Kernen

Click & Meet in Kernen: Auch spontan eine Hose kaufen im Modehaus Finck

Modehaus Finc
Geschäftsführer Patrick Rettenmayr (links) mit den Verkäuferinnen Sybille Schnaitmann (vorne rechts) und Sieglinde Bicskey (hinten rechts). © ALEXANDRA PALMIZI

Töpfe von den Remstal-Werkstätten der Diakonie Stetten, Kaffee von der Rösterei der Laufenmühle aus Welzheim und Seifen aus Oldenburg – fast alles, was es im „Manufakturen-Markt“ in Stetten zu kaufen gibt, ist in Werkstätten für Menschen mit Behinderung hergestellt worden. „Alles Handarbeit“, sagt Inhaberin Birgit Gruber.

Einkaufen nach dem "Click & Meet"-Prinzip

Nun sollen die Produkte wieder leichter verkauft werden können: Kunden können ab diesem Freitag nach dem „Click & Meet“-Prinzip, nach Terminvereinbarung und mit einem negativen Corona-Testergebnis, das nicht älter als 24 Stunden ist, wieder im Laden einkaufen. Möglich macht’s der sinkende Inzidenzwert im Rems-Murr-Kreis.

Wie hat sich Birgit Gruber auf die Öffnung vorbereitet? Mit besonderen Angeboten möchte die Inhaberin zum einen ihre Kunden anlocken und zum anderen die Ware verkaufen, die während der Schließung liegen geblieben ist. Bis Freitag bearbeitete sie Bestellungen, die telefonisch aufgegeben wurden, goss die Pflanzen in ihrem Laden, leerte den Postkasten und dekorierte das Schaufenster. „Es laufen schon viele daran vorbei und gucken rein“, sagte sie am Donnerstag. Ab und zu komme eine telefonische Bestellung. Doch im Großen und Ganzen sei die Nachfrage bislang „spärlich“ gewesen, sie erhalte „ein bis zwei Anrufe in der Woche“.

Manufakturen-Markt: Große Nachfrage vor Weihnachten gehabt

Auch wenn sich die Inhaberin auf die eingeschränkte Wiederöffnung freut, rechnet sie mit keinem großen Ansturm in der Stettener Steigstraße. „Ich habe nie mehr als ein bis zwei Kunden gleichzeitig im Laden.“ Eine Ausnahme habe es dennoch gegeben – kurz vor Weihnachten, bevor sie coronabedingt schließen musste. „Da sind zum ersten Mal die Leute draußen Schlange gestanden. Das hat mich gefreut“, sagt sie.

Weniger erfreulich war für die 54-Jährige, dass während der coronabedingten Schließung einige Artikel wie Kaffee, Tee, Seife und Süßigkeiten abgelaufen sind. „Die kann ich nicht mehr verkaufen.“

Trotzdem hat Birgit Gruber ihrer Meinung nach das Beste aus dem Lockdown gemacht. „Ich habe die Zeit genutzt, um das Angebot weiterhin aufzubauen“, sagt sie. Sie hat etwa recherchiert, mit welchen Werkstätten sie künftig noch kooperieren kann. Derzeit verkauft sie Produkte von 32 Werkstätten von Menschen mit Behinderung, die bundesweit vertreten sind. Jetzt hofft sie, dass sie wie gewohnt ihre Kunden empfangen und sie in einem persönlichen Gespräch beraten kann.

Auch im Modehaus Finck in Rommelshausen, das weitere Filialen in Schmiden und Göppingen hat, liefen am Donnerstag die Vorbereitungen. „Wir freuen uns, dass wir ab Freitag wieder öffnen dürfen mit ,Click & Meet’, mit dem Nachweis, dass man entweder getestet ist, genesen oder geimpft“, sagt Geschäftsführer Patrick Rettenmayr auf Nachfrage. Geschultes Personal werde den Einlass kontrollieren und den Nachweis überprüfen.

Modehaus Finck: Auch spontane Termine möglich

„Man kann einen Termin vereinbaren, man kann aber auch direkt vorbeikommen“, sagt der Chef. „Wir haben aufgrund unserer Kapazitäten eigentlich immer einen spontanen Termin frei.“ Wichtig sei, dass der Kunde seine Kontaktdaten hinterlässt. Gleichzeitig dürfen etwa sechs Personen in der Filiale in der Waiblinger Straße einkaufen. Patrick Rettenmayr rechnet nicht mit einem großen Ansturm. „Ich denke schon, dass die Stammkunden es gerne auf sich nehmen und sich testen lassen, um zu uns zu kommen“, sagt er. Aber vor allem freue er sich, „dass die Inzidenzen noch weiter runtergehen“. So, dass man auch möglichst bald ohne den Nachweis einkaufen kann. Seiner Meinung nach finden viele Menschen es aufwendig, dass sie aktuell einen negativen Test-Nachweis vorzeigen müssen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Das sei für viele noch eine Hürde.

Töpfe von den Remstal-Werkstätten der Diakonie Stetten, Kaffee von der Rösterei der Laufenmühle aus Welzheim und Seifen aus Oldenburg – fast alles, was es im „Manufakturen-Markt“ in Stetten zu kaufen gibt, ist in Werkstätten für Menschen mit Behinderung hergestellt worden. „Alles Handarbeit“, sagt Inhaberin Birgit Gruber.

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Einkaufen nach dem "Click & Meet"-Prinzip

Nun sollen die Produkte wieder leichter verkauft werden können: Kunden können ab diesem Freitag nach

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