Kaisersbach

„Wilde Hilde“ geht an den Start

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Ungewöhnliches Fahrgefühl: Die neue Achterbahn im Schwabenpark. © Palmizi/ZVW

Kaisersbach-Gmeinweiler. Mit etwas Verzögerung präsentiert der Schwabenpark nun der Öffentlichkeit seine neueste Attraktion: die „Wilde Hilde“. Diese Achterbahn ist für Kinder ab sechs Jahren geeignet – die Verzögerung deshalb den mehr als 3000 Testfahrten und damit verbundenen Feinjustierungen geschuldet. Jetzt geht sie an den Start, wenn auch vorerst nur im Probebetrieb.

Sie startet gemächlich, nur um ihre Fahrgäste dann umso wilder durchzuschaukeln. Und das ist dann auch die größte Herausforderung bei der „Wilden Hilde“: das Schaukeln. „Es hat sehr lange gedauert, das einzupendeln“, sagt Marcel Bender, Marketing-Chef des Schwabenparks. Etwa 3200 Testfahrten mit und ohne Puppen hat die seitlich an Schienen fahrende Achterbahn bereits hinter sich. „Es gibt eben bislang nichts Vergleichbares“, sagt Bender.

Die neue Achterbahn ist, wie der Schwabenpark betont, ein Prototyp, eine Anlage also, die es bisher noch nirgends gab. Ein bisschen mutig waren die Betreiber da schon. Schließlich konnten sie bei der erstmals von der Firma Ride Engineering Switzerland entwickelten Bahn auf keinerlei Vorerfahrung zurückgreifen. „Dass es da zu Verzögerungen kommt, ist klar“, sagt Schwabenpark-Geschäftsführer Thomas Hudelmaier. Statt wie geplant im Sommer, geht die „Wilde Hilde“ deshalb jetzt erst an den Start – und das auch nur im Probetrieb unter normalen Bedingungen. Es kann also sein, dass der Betrieb unterbrochen und Einstellungen verändert werden müssen. Höchstens Feinjustierungen dürften das aller Voraussicht nach aber sein.

Denn der TÜV hat die Anlage bereits abgenommen. Einige Male seien die strengen Prüfer vor Ort gewesen, berichtet Hudelmaier. Gleich mehrmals habe man deshalb etwa die Höhe des Einstiegs verändern müssen. Am Ende seien die Tester aber zufrieden gewesen. Freigegeben ist die Anlage durch den TÜV ab einem Alter von fünf Jahren.

Wild ist die Bahn allemal – aber auch für mutige Grundschüler geeignet

Der Schwabenpark hat die Altersgrenze aber vorsichtshalber bei sechs Jahren beziehungsweise einer Größe von 120 Zentimetern (mit Begleitung) angesetzt. Ohne Begleitung fahren dürfen Kinder erst ab einer Körpergröße von 130 Zentimetern.

Entsprechend kindgerecht ist die Achterbahn dann auch von den Betreibern des Schwabenparks eingestellt worden. Das konnten wir bei einem Vorabtest selbst feststellen. Gerade mal 100 Meter ist die Bahn lang, benötigt dafür aber ganze 90 Sekunden. Das liegt vor allem am senkrechten Aufstieg, der recht gemächlich vorangeht und Menschen mit Höhenangst ganz schön ins Schwitzen bringen kann.

Auf etwa 25 Metern Höhe ist es dann vorbei mit der Ruhe. Von da an geht es im Zick-Zack-Kurs wie auf einer Murmelbahn hin und her und immer wieder auch kurz im freien Fall hinab. Dabei schwingt die Gondel vor und zurück. Je nachdem, in welcher Richtung der Fahrgast die Gondel nutzt, sorgt das für ein unterschiedliches, auf ungewöhnliches Fahrgefühl. Wild ist das allemal, aber zweifelsohne auch für mutige Grundschulkinder geeignet. Abgebrühte Extrem-Abenteurer werden dabei vielleicht nicht auf ihre Kosten kommen, Familien dafür umso mehr – und die sind ja auch die Zielgruppe für den Schwabenpark.

Betriebsstart und Winterpause

Am Samstag ist der Park ab 10 Uhr geöffnet, ab 11 Uhr können Besucher die „Wilde Hilde“ ausprobieren.

Dass dort demnächst lange Schlangen zu erwarten sind, glauben die Betreiber nicht. Zwar können immer nur vier Personen gleichzeitig in einer Gondel die Bahn nutzen. Pro Stunde seien das immerhin 360 Nutzer. Erfahrungsgemäß würden sich die Gäste gut über den Park verteilen.

Karten kosten aktuell nur 17,50 Euro.

Am 4. Novermber geht es in die Winterpause. Dann soll der Außenbereich der „Wilden Hilde“ noch überdacht werden.