Kaisersbach

Endlich Schnee: Viele fahren Schlitten, manche auch Ski - großer Andrang in Kaisersbach

Schlitten Schnee Kaisersbach
Am Sonntag (3.1.) war der Andrang in den Schneegebieten enorm. © Markus Metzger

Am Skilift in Kaisersbach haben sich am Sonntag „Tausende" getummelt, wie ein anonymer Anrufer bei der Polizei meldete. Unser Fotograf erkannte anhand der Autonummern, dass die Besucher teilweise von weit her kamen - Stuttgart, Backnang, Esslingen bis nach Sigmaringen. Er vermutet, dass der Ebnisee auf Kaisersbacher Gemarkung eben überregional bekannt ist. Die Menschen hätten ihren Sonntagsausflug hierher gemacht. „Und dann sind sie ein wenig weitergefahren und auf den Kaisersbacher Skilift gestoßen.“

Besorgniserregend empfand er die Situation auf den Parkplätzen rund um Kaisersbach, die allesamt nach seiner Beobachtung völlig zugeparkt waren - teilweise kreuz und quer, vogelwild. Und obwohl es dort, genauso wie auch auf dem Schlittenhang, sehr eng zugegangen sei, seien maximal zehn bis 20 Prozent der Besucher mit Maske unterwegs gewesen.

Stellt sich die Frage: Werden die Ski- und Rodelhänge nun im Winter zu den Badeseen des Sommers? Auf alle Fälle soll der Schnee laut Wetterbericht erst mal liegen bleiben. Zur Freude der Winterbegeisterten.

Druck auf Erholungsgebiete im Südwesten bleibt weiter hoch

In ganz Baden-Württemberg  sind der Nachrichtenagentur dpa zufolge zahlreiche Menschen mit ihren Autos in die Ausflugsgebiete - vor allem im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb - geströmt. Staus und überfüllte Parkplätze waren die Folge. Auf der Schwarzwaldhochstraße stauten sich am Sonntag bereits am Vormittag die Autos, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Offenburg sagte. Der Zustrom an Autos ließ demnach bis in den Nachmittag hinein nicht nach. Auf Zufahrtsstraßen wurde der Verkehr deshalb zum Teil unterbrochen und Straßen wurden zeitweise gesperrt, wie ein Sprecher des Präsidiums Pforzheim sagte.

Die Polizisten appellierten an die Autofahrer über den Verkehrsfunk und vor Ort auf den Straßen, überfüllte Gebiete zu meiden. Bei Sperrungen zeigten sich die Autofahrer einsichtig und kehrten um, hieß es von der Polizei. Doch trotz der Appelle hätten sich am Sonntag erneut Staus gebildet und überfüllte Parkplätze für Frust gesorgt.

Auch in der Gemeinde Dobel im Landkreis Calw gab es erneut ein erhöhtes Verkehrsaufkommen. Es sei aber diesmal kein Chaos entstanden, so ein Sprecher der Polizei. Die Gemeinde war um Weihnachten schier überrannt worden. An beiden Tages des ersten Wochenendes im neuen Jahr waren die Parkplätze im Nordschwarzwald demnach recht voll.

Der Neuschnee in der Nacht zu Sonntag lockte vor allem am Sonntag zahlreiche Menschen ins Freie. Am Königstuhl bei Heidelberg war das Verkehrsaufkommen so groß, dass die Zufahrtswege vom Polizeipräsidium Mannheim am Sonntag gesperrt werden mussten. Auch hier waren alle Parkplätze demnach schon am Vormittag komplett gefüllt.

Die Schwäbische Alb zog aufgrund ihrer Höhenlage ebenfalls viele Winter-Ausflügler an. Sämtliche Parkplätze auf der Albhochfläche seien belegt, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Reutlingen am Sonntag. Besonders der Neuschnee habe noch mal mehr Menschen auf die Alb gelockt als noch am Samstag.

Aufgrund des andauernden Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie mit Ausgangsbeschränkungen und geschlossenen Restaurants und Cafés zieht es die Menschen vermehrt ins Freie. Insbesondere über die Weihnachtstage kam es bereits mehrfach zu Staus und überfüllten Parkplätzen. Auch in mehreren anderen Bundesländern berichtete die Polizei am Wochenende von einem erhöhten Druck durch Erholungssuchende.