Kaisersbach

Welzheimer Wald: Trotz 2G plus großer Andrang im Rodelzentrum Kaisersbach

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Schnee
Viele Familien zog es zum Schlittenfahren ins Freie. © Alexandra Palmizi
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Schnee
Aber auch zum Spazierengehen eignete sich die malerische Landschaft. © Alexandra Palmizi

Der Blick am Samstagnachmittag aus dem Autofenster zeigt: insgesamt nur zwei Plastikschlitten am Ortsrand von Welzheim, ansonsten sind die Leute eher zu Fuß unterwegs. Kein Wunder - das Wetter ist angenehm, aber die Temperaturen noch um eine Kleinigkeit zu hoch. Der Schnee ist (wo er nicht schon weggeschmolzen ist) „sulzig“, die Streifen, die die Straßenränder säumen, eher braun als weiß.

Am Rodelzentrum ist viel los

Je näher Kaisersbach kommt, desto stärker ändert sich das Bild. Das Autothermometer zeigt plötzlich 0°C, die Felder rechts und links dehnen sich dick verschneit in die Ferne, die grauen Wolken machen sich davon und der Himmel zeigt zunehmend ein freundliches Blau. Und am „Rodelzentrum Kaisersbach“ steppt der Bär. Überall Familien mit Schlitten, Plastikschalen und Skibobs, sogar ein „Do it yourself“-Konstrukt irgendwo zwischen Fahrrad (hinten) und Mono-Ski (vorne) ist dabei. Auf einem Hügelchen oberhalb des langen Schlittenhangs haben ein paar Kinder eine Schanze aus Schnee gebaut und sausen mit viel Hallo erst einen halben Meter in die Luft, dann mit einem ordentlichen Bums auf den Weg und mit jeder Menge Drive auf die Piste. Der bislang letzte Akrobat kippt nach den ersten paar Metern mit seinem Rodel um und kugelt kichernd in den Schnee.

Dass es hier einen Schlittenlift gibt, erspart den Besuchern die endlose Stapferei zurück auf den Hang - „fünfzehn Euro für zehn Fahrten kostet das“, sagt ein junger Vater, der seinen etwa dreijährigen Filius mit den vor Kälte knallroten Wangen gerade oben vom Schlitten gelupft hat. „Zu zweit kann man fünfmal fahren, und drei Euro kostet das Seil.“ Das man in einen Haken am Lift einhängt, der einen dann zuverlässig wieder nach oben zieht. Wie oft er schon gefahren ist? „Achtmal“, sagt er.

Trotz 2G-plus-Regeln: Besucher auch von weiter weg

„Ja“, sagt Christine Brennenstuhl, die in einem kleinen Holzstand süße Snacks, Glühwein und Karten für den Schlittenlift verkauft, „heute ist hier schon so einiges los. Aber die Leute müssen erst mal mitkriegen, dass es Schnee gibt.“ Was ein paar Hundert Meter tiefer zugegebenermaßen gar nicht so einfach ist. „Zehn Minuten, bevor wir hier angekommen sind, hat es noch geregnet“, erklärt sie. „Aber hier ist es herrlich.“

Recht hat sie. Inzwischen liegt der Hang im strahlenden Licht der tief stehenden Sonne; Kaisersbach wirkt mit seiner Kirche inmitten der weiß bestäubten Wälder wie das Motiv auf einer Winterpostkarte. Und auf den Parkplätzen sind Autos mit Kennzeichen aus Ludwigsburg und Esslingen genauso zu finden wie solche aus Aalen. (Es gelten übrigens die 2G-plus-Regeln; das Impfzertifikat aller Besucher wird sorgfältig überprüft.)

Zurück in Welzheim ist der Rodel-Andrang nur sehr überschaubar. Unterhalb vom Römerweg rutschen ein paar Kinder auf Schlitten einen kleinen Hang hinunter, und am Ostkastell schlendert ein knappes Dutzend Spaziergänger über das schneebedeckte Museumsgelände. Die Kastelltürme tragen Schneemützen, der Himmel dahinter verfärbt sich langsam rosa.  Als die Sonne endlich untergegangen ist, setzt frischer Schneefall ein, aber der vom Wetterdienst versprochene Frost bleibt aus. Deswegen ist der Großteil der Pracht am Sonntagmorgen schon weggeschmolzen - bleibt nur, auf das nächste, kalte Wochenende zu hoffen.

Der Blick am Samstagnachmittag aus dem Autofenster zeigt: insgesamt nur zwei Plastikschlitten am Ortsrand von Welzheim, ansonsten sind die Leute eher zu Fuß unterwegs. Kein Wunder - das Wetter ist angenehm, aber die Temperaturen noch um eine Kleinigkeit zu hoch. Der Schnee ist (wo er nicht schon weggeschmolzen ist) „sulzig“, die Streifen, die die Straßenränder säumen, eher braun als weiß.

Am Rodelzentrum ist viel los

Je näher Kaisersbach kommt, desto stärker

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