Kaisersbach

Kaisersbach: Besondere Geschenke für frischgebackene Eltern und Brautpaare

Lätzchen und mehr
Bürgermeister Michael Clauss freute sich über die Umsetzung zweier guter Ideen für Neugeborene und Brautpaare. © ALEXANDRA PALMIZI

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, heißt es. Kleine Geschenke der Gemeinde sorgen auf jeden Fall für ein Wohlgefühl bei den Beschenkten. Die Gemeinde Kaisersbach kann im neuen Jahr gleich mit zwei Geschenkangeboten aufwarten. Eltern von neugeborenen Kindern erhalten ein Lätzle, entweder mit dem blauen Faden „Kaisersbacher Kerle“ oder mit dem rosa Faden „Kaisersbacher Mädle“ bestickt.

„Aus der Region und für die Region“ betont Bürgermeister Michael Clauss, der gleich klarstellt, dass die Idee dazu von seinen Mitarbeiterinnen stammt und nicht von ihm persönlich. So hatte zum Beispiel Angelika Bender die Lätzle-Idee, die vom Bürgermeister aufgegriffen und in Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen verfeinert und ausgestaltet wurde.

Kaisersbacher Leckereien auf einem Holzbrett vereint

Ein weiteres neues Angebot im neuen Jahr der Gemeinde ist das Geschenkbrettle für Brautpaare. Auf einem runden Holzbrett sind einige Kaisersbacher Leckereien vereint. Das reicht vom Blüten-Kräutersalz bis zum Grappa, der mit Rosenwasser verfeinert wurde. Nicht fehlen darf ein Glas Honig aus dem Welzheimer Wald.

Bislang, so der Bürgermeister, konnte das Lätzle noch nicht übergeben werden. Eine Geburt wurde bislang dem Standesamt in Kaisersbach in diesem Jahr noch nicht gemeldet, das heißt aber nicht, dass es nicht schon eine gegeben hat. Für die Erstmeldung der Geburt ist nämlich das Standesamt des Krankenhauses zuständig, wo das Kind auf die Welt kam. Also zum Beispiel das Standesamt im Nachbarlandkreis Mutlangen, wo viele Kinder auf die Welt kommen. „Bis dann die Meldung der Geburt bei uns ankommt, können schon einmal ein bis zwei Wochen vergehen“, schätzt Michael Clauss.

In der Regel 30 bis 40 Neugeborene im Jahr in der Gemeinde Kaisersbach

Wie dem auch sei. Die Gemeinde hat schon einmal einen Vorrat von rund 30 Lätzchen angelegt, das reicht in der Regel knapp für ein Jahr, je nach Zahl der Geburten. Das Lätzchen hat auf jeden Fall schon für zahlreiche Reaktionen über die sozialen Medien gesorgt und auch der Bürgermeister wurde schon mehrfach persönlich darauf angesprochen. „Die Rückmeldungen sind sehr positiv und einige fragen sogar, ob sie das Lätzchen bei der Gemeinde kaufen können.“ Doch da ist sich Michael Clauss noch nicht sicher, ob das Angebot in dieser Form erweitert werden soll.

Trotz 30 bis 40 Geburten im Jahr steigt die Einwohnerzahl der Gemeinde im Schwäbischen Wald nicht und schwankt zwischen 2450 und 2500. Das hat natürlich mit den Sterbefällen zu tun, aber auch mit dem Wegzug junger Menschen. Die Altersstruktur der Gemeinde ist laut Bürgermeister im Vergleich zu anderen Kommunen ungünstig, es droht die Überalterung. Gegensteuern will die Gemeinde mit neuen Baugebieten, die aber nicht schnell auf den Weg zu bringen sind. Schon länger bemüht sich die Gemeinde darum, im Bereich zwischen Welzheimer Straße und Wasserturm eine Bebauung durchzuführen, doch das Verfahren ist unter anderem wegen des Naturschutzes aufwendig. Da können noch gut zwei bis drei Jahre ins Land gehen, bis die ersten Bauplätze bebaut werden. Bereits die Vorgängerin von Bürgermeister Clauss hatte das Thema auf ihrer To-do-Liste, aber nicht mehr abarbeiten können.

