Kernen

Bis Mai 2019 steht die Skate-Bowl

Bis Mai 2019 steht die Skate-Bowl_0
Eine Bowl mit jungen Skatern in Aktion. Das durchlaufende Fahren entlang der Wanne ermöglicht akrobatische Tricks und Spielereien. © Pixabay.com / CCO Creative Commo

Kernen-Rommelshausen. 200 000 Euro soll der Bau einer großen Schüssel aus Spritzbeton kosten, in der Skater und BMX-Fahrer beim neuen Kernener Sportvereinszentrums ihre Kurven drehen können. Bauvergabe ist in Kürze, der Baustart aber noch offen. Fest steht: Bis zur Remstal-Gartenschau im Frühjahr 2019 wird die Skater-Bowl stehen. Auch die anderen zwei Attraktionen für Jugendliche werden bis dahin fertiggestellt sein: der Bike-Parcours und die Pump-Track.

Drei coole Freizeitangebote für Skater und BMX-Biker jedes Alters sind das. Kernen rüstet auf und lässt sich die neuen Anlagen im Sport- und Bewegungspark Hangweide einschließlich einer unumgänglichen Lärmschutzwand 355 000 Euro kosten. Die 780 Quadratmeter große Skate-Bowl, die als Betonwanne rasante durchlaufende Fahrten mit vielen akrobatischen Tricks erlaubt, liegt am Fahrradweg Rommelshausen/Stetten neben der Kreisstraße unterhalb des neuen Parkplatzes fürs Sportvereinszentrum.

2,35 Meter hoher Lärmschutzdamm

Die Vergabe der Arbeiten steht in der nächsten Gemeinderatssitzung auf der Tagesordnung. Ob sich das Projekt parallel zum Bau des neuen Parkplatzes umsetzen lässt, ist offen. Die Bowl wird aber, wie die anderen zwei Projekte, bis zum Start der Gartenschau im Mai 2019 fertig sein.

Zum Parkplatz hin schüttet die Gemeinde einen rund 2,35 Meter hohen Lärmschutzdamm auf, der das nahe Altenwohnheim von Krach und Geschrei auf der Anlage abschirmt. Eine schalltechnische Untersuchung der geplanten Freizeiteinrichtungen ergab nämlich, dass gerade der Betrieb der Skate-Bowl die Richtwerte der Freizeitrichtlinie überschreiten wird.

Die beschlossene Dammvariante ist eine Erdaufschüttung, die intensiv bepflanzt werden kann. Das verwendete Erdmaterial stammt größtenteils vom Aushub der Skate-Wanne. Der Bauhof der Gemeinde wird es aufschütten, was Fremdkosten einspart. So soll der Lärmschutz an der Römer Skate-Bowl statt mit geschätzten 45 000 Euro mit nur 30 000 Euro zu Buche schlagen.

Pump-Trail: Tempo nur durch Ziehen und Drücken

Zum Bike-Parcours ist nachträglich eine sogenannte Pump-Track für BMX-Räder hinzugekommen, auf der die Geschwindigkeit ausschließlich durch Gewichtsverlagerung und gezielte Zieh- und Drückbewegungen aufgebaut wird. Die Anlage ist 32 Meter lang und 19 Meter breit. Der Bike-Trail wird mit Wellen und weiteren Elementen wie Steilwandkurven und Schanzen versehen.

Bekanntlich behindert eine Parzelle, die das Rathaus nicht erwerben konnte, die Überplanung des Sportparks Hangweide. Deshalb muss die Pump-Track, von der neuen BMX-Anlage abgetrennt, in der Nähe des Sportpunkts angelegt werden. Sie wird als Rundkurs aus Asphalt hergestellt und kostet außerplanmäßige 55 000 Euro. In den Bike-Parcours will Kernen 70 000 Euro investieren. Die Kosten der Skate-Bowl werden derzeit mit 200 000 Euro angesetzt.

Große Begeisterung für den Hotspot

In Workshops war unter Beteiligung der Jugendlichen das Konzept für die Bowl erstellt worden. Das Karlsruher Architektenbüro Elke Ukas hatte den Planungsauftrag. Die Begeisterung für den Hot Spot sei groß, so Landschaftsarchitekt Peter Rottach, denn das Konzept sei den Bedürfnissen von Skatern und BMX-Fahrern angepasst worden.

Anders als in einem klassischen Skate-Park zählt bei der Bowl das kontinuierliche Fahrerlebnis ohne Unterbrechungen mit vielen Tricks in Folge. Damit unterscheide sich die Schüssel deutlich von anderen Anlagen in der weiteren Umgebung Kernens. Und es mache sie auch für Skater und BMX-Fahrer aus der Region attraktiv.


Kosten gedeckelt

Die Kosten der Bowl wurden vom Gemeinderat bei maximal 200 000 Euro gedeckelt. Die Anlage ist anspruchsvoll. Die Spritzbetonflächen muss man mit der Hand formen. Es ist fast alles Handarbeit. Deshalb sollte man die Anlage beschränkt ausschreiben, hatte der Planer Peter Rottach in Karlsruhe auf Anfrage der WKZ im August 2017 erläutert. Er schätzte damals, dass die maximal vier bis fünf Monate dauernden Arbeiten schon Mitte 2018 starten könnten.