Kaisersbach

Kaisersbacher Bürgermeisterin Katja Müller gibt Fehler in der Sitzungsvorlage zu

Kopie von Katja Müller
Katja Müller. © Rainer Stütz

Die zahlreichen Bürger in der Kaisersbacher Gemeindehalle staunten nicht schlecht, wie sich Bürgermeisterin Katja Müller und Kämmerer Matthias Klocke mit den gewählten Vertretern des Gemeinderats gegenseitig hochschaukelten.

So weit, dass am Ende Gemeinderat Hans-Dieter Schwenger unter anderem sagte: „Ich bin sehr enttäuscht. Wir bekamen die Sitzungsunterlagen wieder viel zu spät, um uns ordentlich vorbereiten zu können. Zudem sind die heutigen Sitzungsunterlagen fehlerhaft, so kann man nicht abstimmen. Ich denke, dass ich für zahlreiche Gemeinderäte spreche, so macht die Zusammenarbeit Ihnen, Frau Bürgermeisterin Müller, und uns keinen Spaß mehr.“ Unter anderem sollte auch der Nachtragshaushalt erstellt werden. Dieser wurde vom kompletten Gremium jedoch abgelehnt.

Der SV Kaisersbach war mit zahlreichen Fußballern zur Sitzung am Donnerstagabend gekommen. Nachdem es bis zum Tagesordnungspunkt sechs, Zuschuss für den SV Kaisersbach, zahlreiche Wortgefechte zwischen der Verwaltung und dem Gemeinderat gab, hatten die Kicker schon Angst, dass ihr Antrag mit dem Ziel eines Zuschusses von 10 000 Euro in der aufgeheizten Stimmungslage abgelehnt wird.

Katja Müller korrigiert sich: „Geld nicht für Trainerkosten!“

Das Gegenteil passierte. Gemeinderätin Brigitta Braun-Calka erklärte: „Der SV Kaisersbach hat sich den Zuschuss verdient. Ich stimme zu 100 Prozent zu, da es keine Ausgleichszahlung für Corona ist, sondern um Investitionen in die Zukunft geht.“ Einstimmige Zustimmung gab es vom Gemeinderat, jedoch stand in der Sitzungsvorlage, dass die 10 000 Euro aufgeteilt sind in 6500 Euro für Materialkosten rund um den Bau eines Zauns, Auswechselbänke etc. auf dem Rasenplatz.

Und 3500 Euro zur Deckung von Fixkosten, zum Beispiel für die Aufwandsentschädigung für den Trainer und Co-Trainer der ersten Mannschaft in der Fußball-Landesliga. „Das war ein Fehler in der Formulierung. Die 3500 Euro werden nicht für ausgefallene Einnahmen der Corona-Krise verwendet, um den Trainer oder Co-Trainer zu bezahlen, sondern der Gemeinderat hat ein 10 000-Euro-Paket beschlossen, das für die Investitionen rund um den Sportplatz und andere Fixkosten ausgegeben wird“, äußerte sich Bürgermeisterin Katja Müller.

Denn das Signal, die Gemeinde Kaisersbach würde dem Sportverein 3500 Euro geben, um den Trainer zu bezahlen, wäre ein fatales Signal gewesen. „Hier ist uns ein Fehler bei der Begründung des Sachverhalts in der Sitzungsunterlage unterlaufen“, so Müller. Die anwesenden Spieler und Verantwortlichen freuten sich über den einstimmigen Beschluss, dass der SV Kaisersbach einen einmaligen Vereinszuschuss von 10 000 Euro erhält. Dazu muss man wissen, dass es in Kaisersbach keine Vereinsförderrichtlinien gibt, sondern die Vereine immer punktuell unterstützt werden, wenn ein Antrag gestellt wird.

Zu starken verbalen Auseinandersetzungen kam es zuvor bei den Tagesordnungspunkten Nachtragshaushalt und Wasserversorgung. Kämmerer Matthias Klocke wurde vorgeworfen, das Geld nur zu verschieben und dem Gemeinderat keine Liste zu geben, wo man effektive Einsparungen und konkrete Beispiele für einen Nachtragshausalt diskutieren kann. „Mit dieser Sitzungsunterlage können wir nichts entscheiden“, so Schwenger (ausführlicher Bericht folgt).

Die zahlreichen Bürger in der Kaisersbacher Gemeindehalle staunten nicht schlecht, wie sich Bürgermeisterin Katja Müller und Kämmerer Matthias Klocke mit den gewählten Vertretern des Gemeinderats gegenseitig hochschaukelten.

So weit, dass am Ende Gemeinderat Hans-Dieter Schwenger unter anderem sagte: „Ich bin sehr enttäuscht. Wir bekamen die Sitzungsunterlagen wieder viel zu spät, um uns ordentlich vorbereiten zu können. Zudem sind die heutigen Sitzungsunterlagen fehlerhaft, so kann

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