Glasfaseranschluss für den Hauptort und die Teilorte kommt jetzt endlich voran

Froh ist Michael Clauss, dass der Glasfaserausbau im Frühjahr startet. Für Bürger und Gewerbetreibende gibt es künftig die schnelle Internetleitung ins Haus. „Das ist ein Riesenprojekt, das wir zusammen mit der Telekom durchziehen.“ So müssen zum Beispiel die Standorte für 50 Verteilerkästen gefunden werden. 90 Prozent der Ausgaben von insgesamt fast neun Millionen Euro werden vom Bund und vom Land Baden-Württemberg mit Zuschüssen finanziert. Zehn Prozent bleiben an der Gemeinde hängen. Weil die Kommune für die Abwicklung Fachleute hinzuziehen muss, rechnet der Bürgermeister mit einer Summe von insgesamt etwas mehr als einer Million Euro. Begleitet wird der Glasfaserausbau von einer Informationsveranstaltung für Bürger und Gewerbetreibende. Was bisher ein Standortnachteil war, wird so zum Standortvorteil. Viele kleine Betriebe, die übers Internet arbeiten, siedeln sich gerne auf dem Land an. Dort ist der Bauplatz günstiger, außerdem gibt es einen Mehrwert durch die schöne Landschaft. Auch für Home-Office von Arbeitnehmern ist eine gute Internetverbindung erforderlich.

Das ganze Glasfaserprojekt soll dann bis Ende 2024/Anfang 2025 abgeschlossen werden. Der Zeitplan für den flächendeckenden Glasfaser-Ausbau sieht folgendermaßen aus:

In einer vorgezogenen Aktion war der Ausbau im Bereich Cronhütte und Sandland im Herbst 2021 in zehn Teilorten gestartet worden.

Bereits im zweiten Quartal 2023 wird an mehreren Stellen weiter ausgebaut: Im Hauptort Kaisersbach und in den Teilorten Killenhof und Menzles werden die Leerrohre für das schnelle Internet verlegt. Aber auch in Gebenweiler und Mönchhof, mit angrenzenden weiteren neun Teilorten, soll noch bis Juni 2023 begonnen werden.

Im Norden und Westen zwischen Bruch und Ebni ist der Baustart bis Jahresende 2023 geplant. Dabei sind alleine 20 Teilorte integriert.

Neuer Hausanschluss ist kostenlos, muss aber bei der Telekom angemeldet werden

Die Bauzeit wird jeweils rund 18 Monate betragen. Dabei werden im ersten Schritt in Tiefbauarbeiten Leerrohre verlegt. Bereits bestehende Leerrohrverbände werden mitgenutzt. Danach können die Glasfasern eingeblasen und die Schalttechnik installiert werden. Parallel werden die Hausanschlüsse installiert. Der Hausanschluss ist für Hauseigentümer kostenlos, allerdings muss man sich für einen Anschluss registrieren. Das Registrierungsportal der Telekom wird für jedes Ausbaugebiet jeweils zum Baustart geöffnet. Die Gemeinde Kaisersbach wird in den Ortsteilen aber auch noch Info-Veranstaltungen vor Baubeginn anbieten. Bereits vor der kompletten Fertigstellung der Baumaßnahmen in den jeweiligen Ausbaugebieten kann über die ersten Anschlüsse schnelles Internet genutzt werden, sofern man dann mit einem Internet-Anbieter seiner Wahl einen Vertrag abgeschlossen hat.

In den vorgezogenen Ausbaugebieten im Sandland sind die ersten Kunden bereits mit schnellem Internet via Glasfaser verbunden. Die Tiefbauarbeiten sind laut Telekom auch weitestgehend abgeschlossen. Bis Juni 2023 werden die letzten Schaltkästen und Hausanschlüsse installiert, so dass alle Kunden online geschaltet werden können.

Für den Teilort Gmeinweiler kommt der Glasfaseranschluss erst später

Der Teilort Gmeinweiler ist derzeit über das Kupfernetz der Telekom mit befriedigenden Bandbreiten versorgt. Im Jahr 2023 soll aber ein Förderantrag für den Glasfaser-Ausbau auch im südlichsten Kaisersbacher Ortsteil gestellt werden. Dann wären tatsächlich in allen 43 Kaisersbacher Ortsteilen und Wohnplätzen alle Gebäude mit schnellem Internet via Glasfaser versorgt. „Das ist unser Ziel“, so Bürgermeister Clauss abschließend.

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, heißt es. Kleine Geschenke der Gemeinde sorgen auf jeden Fall für ein Wohlgefühl bei den Beschenkten. Die Gemeinde Kaisersbach kann im neuen Jahr gleich mit zwei Geschenkangeboten aufwarten. Eltern von neugeborenen Kindern erhalten ein Lätzle, entweder mit dem blauen Faden „Kaisersbacher Kerle“ oder mit dem rosa Faden „Kaisersbacher Mädle“ bestickt.

„Aus der Region und für die Region“ betont Bürgermeister Michael Clauss, der gleich

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