Kernen

Das Stettener Inklusiv-Naturbad sucht Mitglieder und Unterstützer

Naturbad
Die Diakonie Stetten verpachtet das Naturbad an den Verein „Sin-Bad“. © Gabriel Habermann

Das im Grünen gelegene Naturfreibad mit barrierefreiem Zugang, chemiefreier Wasserreinigung und Biotop-Flächen war bisher den Bewohnern mit Behinderung und den Mitarbeitern der Diakonie Stetten mit ihren Familien vorbehalten. Doch weil das im Januar vergangenen Jahres eingetretene Bundesteilhabegesetz die Finanzierung des Naturbads für die Diakonie Stetten erschwerte, hatte sie sich dazu entschieden, bei der Gründung eines Betreibervereins zu helfen.

Verein "Sin-Bad" pachtet das Naturbad

Zwar gab es viele Interessenten, doch der Versuch, einen Verein zu gründen, scheiterte immer wieder. Doch nun wurde der erste Schritt getan, und der Verein ist gegründet: „Sin-Bad“ – „Stettener Inklusives Bad“. Dem Verein sitzt Gabi Kepp vor, die von Ivonne Diederichs-Richter vertreten wird. Die Aufgabe des Kassenwarts übernimmt Gabi Rose.

Satzung und Badeordnung beschlossen

„Unser Sohn ist selber Bewohner der Diakonie Stetten und hat das Naturbad sehr gerne genutzt“, sagt Gabi Kepp. „Am 18. Februar fand dann die Gründungsversammlung statt“, sagt sie. Und: „Am 11. März haben wir die Satzung und Badeordnung beschlossen.“

Rückblickend sagt die Waiblingerin: „Wir hatten das große Glück, noch bevor der große Lockdown begonnen hat, einen Notartermin vereinbart zu haben.“ Nachdem das Finanzamt bescheinigt hatte, dass es sich hierbei um einen gemeinnützigen Verein handelt, wurde der Sin-Bad-Verein am 10. August offiziell vom Amtsgericht ins Vereinsregister eingetragen. Und schließlich unterzeichnete das Team vom Stettener Naturbad am 18. September den Pachtvertrag. Doch die Badesaison wie erhofft zu nutzen klappte nicht.

Badesaison fällt wegen Corona ins Wasser 

Das, was dieses Jahr wegen Corona nicht möglich war, wollen sie im Jahr 2021 nachholen: „Unser Ziel ist, dass wir nächstes Jahr eine Badesaison anbieten.“ So ist im Moment der aktuelle Plan, das Bad im März für die Badegäste zu öffnen. „Sobald die Technik hochgefahren wird, das Wetter gut ist, kann man durchaus Anfang März schwimmen gehen“, sagt Kepp. Vorausgesetzt: „Das Wetter macht mit“ – und Corona macht keinen weiteren Strich durch die Rechnung.

Ziel: Naturbad als inklusive Begegnungsstätte zu erhalten

„Unser großer Plan ist, das Naturbad als inklusive Begegnungsstätte erhalten zu können“, sagt sie. Doch: „Dazu sind einige Baumaßnahmen erforderlich.“ Denn im Naturbad in der Frauenländerstraße ist derzeit nicht alles rollstuhlgerecht. Zwar können Rollstuhlfahrer über eine Rampe ins Becken gelangen, aber Sanitäranlagen wie Duschen und Toiletten sind nicht barrierefrei. Hierbei könne sich der gemeinnützige Verein auf Fördermittel etwa von der Aktion Mensch bewerben.

Gelände auch im Winter nutzen

Ein weiterer Plan sei auch, das Bad auch im Winter zu besuchen: „Vereinsmitglieder können auch im Winter das Gelände nutzen, einfach um dort die Natur zu genießen, oder falls es mal schneien sollte, auch Schneemänner zu bauen.“

Neue Mitglieder gesucht

Derzeit liegt das Hauptaugenmerk darauf, weitere Mitglieder zu rekrutieren. Die Vorsitzende möchte, dass sich Mitglieder bei der Gestaltung aktiv beteiligen. So sollen einzelne Arbeitsgruppen gebildet und Ideen entwickelt werden. „Ich finde es ganz schön, wie man den Verein lebendig gestalten kann“, sagt Gabi Kepp. Auch die Bewohner der Diakonie Stetten sollen einbezogen werden. Sie freut sich über jeden, der Mitglied wird sowie das Naturbad am Leben erhalten möchte, und sagt: „Es gibt auch reduzierte Mitgliedsbeiträge.“

Das im Grünen gelegene Naturfreibad mit barrierefreiem Zugang, chemiefreier Wasserreinigung und Biotop-Flächen war bisher den Bewohnern mit Behinderung und den Mitarbeitern der Diakonie Stetten mit ihren Familien vorbehalten. Doch weil das im Januar vergangenen Jahres eingetretene Bundesteilhabegesetz die Finanzierung des Naturbads für die Diakonie Stetten erschwerte, hatte sie sich dazu entschieden, bei der Gründung eines Betreibervereins zu helfen.

Verein "Sin-Bad" pachtet das

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