Kernen

Fürs Klima, gegen Müll: Neuer Verein "Nachhaltiges Kernen" sucht Mitwirkende

Nachhaltiges Kerne
Von links: Thomas Jüttemann, Noah mit Hündin Zoe, Ina Mohr und Andreas Colosi an der Yburg in Stetten bei einer Putzaktion. © Gabriel Habermann

Mitten in der Corona-Krise hat sich in Kernen ein neuer Verein gegründet. „Nachhaltiges Kernen“ verfolgt unter anderem das Ziel, Kernen bis 2035 klimaneutral zu machen. Auch sollen Gastronomen bestärkt werden, bei Essen zum Mitnehmen oder Liefern auf Mehrweg-Verpackungen zu setzen, um Müll zu reduzieren. Der Verein sucht Unterstützer und Ideengeber, die kein Mitglied werden müssen.

Ina Mohr, Thomas Jüttemann und Andreas Colosi haben Anfang März den Verein gegründet.

Aktivitäten rund um den Klimaschutz bündeln

Die Idee des Vereins ist zum einen, Aktivitäten rund um den Klimaschutz zu bündeln. Und zum anderen möchte das dreiköpfige Vorstandsteam den Interessierten eine digitale Infrastruktur und Plattform bieten. „Mit unserem Verein wollen wir Menschen motivieren, sich mit ihren Ideen und Interessen für Nachhaltigkeit in Kernen einzusetzen. Wir stellen die Infrastruktur, ihr macht. Und das beginnt ganz niederschwellig, auch ohne Mitgliedschaft im Verein“, sagt Andreas Colosi.

„Wir möchten ein kurzfristiges Engagement ermöglichen und eine Plattform bieten, um Projekte umzusetzen, um sich zu vernetzen und sich mit anderen auszutauschen“, sagt Ina Mohr. Auf diese Weise sollen auch Menschen erreicht werden, die sich in einem klassischen Verein nicht aufgehoben fühlen, sagt sie.

Die Idee stammt von Thomas Jüttemann, der vor sechs Jahren aus Rheine (NRW) nach Rommelshausen umgezogen ist. Sein Ziel sei es gewesen, sich in der neuen Heimat aktiv einzubringen. „Nachhaltige Themen wie der Klimaschutz sind die Herausforderungen unserer Generation. Die schaffen wir nur gemeinsam“, sagt er. So hat Jüttemann nach Mitstreitern gesucht, die Lust und Interesse haben, sich ihm anzuschließen, um gemeinsam Projekte vor Ort umzusetzen. „So ist die Gruppe dann nach und nach gewachsen“, sagt Ina Mohr.

Wöchentlich digitale Treffen

Auch wenn sich der Vorstand persönlich kennengelernt hat, gibt es Ausnahmen: „Es gibt tatsächlich einige, die sich seit einem halben Jahr jede Woche digital treffen und sich noch nie persönlich begegnet sind“, sagt sie – alles der Pandemie geschuldet. Um welche Inhalte geht es dabei?

„Nachhaltigkeit ist ein großer Begriff, der vieles umfasst, und da gibt es verschiedene Ansätze, wie man das vor Ort umsetzen kann“, sagt Mohr. Verschiedene Aspekte der Nachhaltigkeit behandelt der Verein in drei Gruppen: Es gibt die Arbeitsgruppen „Pro Rad“ und „Mehrweg-System“ sowie - angedockt an die bundesweite Organisation „German Zero“ - die Gruppe „Kernen Zero“.

Während "Pro Rad" sich mit der Optimierung und dem Ausbau des Radverkehrsnetzes befasst, ist die Gruppe "Mehrweg-System" im Gespräch mit Gastronomen, um in Kernen ein einheitliches Mehrwegsystem für Essensverpackungen einzuführen. Die Kunden könnten das Geschirr, das sie von einem Restaurant erhalten haben, bei dem nächsten Gastronomen abgeben. Damit dieses System funktioniert, müssen möglichst viele Gastronomen mitmachen, meint Ina Mohr.

Die Gruppe „Kernen Zero“ verfolgt das Ziel, dass die Gemeinde bis zum Jahr 2035 klimaneutral wird – von Mobilität über Industrie bis Energie. So soll die Verpflichtung aus dem Pariser Weltklimaabkommen von 2015 eingehalten werden, um die Erderhitzung möglichst bei unter 1,5 Grad zusätzlich zu halten. „Es ist wichtig, sich dieses Ziel zu setzen“, sagt Ina Mohr. „Ich glaube ganz fest daran, dass wir jetzt Schritte unternehmen müssen, um das Ziel zu erreichen.“

Mitten in der Corona-Krise hat sich in Kernen ein neuer Verein gegründet. „Nachhaltiges Kernen“ verfolgt unter anderem das Ziel, Kernen bis 2035 klimaneutral zu machen. Auch sollen Gastronomen bestärkt werden, bei Essen zum Mitnehmen oder Liefern auf Mehrweg-Verpackungen zu setzen, um Müll zu reduzieren. Der Verein sucht Unterstützer und Ideengeber, die kein Mitglied werden müssen.

Ina Mohr, Thomas Jüttemann und Andreas Colosi haben Anfang März den Verein

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