eigenschreibweise: „F.3“).

Doch warum steht das Schild ausgerechnet hier, an einer Straßenecke am östlichen Rand Schmidens? Auf Facebook weisen einige auf ein nahegelegenes Regenauffangbecken in der Neustädter Straße hin: Das wäre dann, schreibt einer, ein „F3 in Kleinformat ...“ Die Antwort darauf: „Noch kleiner als das F3 geht doch nicht?“

Regenauffangbecken
Der scherzhafte Verweis auf ein vermeintliches Bad gilt wohl diesem Regenauffangbecken in der Neustädter Straße. Es gehört zu einer Gärtnerei. © ALEXANDRA PALMIZI

Schließlich meldet sich auch Tine Hämmerle zu Wort. Sie ist die Chefin des Blumenladens „Die Blume“ in der Neustädter Straße: Nachdem die Spekulationen über das Schild auch bei ihr angekommen seien, wolle sie anmerken, dass weder sie noch sonst jemand aus der Straße etwas damit zu tun habe –„geschweige denn die Zeit ‚so‘ kreativ zu sein“. „Wir genießen alle unsere Entenfamilie mit sieben

Küken, die hier zwischen unseren Biotopen und Regenwasserauffangbecken watscheln ... auch die Frösche und Bachstelzen sind freiwillig hier, ohne Eintritt zu zahlen.“ Und, so Hämmerle: „Wer auch immer das Schild aufgestellt hat, könnte sich doch ehrlicherweise erklären, oder?“