Kernen

Bikepark Rommelshausen: Kernen befürchtet Konflikte mit den Corona-Regeln

Bikepark Rommelshausen
Bikepark in Rommelshausen (Archivfoto). © ALEXANDRA PALMIZI

Knapp 400.000 Euro hat die Gemeinde Kernen sich den neuen Sport- und Fitnesspark am Ortsrand von Rommelshausen kosten lassen: Besonders Skater, Mountainbiker und BMX-Fahrer sollen dort auf ihre Kosten kommen. Im Oktober 2020 ist die Anlage mit Bike-Parcours, Skate-Bowl und einem sogenannten Pumptrack für Mountainbikes fertig geworden. Nur wenige Tage nach der Eröffnung musste der Park wegen Corona aber schließen. Erst seit kurzem ist der Park wieder freigegeben – für wie lange, weiß aber noch keiner.

Corona bremst den Bikepark aus

Das Projekt Sportpark schien von Anfang an unter keinem besonders guten Stern zu stehen: Zuerst verzögerte sich der Baustart wegen einer fehlenden Baugenehmigung, dann kam die Corona-Krise. Als dann im vergangenen Sommer die Fertigstellung des Mountainbike-Parcours endlich kurz bevorstand, beschädigten Unbekannte die fast fertige Oberfläche der Bahn: Sie befuhren unerlaubterweise die noch gesperrte Bahn mit BMX- und Moto-Cross-Rädern.

Am 16. Oktober war es dann endlich so weit: Die Bahnen waren fertig, der Tüv hatte den verschiedenen Anlagen sein OK gegeben. Der Bikepark durfte öffnen. Lange währte die Freude daran aber nicht: Mit dem erneuten Lockdown musste die Sport-Anlage zum 1. November wieder schließen: „Da derzeit so gut wie alle Freizeiteinrichtungen geschlossen sind, würden die wenigen offenen Angebote regelrecht überrannt werden. Die Folgen wären ein überfüllter Bikepark sowie ein dazugehöriges Verkehrschaos“, schtieb Bürgermeister Benedikt Paulowitsch in einer Pressemitteilung.

Seit knapp zwei Wochen hat der Bikepark nun zum allerersten Mal seit Herbst letztes Jahr wieder offen: Die BMX-Bahn, die Skate-Bowl und der Pumptrack können ganz normal genutzt werden. Die Verwaltung hat die Öffnung vergangene Woche im Mitteilungsblatt bekanntgegeben, möchte den Trubel um den Park aber am liebsten so klein wie möglich halten.

Skatebowl, Bmx-Bahn und Pumptrack locken Menschen aus der ganzen Region

Das hat einen ganz einfachen Grund, erklärt der Bürgermeister: Der Bikepark sei einer der größten in der weiteren Region. In den wenigen Tagen, die die Anlage im Oktober offen hatte, seien die Fahrradbegeisterten teilweise von weither angefahren: „Da standen teils Autos mit Aalener Kennzeichen“, erinnert sich Paulowitsch.

Im Moment sind immer noch die meisten Freizeiteinrichtungen geschlossen, und wegen der Corona-Pandemie ist Sport an der frischen Luft so ziemlich das Einzige, was bleibt. Deswegen fürchtet die Gemeinde, dass der Andrang im Sportpark so groß werden könnte, dass die geltenden Corona-Regeln nicht mehr eingehalten werden und er wieder gesperrt werden muss.

Das möchte Benedikt Paulowitsch gerne vermeiden. Er wolle den Kernener Jugendlichen gerne den Bikepark weiter zur Verfügung stellen können. Das setzte aber voraus, dass der Betrieb so weit funktioniert, dass sich die Benutzer an die geltenden Corona-Regeln halten und der Park nicht überrannt wird.

Die gestiegenen Corona-Fallzahlen im Rems-Murr-Kreis wirken sich bis jetzt noch nicht auf den Sportpark aus: „Die Inzidenz hat erst mal keine Auswirkungen, da die Sportregelungen im Freien hier erst mal nicht betroffen sind“, erklärt Paulowitsch.

Am Wochenende war der Park gut besucht

Die BMX-Fahrer und Mountainbiker scheinen über die Öffnung des Parks sehr erfreut zu sein: Trotz des mäßig guten und noch sehr kalten Wetters sei der Bikepark am Samstag „voll wie noch nie“ gewesen, berichtet Ulrich Gerlinger aus Rommelshausen, der am Samstag selbst vor Ort war.

Um die 100 Sportler, darunter Kinder, Jugendliche und sogar einige Erwachsene, seien aktiv gewesen. „Es ging alles sehr zwanglos und unfallfrei zu. Die Teilnehmer nehmen aufeinander Rücksicht, keiner bedrängt den anderen“, lobt Gerlinger. Nur auf den Plattformen werde es manchmal eng.

Zu bieten hat der Bikepark in Rommelshausen so einiges: Es gibt eine BMX-Bahn, vier Start-Plattformen, viele Sprungelemente und Steilkurven.Daneben liegt der sogenannte Pumptrack: Der ist im Gegensatz zum BMX-Parcours asphaltiert und sieht aus wie eine liegende Acht. Durch Gewichtsverlagerung und gezielte Zieh- und Drückbewegungen soll hier Geschwindigkeit aufgebaut werden, erklärt die Gemeinde Kernen in einer Mitteilung.

Für Skateboardfahrer und BMX-Fahrer gibt es die Skate-Bowl, eine Art schüsselförmiges Loch im Boden mit circa zehn mal 17 Metern Fläche. Darin sollen durchgehende Fahrten mit vielen Tricks in Folge möglich sein.

Knapp 400.000 Euro hat die Gemeinde Kernen sich den neuen Sport- und Fitnesspark am Ortsrand von Rommelshausen kosten lassen: Besonders Skater, Mountainbiker und BMX-Fahrer sollen dort auf ihre Kosten kommen. Im Oktober 2020 ist die Anlage mit Bike-Parcours, Skate-Bowl und einem sogenannten Pumptrack für Mountainbikes fertig geworden. Nur wenige Tage nach der Eröffnung musste der Park wegen Corona aber schließen. Erst seit kurzem ist der Park wieder freigegeben – für wie lange, weiß aber

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