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Blumenläden machen am Montag (1.3.) auf: Warum Maike Ehlert ("Maile") aus Rommelshausen noch bis Dienstag wartet

Blumen offen
Maike Ehlert in ihrem Laden „Blumen Maile und mehr“ in Rommelshausen. © ZVW/Benjamin Büttner

Maike Ehlert strahlte am Samstagvormittag mit der Sonne um die Wette. Die Inhaberin von „Blumen Maile und mehr“ hatte zwar alle Hände voll zu tun, aber ihre gute Laune ließ sie sich davon nicht nehmen. Es herrschte Hochbetrieb in dem Verkaufsraum, auch ohne den üblichen Wochenendbetrieb. Denn: Von diesem Montag, 1. März, an, dürfen die Blumenläden in Baden-Württemberg wieder aufmachen.

„Wir sind gerade mitten im Umdekorieren auf Frühling und Ostern“, erklärte Ehlert, „und da halten die kräftigen, fröhlichen Farben Einzug, zusammen mit den Frühlingsblumen, die es in dieser Jahreszeit gerade wieder in großer Zahl und in all ihrer Pracht im Angebot gibt: Primeln, Veilchen, Tulpen, Narzissen, Ranunkeln …“

Anscheinend hat Ehlerts Optimismus kein bisschen gelitten, trotz der alles andere als einfachen Wochen und Monate, die hinter ihr und ihren zwei Mitarbeiterinnen Mona Strifler und Jasmin Frick liegen: Im Januar 2020 eröffnete sie ihren Laden in der Waiblinger Straße in Rommelshausen, um nach nur acht Wochen in einen fünfwöchigen Lockdown hineinzugeraten. „Und jetzt haben wir seit fast zweieinhalb Monaten wieder geschlossen. Doch am Dienstag starten wir wieder durch. Wir fahren auf Normalbetrieb hoch. Da gelten dann wieder die üblichen Öffnungszeiten.“

Kurzarbeit und Hilfsprogramme haben geholfen

Wie man ein Geschäft durch derart unruhige Gewässer manövrieren kann, ohne an den vielen Klippen zu scheitern? Ihre Mitarbeiterinnen musste sie in Kurzarbeit schicken, und die staatlichen Hilfen - „so man sie bekommen hat“ - haben auch geholfen. Das Entscheidende sei aber die Hilfe der treuen Kundschaft gewesen. Dafür sei sie dankbar. „Die Leute wollen helfen und ihre Händler am Ort unterstützen.“

Dies habe sich gerade in den vergangenen Wochen gezeigt. Sie habe sich extra ein Geschäftshandy eingerichtet, über diesen Anschluss konnten die Kunden ihre Gestecke zum Abholen vorbestellen, ebenso über Internet, per E-Mail oder Whatsapp. Diesen Service werde man auch weiter aufrechterhalten, schließlich handle es sich um eine zusätzliche Dienstleistung, die als bequeme Alternative gern angenommen wurde. Es habe auch sehr gut funktioniert, wie man es ja auch an diesem Samstag miterleben könne. Immer wieder musste sie das Gespräch und ihre Arbeit unterbrechen, um an der geschlossenen Ladentür Sträuße zu übergeben, die bereits zum Abholen bereitlagen.

Ein Blumenladen sei aber mehr als einfach nur ein Geschäft, meinte Ehlert. Es handle sich dabei auch um einen Treffpunkt und ein Kommunikationszentrum, das Menschen zusammenführe. Daher habe sie den Umgang mit den Kunden so sehr vermisst. Umso mehr freue sie sich auf das direkte Gespräch, wenn man miteinander die Blumen aussuchen, die Farben vergleichen und gemeinsam die Sträuße zusammenstellen, miteinander ein Kunstwerk schaffen könne.

Hochfahren auf Normalbetrieb kein Problem

Zudem habe sie ja auch noch Dekorationsartikel, Zubehör und Geschenkideen aller Art im Angebot. Es bereite ihr Freude, sie vorzustellen, sie miteinander zu besprechen und sich gemeinsam mit dem Kunden über das für ihn passende Objekt zu freuen. Nein, versicherte sie, es sei kein Problem gewesen, wieder auf Normalbetrieb hochzufahren. Die Lieferanten seien in den Startlöchern, dies gilt sowohl für die Deko-Artikel wie auch für die Blumen im Großmarkt. Es sei ja die passende Jahreszeit.

Und um ihrer Kundschaft ein optimales Angebot bieten zu können, würde sie vorher noch einmal frische Ware einkaufen und nicht schon am Montag, sondern erst am Dienstag aufmachen.

Was die notwendigen Hygiene- und Abstandsmaßnahmen angehe, werde sie sich an die bisherigen Gepflogenheiten halten: Maskenpflicht, Desinfektionsmittelspender und zwei, maximal drei Kunden gleichzeitig im Geschäft. Dadurch könne man garantieren, dass genügend Raum vorhanden ist, um sich aus dem Weg gehen zu können, und dass sich alle an das geltende Abstandsgebot halten, gab sich Maike Ehlert zuversichtlich.

Jetzt müssten nur noch mit der warmen Jahreszeit auch wieder die Familien- und Betriebsfeiern, Hochzeiten, Feste und Veranstaltungen anfangen. Deren Ausstattung mit Blumenschmuck bringe größere Aufträge. Dieses gewichtige Geschäftssegment ist vollständig weggebrochen. Darauf könne sie auf Dauer aber nicht verzichten.

Maike Ehlert strahlte am Samstagvormittag mit der Sonne um die Wette. Die Inhaberin von „Blumen Maile und mehr“ hatte zwar alle Hände voll zu tun, aber ihre gute Laune ließ sie sich davon nicht nehmen. Es herrschte Hochbetrieb in dem Verkaufsraum, auch ohne den üblichen Wochenendbetrieb. Denn: Von diesem Montag, 1. März, an, dürfen die Blumenläden in Baden-Württemberg wieder aufmachen.

„Wir sind gerade mitten im Umdekorieren auf Frühling und Ostern“, erklärte Ehlert, „und da halten

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