Kernen

Corona-Infektionen in Diakonie Stetten: Gesundheitsamt sorgt mit Reihentestung für mehr Klarheit

Diakonie Corona
Die Diakonie Stetten. © Benjamin Büttner

In Kernen und an weiteren Standorten der Diakonie Stetten sind in den vergangenen Tagen mehrere Menschen mit Behinderung und Mitarbeitende positiv auf Corona getestet worden. Eine am Freitag durchgeführte Reihentestung in der Wohneinrichtung „Wildermuthhaus“ in Stetten hat ergeben, dass sich insgesamt 31 der rund 70 Bewohner und zehn Mitarbeitende infiziert haben. Das hat die Diakonie mitgeteilt.

Um nach ersten positiven Corona-Fällen mehr Klarheit über das diffuse Infektionsgeschehen zu bekommen, hatte das Gesundheitsamt eine Reihentestung veranlasst und dazu das Coronamobil des Landkreises nach Stetten geschickt, so die Diakonie-Pressemitteilung. Die Ergebnisse der insgesamt 132 durchgeführten Tests bei Bewohnern und Mitarbeitenden liegen seit Montagnachmittag vor.

Eine der positiv Getesteten, eine 40-jährige Bewohnerin, befindet sich seit Freitag zur Behandlung im Krankenhaus, wie die Diakonie weiter mitteilte. Bis auf wenige Ausnahmen seien die weiteren getesteten Personen derzeit symptomfrei. Alle Bewohner der Einrichtung werden derzeit eng begleitet und beobachtet.

Die in den letzten Wochen ohnehin schon verstärkten Schutzmaßnahmen wurden nun in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt noch weiter verschärft: Für die positiv getesteten Bewohner wurden weitere Isolierungsgruppen eingerichtet. Sämtliche Wohngruppen des Wildermuthhauses wurden unter Quarantäne gestellt. Die Mitarbeitenden betreuen die Bewohner dort durchgehend mit Schutzausrüstung und vom übrigen Personal getrennt.

Die Mitarbeitenden aller anderen Wohngruppen am Standort tragen vorsorglich FFP2-Schutzmasken bei der Arbeit. Auf Empfehlung des Gesundheitsamts wurden die Besuchsregelungen für die Wohneinrichtungen auf dem Diakonie-Gelände in Stetten an die neue Risiko-Situation angepasst. Besuche sind erst wieder möglich, wenn die zugesagten Schnelltests zur Verfügung stehen.

„Wir sind angesichts der Anzahl an positiven Fällen sehr besorgt. Die Betreuungssituation ist zudem sehr angespannt im Moment“, sagte der Diakonie-Vorstandsvorsitzende Pfarrer Rainer Hinzen. „Jetzt geht es darum, das Infektionsgeschehen so schnell wie möglich wieder einzudämmen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Das Gesundheitsamt unterstützt uns dabei sehr gut, dafür sind wir sehr dankbar.“ Er hoffe, dass sich die Situation schnell stabilisiere.