Kernen

Diakonie-Bewohnerin in Waldhausen stirbt an Corona - Infizierte nach Stetten verlegt

Diakonie Corona
Die Diakonie Stetten. © Benjamin Büttner

In den Wohnhäusern der Diakonie Stetten für Menschen mit Behinderung in Lorch-Waldhausen sind mehrere Bewohner und Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilt die Diakonie Stetten in einer Pressemitteilung mit.

53-Jährige ist im Krankenhaus verstorben, 67-Jähriger wird noch behandelt

Eine an Corona erkrankte 53-jährige Frau mit Behinderung ist in der Nacht auf Donnerstag im Krankenhaus verstorben. Ein 67-jähriger Mann mit Behinderung wird noch im Krankenhaus behandelt, heißt es weiter. Die weiteren infizierten Personen und Kontaktpersonen befinden sich in häuslicher Isolation beziehungsweise Quarantäne.

Insgesamt 13 Bewohner und fünf Mitarbeiter per Schnelltest positiv auf Corona getestet

Insgesamt wurden in den Wohnhäusern für 38 Menschen mit Behinderung nach einem ersten aufgetretenen Fall 13 Bewohner und fünf Mitarbeiter zunächst per Schnelltest positiv getestet. In gemeinsamer Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und mit der Heimaufsicht des Ostalbkreises seien daraufhin die notwendigen Schutz- und Quarantäne-Maßnahmen eingeleitet worden.

Die Ergebnisse einer vom Gesundheitsamt veranlassten PCR-Reihentestung unter allen Bewohnern und Mitarbeitern stehen noch aus.

Corona-Isolier-Station in Kernen-Stetten: Elf Infizierte werde dort rund um die Uhr betreut

Die weiteren elf Infizierten sind in eine spezielle Corona-Isolier-Station auf dem Diakonie-Gelände in Stetten umgezogen und werden dort von einem eigenen Betreuungsteam rund um die Uhr betreut.

Auch an weiteren Standorten der Diakonie Stetten in verschiedenen Landkreisen sind seit Beginn der dritten Welle wieder vermehrt Infektionen aufgetreten. Dieses verstärkte Fallgeschehen trotz umfangreicher Schutzmaßnahmen, zum Teil auch mit schweren Verläufen, führen die Verantwortlichen auf die hochansteckenden und gefährlicheren Virus-Mutationen zurück.

Der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Stetten, Pfarrer Rainer Hinzen äußert sich in der Pressemitteilung zur aktuellen Situation: „Der Todesfall in unseren Wohnhäusern in Waldhausen macht uns sehr betroffen. Er führt uns schmerzhaft vor Augen, dass die dritte Welle nun wie befürchtet auch bei uns in der Diakonie Stetten angekommen ist. Wir trauern mit den Angehörigen der Bewohnerin und allen, die ihr nahestanden. Wir tun alles dafür, unsere Klienten und Mitarbeitenden auch in dieser schwierigen Phase der Pandemie zu schützen und sind sehr froh, dass die mobilen Impfteams jetzt Zug um Zug in unseren Häusern im Einsatz sind.“

Seit Anfang April mobile Impfteams im Einsatz

Umso erleichterter sind sie, dass seit Anfang April die mobilen Impfteams der Landkreise auch in den Einrichtungen der Behindertenhilfe im Einsatz sind. Speziell in Lorch haben bereits erste und zweite Impftermine in den Zweigeinrichtungen Haldenberg und Elisabethenberg stattgefunden.

Dort leben Menschen mit Behinderung und erhöhtem Pflegebedarf, die zur Personengruppe mit der höchsten Impfpriorität zählen. Der bereits geplante Impftermin für die Bewohner und Mitarbeitenden in den Wohnhäusern in Waldhausen wurde aufgrund der aktuellen Situation vorläufig zurückgestellt, soll aber zeitnah nachgeholt werden.