Kernen

Gefährlicher S-Bahn-Halt: Bahn plant Barrierefreiheit

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Stolperfalle am Bahnhof Rommelshausen: Schon mehrmals ist es hier zu Unfällen gekommen. © Ramona Adolf

Kernen/Weinstadt.
Stürze am S-Bahn-Haltepunkt Rommelshausen sollen ein Ende haben. Für die Station Rommelshausen habe die Deutsche Bahn nun mit der Planung der Erhöhung der Bahnsteige begonnen, so Sven Hantel, der Konzernbevollmächtigte der DB für das Land Baden-Württemberg, an den FDP-Landtagsabgeordneten Jochen Haußmann. Mehr noch: Rommelshausen solle der DB als Pilotstandort für die Entschärfung der Bahnsteige anderswo im Land dienen. So weit die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht: Der Bahnhof Stetten-Beinstein steht auf der Prioritätenliste aktuell auf Platz 7. Haußmann lässt über seinen Pressesprecher mitteilen, da werde wohl noch etwas Druck beim Verband Region Stuttgart und bei der Bahn notwendig sein.

Harsche Kritik von Jochen Haußmann

Der Verband Region Stuttgart spielt eine wichtige Rolle. Sven Hantel reagierte auf die harsche Kritik von Jochen Haußmann am langsamen Vorgehen der Bahn mit Verweis auf die notwendige Abstimmung mit dem Verband Region Stuttgart. „Gemeinsam mit dem Verband Region Stuttgart haben wir für den Ausbau eine Prioritätenliste abgestimmt. Entscheidende Parameter waren dabei die Reisendenzahl und die Kurvenlage der Bahnsteige. Inzwischen ist auch die Untersuchung durch die DB Systemtechnik positiv abgeschlossen.“

Komplett- oder Teilerhöhung?

Mit der Planung sei inzwischen begonnen worden. Dabei werde geprüft, ob der Bahnsteig in Rommelshausen komplett erhöht wird oder eine teilweise Erhöhung reicht und diese Kosten spart. Was besser ist, soll am Jahresende feststehen. Hantel: „Der Abschluss der Leistungsphase 1 und 2 ist für das 4. Quartal 2017 vorgesehen.“ Voll- oder Teilerhöhung? Für eine Vollerhöhung werden laut Verband Region Stuttgart die Kosten aktuell auf 3,4 Millionen Euro geschätzt.

Für Stetten-Beinstein keine Aussage über Realisierungszeitraum möglich

Zur Frage, wann sich was in Stetten-Beinstein tut, schreibt Sven Hantel hingegen: „Leider ist zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Aussage über den Realisierungszeitraum der Maßnahme am Bahnhof Stetten-Beinstein möglich.“ Der Satz ist für Jochen Haußmann „unbefriedigend“. In der Schlüsselrolle für die von Haußmann angestrebte rasche Lösung ist jetzt der Verband Region Stuttgart. Fraktionsvorsitzender Kai Buschmann und die Rems-Murr-Regionalrätin Gudrun Wilhelm hätten zugesagt, dass die FDP-Regionalfraktion einen Antrag einbringen werde, um die notwendigen Mittel für 2018 bereitzustellen, teilt Haußmann mit.