Kaisersbach

Schwabenpark-Besuch ab Montag (28.06) nur noch mit Anmeldung, aber ohne Test möglich

Hummel Brummel Schwaben Park Kaisersbach Achterbahn
Die Achterbahn "Hummel Brummel" im Schwabenpark in Kaisersbach. © ZVW/Gabriel Habermann

„Team Vorsicht oder Team Unentschlossenheit?“, für Jochen Haußmann, den gesundheitspolitischen Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, „zeigt die aktuelle Corona-Entwicklung, dass gesunder Menschenverstand Teil des Hygienekonzeptes sein muss“. Am Beispiel des Schwabenparks in Kaisersbach, für dessen Öffnung er sich beim Gesundheitsministerium starkgemacht hat, heißt das: „Die Hygienemaßnahmen funktionieren tadellos. Der Rems-Murr-Kreis fällt deswegen bei den Ansteckungen nicht aus der Rolle.“

Momentan noch Test notwendig

Wer in den Park will, muss sich im Internet unter Schwabenpark.de anmelden und kommt nur mit einem negativen Schnelltest rein, der auch noch in Lolliform stattfindet. Er hat sich das Ganze in Welzheim von André Hudelmaier zeigen lassen und er hat aus den Abläufen noch eine Erkenntnis gezogen: „Wir müssen ein bisschen aufpassen, dass Modellprojekte nicht das Feigenblatt für mangelnde Entscheidungsfähigkeit in der Regierung werden.“ Das Modellprojekt für die Impfung von Beschäftigten im Autohaus Hahn in Fellbach „ging erwartungsgemäß gut aus, da sind ja Fachleute und keine Amateure am Werk.“ Jochen Haußmann: „Bei Inzidenzen von unter 20 oder sogar unter 10 ist es niemandem mehr vermittelbar, warum zum Beispiel Kinder und Jugendliche nicht ohne Hürden ins Freibad dürfen sollten.“

Auch SPD-Landtagsabgeordneter Gernot Gruber ist froh, dass das Sozialministerium in Baden-Württemberg auch ohne das Modellprojekt eine Antwort für die Freizeitparks, also auch den Schwabenpark, gefunden hat – nämlich öffnen zu dürfen.

Modellprojekt bei Freizeitparks funktioniert gut

Seit Dienstag, 8. Juni, können vor dem Hintergrund sinkender Inzidenzen und aufgrund des erfolgreich durchgeführten Modellprojekts im Europa-Park in Baden-Württemberg wieder alle Freizeitparks öffnen. „Wir sind froh, dass das Modellprojekt erfolgreich verlaufen ist und wir der Branche insgesamt nun Öffnungen ermöglichen können“, sagte der Amtschef des Gesundheitsministeriums, Dr. Uwe Lahl. „Das Modellprojekt hat gezeigt, dass die Öffnung von Freizeitparks mit Abstands- und Hygienekonzepten gut funktioniert.

Gleichzeitig konnten mögliche Schwachstellen identifiziert werden“, so Dr. Lahl. So sind insbesondere die Wartezeiten an den Hauptattraktionen und die damit verbundenen Menschenansammlungen eine große Herausforderung. Zudem kam der Zwischenbericht der wissenschaftlichen Begleitung zu dem Schluss, dass die Oberflächendesinfektion der Fahrgeschäfte aufgegeben werden kann, wenn dadurch kürzere Wartezeiten möglich sind und das Angebot an selbstständigen Desinfektionsmöglichkeiten für Besucherinnen und Besucher insgesamt erhöht wird.

Keine Corona-Fälle bisher im Schwabenpark

Der Europa-Park hat hier bereits Maßnahmen ergriffen, um Abhilfe zu schaffen. So wurden weitere Hygieneangebote bereitgestellt und verstärkt Sicherheitspersonal an kritischen Stellen eingesetzt. So konnte am Ende eine bessere Steuerung der Besucherströme erreicht werden. „Die Betreiberinnen und Betreiber von Freizeitparks sind nun aufgefordert, sich die Ergebnisse des Modellprojekts genau anzuschauen und in ihre individuellen Hygiene- und Schutzkonzepte einzubeziehen“, so Amtschef Dr. Lahl.

Und der Schwabenpark mit den beiden Chefs Thomas und André Hudelmaier geht hier sogar noch einen Schritt weiter: „Wir haben schon letztes Jahr viel mehr an Vorsorge getroffen, als vorgeschrieben ist. Nach den ersten Wochen wissen wir nun auch, dass unser Hygienekonzept sehr gut funktioniert, da wir keine Corona-Fälle im Park hatten beziehungsweise auch im Nachhinein sich bislang nicht herausstellte, dass sich jemand im Park angesteckt hätte“, erklärt André Hudelmaier.

Die Testpflicht entfällt ab Montag

Neu: Ab Montag, 28. Juni, entfällt die 3-G-Pflicht, und auch die Besucherbegrenzung fällt weg. Zur eigenen und zur Sicherheit der Mitarbeiter des Schwabenparks wird aber empfohlen, sich weiterhin regelmäßig testen zu lassen. Die Mund-Nasen-Schutz-Pflicht bleibt in allen Bereichen bestehen, wo kein Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten werden kann.

Also weiterhin in der Warteschlange, während der Nutzung von Fahrgeschäfter, während des Besuchs von Shows, von sanitären Anlagen und im Bereich der Gastronomie. Die klassische Platzreservierung entfällt, für die Datenerfassung muss man sich trotzdem weiterhin online anmelden unter www.schwabenpark.de.

„Team Vorsicht oder Team Unentschlossenheit?“, für Jochen Haußmann, den gesundheitspolitischen Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, „zeigt die aktuelle Corona-Entwicklung, dass gesunder Menschenverstand Teil des Hygienekonzeptes sein muss“. Am Beispiel des Schwabenparks in Kaisersbach, für dessen Öffnung er sich beim Gesundheitsministerium starkgemacht hat, heißt das: „Die Hygienemaßnahmen funktionieren tadellos. Der Rems-Murr-Kreis fällt deswegen bei den Ansteckungen nicht aus der

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