Fellbach

Zweiter OB-Kandidat für Fellbach steht fest

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Carsten Hansen will Oberbürgermeister von Fellbach werden. © Privat

Fellbach. Gabriele Zull bekommt Konkurrenz. Bislang war die Göppinger Bürgermeisterin die einzige Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl am 18. September in Fellbach. Nun wirft ein weiterer Bewerber seinen Hut in den Ring: Carsten Hansen hat seine Bewerbungsunterlagen im Rathaus eingereicht. Er arbeitet als Referatsleiter beim Deutschen Städte- und Gemeindebund.

Der 51-Jährige kandidiere als unabhängiger Bewerber aus eigener Initiative. Das geht aus einer Pressemitteilung Hansens vom Freitag hervor. Er sei Mitglied der SPD, da er ihre Grundwerte wie Chancengerechtigkeit und Solidarität teile. Hansen sehe darin aber keine Beeinträchtigung seiner Unabhängigkeit: „Ich habe 22 Jahre Erfahrung in der kommunalen Selbstverwaltung und kenne die kommunalpolitischen Herausforderungen auf Bundes- und Landesebene. Erfolgreiche Kommunalpolitik ist immer sachlich konkret und nicht parteipolitisch geprägt“, wird er in der Pressemitteilung zitiert.

Carsten Hansen wurde laut Pressetext 1965 in Itzehoe/Schleswig-Holstein geboren und ist in Pinneberg bei Hamburg mit drei älteren Geschwistern aufgewachsen. In Hamburg und Eckernförde leistete er seinen Wehrdienst. 1986 begann er in Konstanz sein Studium der Verwaltungswissenschaften, das er 1993 mit Diplom (Note gut) abschloss. Zu dieser Zeit war er auch in der Erwachsenenbildung blinder Menschen tätig, während des Studiums nebenberuflich, im Anschluss daran bis 1994 hauptberuflich. Im April 1994 begann Hansen als Referent beim Sächsischen Städte- und Gemeindetag in Dresden. 1995 heiratete er hier seine Frau Lydia, eine Verwaltungswissenschaftlerin aus Ilmensee (Kreis Sigmaringen). Seit 1998 arbeitet er beim Deutschen Städte- und Gemeindebund, zunächst als Referent, später als Referatsleiter. Dort ist er für Verkehrsangelegenheiten, kommunale Wirtschaftspolitik und Tourismusfragen zuständig.

Erfahrung einbringen

Fellbach sei eine besonders attraktive Stadt. Hansen wolle sie lebenswerter machen. Gleichzeitig lägen Herausforderungen in den Themen Verkehr, bezahlbarer Wohnraum, gute Bedingungen für Schule und Anpassungen an Klimaveränderungen für ein gesundes und sicheres Leben. Dafür wolle Hansen seine Erfahrungen einbringen, die er als kommunaler Interessenvertreter seit 1994 beim sächsischen Städte- und Gemeindetag sowie beim Deutschen Städte- und Gemeindebund in Berlin gesammelt habe. Nach Abgabe der Bewerbungsunterlagen steht für Hansen laut Pressemitteilung als Erstes auf der Agenda: die Sichtweisen der Bürger kennenlernen. Es sei ihm wichtig, zu erfahren, was die Fellbacher, Schmidener und Oeffinger bewege. Erfolgreiche Kommunalpolitik gelinge nur, wenn man den Menschen zuhöre und gemeinsam Lösungen entwickle.