Kaisersbach

Neue, sonnige Sitzbänke als Rastplätze am Ebnisee - nicht nur, aber auch für die coronabedingt angeschwollenen Ausflüglerscharen

Neue Bänke
So sieht es ohne Eis und Schnee aus: Ein paar Sonnenplätze mehr gibt es am Ebnisee. © Privat

Schon vor Corona wären ein paar Bänke mehr am Ebnisee keine schlechte Idee gewesen. Das Angebot an Sitzgelegenheiten war ausgerechnet an dem beliebten Hotspot nicht gerade „klotzig“. Und mit Corona kamen noch mehr Menschen, bevölkerten das Seeufer – und hielten nach einer Bank Ausschau. Seit Mitte November ist nun Nachschub aus einem ganz besonderen Holz da.

Zehn neue Bänke wurden rund um den Ebnisee aufgestellt. Dabei handelt es sich um eine Spende von Forst BW. „Ich hatte mein Budget für Erholungseinrichtungen noch nicht ganz ausgeschöpft dieses Jahr“, erklärt der Revierförster Andreas Kitschmer. Eine vierstellige Summe habe das Equipment zum „Gemütlich-Hinhocken“ gekostet. Riesig ist die Freude über die Bankspende bei Konrad Jelden, dem Ersten Vorsitzenden des Ebniseevereins: „Von den Bänken genießt man eine freie, schöne Sicht auf den See, der dadurch erlebbarer wird“, sagt er. „Einige Bänke stehen ganz nah am Wasser, andere mit mehr Abstand, und das Beste ist, dass alle Bänke Sonnenplätze sind“, so Jelden.

Immer mehr Menschen sind am See unterwegs

Als Ausflugsziel ein Plätzchen an der Sonne – das ist doch mal eine Ansage! Und mit Blick auf sonnenbeschienene Stellen verweilen, das lässt auch der Winter zu. Sobald sich die Sonne zeigt, kann da an bestimmten Tagen schon mal die dicke Winterjacke für eine Pause aufgeknöpft werden.

Der Ausflug an den Ebnisee wird noch attraktiver, wenn sich die Besucher hinsetzen können, ist sich Jelden sicher: „Es werden ja immer mehr, die draußen unterwegs sind, seit sonstige Freizeitmöglichkeiten beschnitten und lahmgelegt sind“, meint er. Sie merken es deutlich, dass deutlich mehr los ist als vor Ausbruch der Pandemie. „Im Frühjahr beim ersten Lockdown kamen sie in Scharen, wir sind überrannt worden.“ Der Andrang sei denn auch der Auslöser gewesen, banktechnisch aufzurüsten: Denn wer wandert, möchte zwischendurch mal eine Rast einlegen, und das besonders gerne im Sitzen. Wer sich als Ziel den See gesteckt hat, der möchte meist nicht nur ums Wasser herumlaufen, sondern etwas davon haben und verweilen. Die zehn bisher verfügbaren Bänke seien darum nie leer gewesen, wenn er bei seinen Fahrten zum Betriebshöfle am Ufer entlang fuhr, berichtet Revierförster Andreas Kitschmer. „Bei hohem Besucherdruck an Schönwettertagen wären zusätzliche Plätze auch ohne Corona nicht fehl am Platz gewesen.“

In Absprache mit dem Ebniseeverein und den Gemeinden Kaisersbach und Welzheim sorgte Kitschmer dafür, dass sich der „Bank-Notstand“ nun entspannen dürfte. Sein Budget für Erholungseinrichtungen habe die Ausgabe zugelassen, erklärt Kitschmer seine Motivation. Weitere Aufgaben, die unter „Erholungseinrichtungen“ fallen, seien auch die Biotoppflege, die Pflege und Ausbesserungen von Waldparkplätzen sowie das Einsammeln von Müll, was dieses Jahr ein großes, leider teilweise unschönes Thema gewesen sei: So hatte Konrad Jelden bereits an Ostern eine Zunahme von wilden Müllablagerungen im Zusammenhang mit dem Corona-Lockdown und dem erhöhten Besucheraufkommen festgestellt.

Den Auftrag zum Bau der Bänke erhielt die kanadische Blockhaus GmbH in Kaisersbach. Drei Meter lang ist jede Bank vom Typ „Carpenter Style“, 60 Zentimeter hoch. Der Rastende nimmt auf Douglasienholz Platz und sitzt mitten in der Natur und ohne Lehne auf einem umgedrehten, naturbelassenen Stamm. Die glatte Sitzfläche sei lediglich mit etwas Leinöl behandelt worden, so Kitschmer. Die ursprünglich nicht heimische Baumart sei beim Waldbau und beim Aufforsten mittlerweile eingebürgert und „gut integriert“,weil sie sich gut für den Anbau in dem von Förstern angestrebten Mischwald eignet. „Sie kommt mit langen Trockenheiten und Hitze gut klar und ist damit unempfindlicher gegenüber Klimaschäden und Borkenkäferbefall“, erklärt Förster Kitschmer. Ihre Widerstandsfähigkeit macht sie zudem zu einem kaum kaputt zu kriegenden Konstruktionsholz für den Außenbereich: „Sie ist widerstandsfähiger gegen Pilze als die Fichte.“ Bis zu zehn Jahre sollen die Bänke mindestens halten, davon geht Kitschmer aus.

Die meisten Bänke im Bereich der behindertengerechten Wege

Sonnenhungrige werden die Standorte mit Handkuss annehmen: Förster Kitschmer hat sie in Absprache mit dem Ebniseeverein gewählt und auf den Sonnenstand geachtet, so dass man entweder in der Sonne sitzt oder auf schöne sonnenbeschienene Stellen auf dem See und am Ufer blicken kann.

Die meisten Bänke sind im Bereich der behindertengerecht ausgebauten Wegstrecke zu finden. An den Grillstellen beim Biergarten wurden zwei morsche Bänke ersetzt, die acht neuen Sitzgelegenheiten stehen unter anderem an der Grillstelle am DLRG-Haus, am Kiosk auf der gegenüberliegenden Seite und bei der sogenannten Zigeunerinsel. Wer hier Platz nimmt, kann den See von vielen Seiten erleben und genießen, das Treiben am Ufer und auf dem Wasser beobachten, das Vesper im Sitzen genießen, die Beine lang machen, verschnaufen – und einfach die Seele baumeln lassen.

Schon vor Corona wären ein paar Bänke mehr am Ebnisee keine schlechte Idee gewesen. Das Angebot an Sitzgelegenheiten war ausgerechnet an dem beliebten Hotspot nicht gerade „klotzig“. Und mit Corona kamen noch mehr Menschen, bevölkerten das Seeufer – und hielten nach einer Bank Ausschau. Seit Mitte November ist nun Nachschub aus einem ganz besonderen Holz da.

Zehn neue Bänke wurden rund um den Ebnisee aufgestellt. Dabei handelt es sich um eine Spende von Forst BW. „Ich hatte mein

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