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Endlich: Tom aus Stetten hat seinen Treppenlift - dank vieler Spender

TreppenliftTom
Tom und seine Brüder Jakob und Lukas fahren gern zusammen mit dem neuen Plattformlift die Treppe rauf und runter. © ZVW/Gaby Schneider

Ein wahrer Freudentag für Tom (11) und seine Familie: Der langersehnte Plattformlift ist endlich da, wurde eingebaut und bereits eingeweiht. So kann Tom endlich barrierefrei die Treppen im Haus überwinden und muss nicht mehr von seinen Eltern hoch- oder runtergetragen werden.

„Für Tom war es am Anfang schon ungewöhnlich und aufregend“, berichtet Mutter Viola Troester. „Jetzt ist es gut.“ Doch nicht nur bei Tom sorgt der Treppenlift für große Freude, sondern auch bei seinen Brüdern Jona (14), Jakob (5) und Lukas (3). „Die fanden das alle super.“ Alle wollten gleichzeitig: „Es gab am Anfang immer einen Riesenstreit“, erzählt Viola Troester. Meistens gehe es dabei darum, „wer die Fernbedienung halten darf, wer Tom hoch- und runterfahren und wer mitfahren darf“.

Daher musste eine Lösung her: „Jetzt habe ich’s so gemacht, dass Tom aussuchen darf, wer mitfährt“, sagt die vierfache Mutter. Dazu tippt der Elfjährige das Foto von demjenigen auf dem Tablet an, der ihn begleiten soll.

Der Plattformlift ist nicht nur eine Entlastung für die Eltern und eine Attraktion für die Brüder, sondern vergrößert auch Toms Alltagswelt. „Davor konnte Tom nie hochfahren und oben eigentlich nicht sitzen“, sagt die Mutter. Die sechsköpfige Familie wohnt in einem mehrstöckigen Reihenhaus in Stetten. Das Kinderzimmer befindet sich im Obergeschoss. Mit Hilfe des Plattformlifts kann nun auch Toms Rollstuhl oder Sitz nach oben befördert werden, so dass er es sich dort bequem machen kann.

Und das mache ihm sichtlich Spaß, wie die Mutter berichtet. „Dann ist er das erste Mal am Fenster gesessen, er wollte rausgucken – das fand ich total nett, irgendwie so cool“, sagt die Mutter, die sogar während ihrer Schwangerschaft Tom die Treppen hoch- und runtertrug. „Man merkt ihm richtig an, was das für neue Freiräume für ihn sind“, sagt sie. „Das ist eine ganz andere Perspektive für ihn.“

Tom wiegt schon 25 Kilogramm: Lift schont Kräfte der Eltern

Aufgrund einer angeborenen Gehirnfehlbildung ist Tom geistig und körperlich behindert. Er kann nicht alleine essen, sitzen oder gehen und ist auf die Hilfe seiner Mitmenschen angewiesen. Ihn durch das ganze Haus zu tragen war keine leichte Aufgabe, insbesondere für die Mutter, da der Junge mittlerweile etwa 25 Kilogramm wiegt. Das Vorhaben, das Haus mit einem Plattformlift auszustatten, kostete etwa 28.000 Euro. Viel Geld für die Familie.

Auch nach der Beteiligung der Krankenkasse, der Unterstützung der Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ und des Schnaiter Vereins „Wir für Kinder“ war zunächst noch eine Restsumme in Höhe von 12.000 Euro offengeblieben. Nachdem unsere Redaktion dann Anfang Januar über Tom und die Lift-Idee berichtet hatte, gab es viele Rückmeldungen. Der fehlende Betrag wurde innerhalb von wenigen Wochen zusammengetragen.

Verein Sternentraum richtete das Spenden-Konto ein

Für die Abwicklung der Spendengelder richtete der Backnanger Verein Sternentraum ein Konto ein. Über die Hilfsbereitschaft der Menschen sind sowohl Mutter Viola Troester als auch Vater Christian Häfner sehr erfreut und dankbar.

Neben finanzieller Unterstützung gab es auch seelischen Beistand, berichtet die Mutter. Sogar aus der Nachbarschaft seien einige Familien direkt vorbeigekommen. „Ich fand das total rührend“, sagte sie Anfang Februar unserer Redaktion, als die Summe komplett war und der Plattformlift bestellt wurde. „Es freut mich, dass da so viel Geld zusammenkam“, sagte sie.

Aber nach wie vor freue sie sich auch über den Zuspruch der Menschen. Mit einigen Unterstützern ist die Familie ihren Angaben zufolge stets in Kontakt. „Die lieben Worte haben mich sehr bewegt – das kriegt man nicht immer zu hören.“

Ein wahrer Freudentag für Tom (11) und seine Familie: Der langersehnte Plattformlift ist endlich da, wurde eingebaut und bereits eingeweiht. So kann Tom endlich barrierefrei die Treppen im Haus überwinden und muss nicht mehr von seinen Eltern hoch- oder runtergetragen werden.

„Für Tom war es am Anfang schon ungewöhnlich und aufregend“, berichtet Mutter Viola Troester. „Jetzt ist es gut.“ Doch nicht nur bei Tom sorgt der Treppenlift für große Freude, sondern auch bei seinen Brüdern

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