Kernen

Corona bremst Millionenprojekt Hangweide aus

hangweide
Das ehemalige Diakonie-Dorf Hangweide liegt heute weitestgehend brach. Hier soll einmal Wohnraum für bis zu 1200 Menschen entstehen. Doch das Millionenprojekt verzögert sich aufgrund der Corona-Krise. © Benjamin Büttner

Infolge der vom Land verordneten Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus ist der Zeitplan des städtebaulichen Wettbewerbs für das „Zukunftsprojekt Hangweide“ in Kernen nicht zu halten. Die Bürger-Planer-Dialoge sowie die Abgabe der Wettbewerbsunterlagen verschieben sich um drei bis vier Monate. Das geben die drei Projektpartner Gemeinde Kernen im Remstal, LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH und Kreisbaugruppe in einer Pressemitteilung bekannt.

Wohnquartier für 1200 Menschen

Die „Hangweide“ ist ein ehemaliges Dorf der Diakonie Stetten, das sich die drei Projektpartner rund 16,5 Millionen Euro haben kosten lassen. Es soll Teil der Internationalen Bauausstellung 2027 (IBA) sein. Zuletzt kam der städtebauliche Prozess der Umwandlung des knapp acht Hektar großen Areals in ein zukunftsweisendes Wohnquartier für bis zu 1200 Menschen einen wichtigen Schritt voran. Mitte Dezember 2019 waren die Eckpunkte des Auslobungstextes für den städtebaulichen Wettbewerb final vom Kernener Gemeinderat beschlossen worden, Mitte Januar 2020 startete das Bewerberverfahren – Mitte März standen die Teilnehmer dann fest: Elf hochrangige Arbeitsgemeinschaften, jeweils bestehend aus Architekten und Landschaftsplanern, stiegen offiziell in den Wettbewerb ein.

Dann stoppte das Coronavirus abrupt den vorgesehenen Zeitplan. Nicht nur der 2. Bürger-Planer-Dialog auf der Hangweide am 17. März wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt, sondern ebenso die Exkursion am 21. März. Unter der Zielrichtung, die Teilnehmer im Wettbewerb zu halten, haben sich die Projektpartner für die Streckung des Wettbewerbsverfahrens um drei bis vier Monate entschieden. Das heißt in der Folge, dass die für den 25. Mai 2020 geplante Podiumsdiskussion sowie auch der für Juli geplante Hangweide-Tag vorerst ebenfalls nicht stattfinden können.

Bürger werden nicht ausgeklammert

Gleichwohl werden die Bürger im Prozess nicht ausgeklammert, heißt es in der Pressemitteilung. „Uns ist nach wie vor an einer qualitativ hochwertigen Bürgerbeteiligung gelegen, deshalb haben wir unseren Zeitplan angepasst und beziehen die Bürgerschaft natürlich wie vorgesehen entsprechend ein“, wird Bürgermeister Benedikt Paulowitsch zitiert.

 Das neue Zeitfenster:

  • Der zweite Bürger-Planer-Dialog wird voraussichtlich im Juni stattfinden; in welcher Form, wird noch bekanntgegeben.
  • Das Zwischenkolloquium erfolgt im Juni bzw. Juli. Wenn das machbar ist, wird es in digitaler Form durchgeführt.
  • Die Abgabe der Wettbewerbsunterlagen erfolgt Ende September, das Preisgericht tagt dann im Oktober beziehungsweise November.
  • Der dritte Bürger-Planer-Dialog findet im November beziehungsweise Dezember statt.

Inwieweit die Exkursion und auch die geplante Podiumsdiskussion zum Thema „Wohnen in Genossenschaften“ noch dieses Jahr stattfinden kann, bleibe weiter abzuwarten, heißt es in der Pressemitteilung. Gleichwohl sei ein Ausweichtermin im Jahr 2021 für beide Veranstaltungen denkbar. Auch der Hangweidetag, den der Bürgermeister in seiner Neujahrsansprache angekündigt hatte, soll nicht vergessen werden. Es würden bereits Ausweichtermine geprüft.

Infolge der vom Land verordneten Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus ist der Zeitplan des städtebaulichen Wettbewerbs für das „Zukunftsprojekt Hangweide“ in Kernen nicht zu halten. Die Bürger-Planer-Dialoge sowie die Abgabe der Wettbewerbsunterlagen verschieben sich um drei bis vier Monate. Das geben die drei Projektpartner Gemeinde Kernen im Remstal, LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH und Kreisbaugruppe in einer Pressemitteilung bekannt.

Wohnquartier für 1200

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