Kernen

Fairteiler Kernen hat neue Räume und kann wieder Lebensmittel retten

Fairteiler
Von links: Die Lebensmittelretter Stephanie Lieb, Christine Weidner-Wahler und Dirk Schäfer am neuen Standort des Fairteilers. © Gabriel Habermann

Gute Nachrichten für Lebensmittelretter in Kernen: In Rommelshausen gibt es bald wieder einen Fairteiler der bundesweiten Aktion „Foodsharing“, die sich gegen die Lebensmittelverschwendung richtet. Dort sollen wieder etwa Brote, Obst und Gemüse, die sonst weggeworfen worden wären, eine zweite Chance erhalten und vor der Mülltonne bewahrt werden.

Nach dem Abbruch des Pavillons In den Kirchgärten, in dem der Fairteiler zuerst untergebracht war, hatten sich die Kernener Lebensmittelretter auf die Suche begeben. „Das Team hat sich bemüht, neue Räume zu finden“, sagt Stephanie Lieb. Sie ist gemeinsam mit Christine Weidner-Wahler und Britta Fischer ehrenamtlich für den Fairteiler in Kernen zuständig.

Räumlichkeit wird angestrichen

Zum Ende des Jahres 2022 erreichte die Gruppe eine erfreuliche Nachricht aus dem Rathaus. „Im Dezember haben wir erfahren, dass wir Räume von der Gemeinde bekommen“, sagt die Lebensmittelretterin, während sie gemeinsam mit Christine Weidner-Wahler die Wände des denkmalgeschützten Gebäudes in der Stettener Straße 5 mit frischer weißer Farbe streicht.

Die Renovierung führen sie mit eigenen Mitteln durch. Deshalb versuchten sie „mit wenig finanziellem Aufwand“ den Fairteiler fertigzustellen, so Stephanie Lieb. So baute sie eigenen Angaben zufolge aus dem Gestell vom Schreibtisch ihres Mannes und den Teilen vom Bett ihres Sohnes „kurzerhand einen tollen stabilen Tisch“. Werkstolz präsentiert sie den schwarzen Tisch, der bereits im Fairteiler am neuen Standort seinen Platz eingenommen hat. Stück für Stück soll das Untergeschoss des gemeindeeigenen Gebäudes aufgehübscht und eingerichtet werden.

„Wir möchten baldmöglichst eröffnen“

Wann der Betrieb in den neuen Räumlichkeiten aufgenommen werden kann, steht derzeit noch nicht fest. „Wir möchten baldmöglichst eröffnen“, sagt Dirk Schäfer, der sich ehrenamtlich bei der Aktion „Foodsharing“ im Rems-Murr-Kreis engagiert und für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Doch zunächst müssen von der Gemeinde Kernen Elektroarbeiten in dem Raum vorgenommen und mögliche versicherungstechnische Fragen geklärt werden. Für den Elektroanschluss sei derzeit der März in den Raum gestellt worden, so Dirk Schäfer. Notfalls würden sie zunächst ohne Elektrik starten. Wenn der Strom dann fließt, dann können auch die beiden Kühlschränke, die zuvor im Pavillon standen, aufgestellt und angeschlossen werden.

Nur Nahrungsmittel, die noch zum Verzehr geeignet sind

Die Regeln, die davor im Fairteiler galten, sollen beibehalten werden: In den Fairteiler kommen nur Nahrungsmittel, die noch zum Verzehr geeignet sind. Zubereitete oder schnell verderbliche Speisen wie Hackfleisch, Eier sowie geöffnete und angebrochene Packungen haben dort nichts verloren. Zugreifen, für den Eigenbedarf, ist ausdrücklich erwünscht, Horten oder Hamstern natürlich nicht. Der Fairteiler werde vielerorts bisher sehr gut angenommen, berichtet Dirk Schäfer. Möglicherweise spielen dabei die Inflation und die steigenden Lebensmittelkosten eine entscheidende Rolle.

Generell möchte die Aktion Foodsharing auf die Lebensmittelverschwendung öffentlich aufmerksam machen und versucht, in der Bevölkerung ein Bewusstsein für das Problem zu schaffen. Außerdem wünscht sie sich noch weitere Unterstützung in Zukunft. „Es wäre schön, wenn lokale Betriebe mitmachen würden“, sagt Dirk Schäfer.

Weitere Informationen gibt’s auf der Internetseite unter foodsharing.de.

Gute Nachrichten für Lebensmittelretter in Kernen: In Rommelshausen gibt es bald wieder einen Fairteiler der bundesweiten Aktion „Foodsharing“, die sich gegen die Lebensmittelverschwendung richtet. Dort sollen wieder etwa Brote, Obst und Gemüse, die sonst weggeworfen worden wären, eine zweite Chance erhalten und vor der Mülltonne bewahrt werden.

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Nach dem Abbruch des Pavillons In den Kirchgärten, in dem der Fairteiler zuerst untergebracht war, hatten sich die Kernener

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