Kernen

Bauarbeiten unter Hochdruck

Ortseingang Rommelshausen Willy-Rüsch-Straße Sanierung Baustelle_0
Die Großbaustelle der Firma Fischer Kälte Klima und die Bauarbeiten drum herum werden sich bis ins Jahr 2019 hinein erstrecken – der Plan der Gemeinde sieht vor, dass der Verkehr zur Gartenschau im Mai wieder ohne Probleme fließt. © Palmizi/ZVW

Kernen-Rommelshausen. Die große Baustelle der Firma Kälte Fischer am Ortseingang Rommelshausen ist für Autofahrer nicht zu übersehen – dafür sorgt die halbseitige Sperrung der Waiblinger Straße seit einigen Wochen an der Stelle, wo die neue Zufahrt aufs Rüsch-Areal entsteht. Auch die Straße selbst wird neu gestaltet. Nun hat die Gemeinde beschlossen, bei der Gelegenheit auch die Willy- Rüsch-Straße zu sanieren. Das wird Kernen rund 453 000 Euro kosten.

Eines haben viele Bauprojekte im Remstal derzeit gemeinsam: den festen Stichtag. Bis zum Start der Remstal-Gartenschau im Mai muss auch die Baustelle am Ortseingang Rommelshausen verschwunden und die wichtige Waiblinger Straße wieder freigegeben sein. „Unter Hochdruck“ arbeiten die Bauarbeiter laut Bauamtschef Peter Mauch daran, diesen Termin einzuhalten.

Die milden Temperaturen dieses Winters kommen da gerade recht. Selbst am Wochenende wird geschafft. In den Osterferien muss die Waiblinger Straße, die ja schon seit Wochen halbseitig gesperrt ist und wo der Verkehr von einer Baustellenampel geregelt wird, sogar komplett dichtgemacht werden. Rund einen Monat, bevor im Mai die Remstal-Gartenschau eröffnet wird, soll sie ihren neuen Belag bekommen.

453 000 Euro – Räte geben grünes Licht für Straßensanierung

Die Gemeinde hatte sich dazu entschlossen, die Ortseinfahrt im Rahmen der Umsiedlung der Firma Kälte Fischer aufs ehemalige Rüsch-Areal umzugestalten: Im Kurvenbereich der Waiblinger Straße entstehen ein neuer, breiter Rad- und Gehweg und ein Grünstreifen. Die hohe Mauer wird durch eine niedrigere ersetzt, die weiter von der Straße abrückt. Außerdem wird bei der Bushaltestelle ein neuer Zebrastreifen angelegt. Nun hat der Gemeinderat einstimmig grünes Licht für weitere Bauarbeiten gegeben, die Kernen stolze 453 000 Euro kosten: Die Willy-Rüsch-Straße, die von der Waiblinger Straße circa 100 Meter nach der Kurve ins Gewerbegebiet abzweigt, soll saniert werden.

Diese Straße soll auf den ersten Metern bis zum Abzweig Benzstraße mit einer mittleren Straßenbreite von 7,45 Meter ausgebaut werden. Auf der südlichen Straßenseite soll der Gehweg mit einer Breite von 1,50 Meter ausgebaut und im Einmündungsbereich zur Benzstraße barrierefrei gestaltet werden.

Im Zuge der Straßenarbeiten wird die bestehende Abwasserleitung, die in diesem Bereich laut Gemeindeverwaltung nicht ausreichend dimensioniert ist, auf 85 Metern mit einem Stahlbetonkanal hydraulisch verbessert. Zusätzlich sollen vier Kanalschächte ersetzt werden. Außerdem wird auch die defekte Wasserhauptleitung ausgetauscht. An der Ecke Benzstraße/Willy- Rüsch-Straße wird ein neuer Hydrantenschacht eingesetzt. Ein Glasfaserkabel hat die Telekom in der Willy-Rüsch-Straße laut Bauamt bereits verlegt. Netze BW plant zudem, eine veraltete Gasleitung zu ersetzen – die Kosten von rund 21 000 Euro übernimmt die ENBW-Tochter allerdings selbst.


Großbaustelle

Die Untertürkheimer Firma Fischer Kälte Klima errichtet auf dem ehemaligen Rüsch-Areal am Ortseingang von Rommelshausen ihren neuen Firmen-Hauptsitz mit Verwaltung, technischem Büro und Montagehalle.

Hier hatte Anfang des 20. Jahrhunderts die Medizintechnik-Firma von August Rüsch angesiedelt. Die alten Firmengebäude wurden im Sommer vergangenen Jahres abgerissen.