Kaisersbach

Am Ebnisee kann man jetzt kostenlos sein E-Bike laden

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Konrad Jelden (Mitte) vom Ebnisee-Verein stellt die neue Ladesäule vor. © Gaby Schneider
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Petra Klein (Mitte) durfte als Erste die Ladesäule testen. © Mathias Ellwanger

Petra Klein ist begeistert. „Das lädt ja irre schnell“, sagt die SWR-Moderatorin, die mit ihrem elektronisch betriebenen Fahrrad zum Ebnisee gekommen ist – und am Freitag als Erste die neue Ladesäule mit Starkstrom ausprobieren darf.

Klein ist häufiger am Ebnisee zu Gast und fährt dann auch mal die gut 50 Kilometer Strecke von ihrem Wohnort Stuttgart auf dem E-Bike. „Mit dem Auto ist das am Wochenende ja kein Vergnügen“, weiß sie. Denn die Parkplätze sind dann regelmäßig überfüllt. Mit dem E-Bike lässt sich nicht nur die Steigung hoch auf den Welzheimer Wald leichter meistern, es gibt, oben angekommen, auch kein Parkplatzproblem mehr. Und jetzt kann man nebenbei auch noch kostenlos den Akku seines Rads laden.

Konrad Jelden, Vorsitzender des Ebnisee-Vereins, ist nicht minder begeistert über die 7000-Euro-Investition, die sich der Verein im Jubiläumsjahr geleistet hat. Seit 70 Jahren besteht er, seit 275 Jahren gibt es den See. Beides hätte 2021 eigentlich groß gefeiert werden sollen. Pandemiebedingt müssten alle Pläne aber auf das kommende Jahr verlegt werden. Nun gibt es immerhin eine Ladesäule, übrigens die erste in und um Kaisersbach. Diese „E-Power für den Ebnisee“, so Jelden, soll den See für Touristen noch attraktiver machen – und ist eine Reaktion auf den Trend zum E-Bike, das sich während der Corona-Pandemie endgültig durchsetzen konnte.

„Wenn der E-Biker an den Ebnisee kommt, ist sein Motor etwas leer“, sagt Jelden. „Jetzt kann er seinen Akku wieder aufladen und auf Schusters Rappen um den Ebnisee wandern.“ Jeder E-Biker trage zudem dazu bei, die Gastronomie zu unterstützen, „und die hat das pandemiebedingt dringend nötig.“

Jetzt Radservice- und Ladesäule nebeneinander

Die Idee zu der Ladesäule hatte übrigens Kaisersbachs Bürgermeisterin Katja Müller. „Der Ebnisee ist ein Kreuzungspunkt für den Fahrradverkehr“, sagt sie, „und daher der ideale Platz für eine solche Säule.“ Müller lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Ebnisee-Verein und der Stadt Welzheim, mit der sich Kaisersbach ein Stück des Ufers teilt. Und sie erinnerte daran, dass es an der Infohütte ja bereits in Kooperation mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub eine Radservice-Säule gebe. „Für Freizeitradler und für Profis haben wir damit ein gutes Angebot geschaffen“, findet die Bürgermeisterin. Sie hoffe, dass beides möglichst von Vandalismus verschont bleibe. Gemeinsam werde man darauf ein Auge haben.

Gestellt wird die Station von der EnBW-Tochter ODR. „Das ist eine tolle Umgebung mit vielen attraktiven Punkten“, lobt Philipp Röhrer, Referent für kommunales Beziehungsmanagement bei dem Energieanbieter, den Ebnisee. Mit der Ladesäule sei nun ein weiterer dazugekommen, der dem zunehmenden Radtourismus Rechnung trage. Für den Anschluss habe man nicht extra Leitungen verlegt, betont er, „wir konnten das kombinieren mit einer bestehenden Baumaßnahme.“

Radfahrer sollen unbedingt ein Ladekabel mitbringen!

Die Bedienung der Säule ist übrigens denkbar einfach, wie Bauleiter Lukas Rupp den ersten Nutzern erklärt. Drei Fächer gibt es, in denen sich jeweils zwei Steckdosen befinden. Wer sein E-Bike laden möchte, kann es einfach einstecken. Oder den Akku rausnehmen und in dem Fach deponieren. Mit einem selbst erstellten Code lassen sich diese Fächer für zwölf Stunden schließen.

„Das ist wie ein kleiner Tresor“, sagt Rupp. Wer möchte, kann die zweite Steckdose auch dazu nutzen, um sein Handy aufzuladen oder eine Tasche im Fach abzulegen. Wichtig für alle Nutzer: Unbedingt das Ladekabel mitbringen! Denn aufgrund der ganz unterschiedlichen Ladeinfrastrukturen der verschiedenen Hersteller gibt es nur Starkstromsteckdosen.

Die bringen aber eine ganz ordentliche Leistung, „Ich finde es auch super, dass man nicht an der Säule warten muss“, sagt Ersttesterin Petra Klein. So könne man während des Ladevorgangs um den See spazieren, schwimmen gehen oder die lokale Gastronomie besuchen. Die Tresor-Funktion macht das möglich.

Dass Nutzer dafür nichts zahlen müssen, ist ein Geschenk des Ebnisee-Vereins, der gerne für die entstehenden Kosten aufkommt. „Wir wollen damit unseren Beitrag leisten für die Menschen in diesen schwierigen Zeiten“, sagt Konrad Jelden. Das große Fest folge dann im kommenden Jahr.

Petra Klein ist begeistert. „Das lädt ja irre schnell“, sagt die SWR-Moderatorin, die mit ihrem elektronisch betriebenen Fahrrad zum Ebnisee gekommen ist – und am Freitag als Erste die neue Ladesäule mit Starkstrom ausprobieren darf.

Klein ist häufiger am Ebnisee zu Gast und fährt dann auch mal die gut 50 Kilometer Strecke von ihrem Wohnort Stuttgart auf dem E-Bike. „Mit dem Auto ist das am Wochenende ja kein Vergnügen“, weiß sie. Denn die Parkplätze sind dann regelmäßig überfüllt.

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