Kernen

Gemeinsam aufwärmen: Die Wärmestuben in Kernen haben jetzt geöffnet

Energiesparen
Wer zu Hause die Heizung heruntergedreht hat, kann sich dort aufwärmen (Symbolfoto). © Gaby Schneider

Egal, ob jemand sich die Heizkosten wirklich nicht leisten kann diesen Winter oder ob die Heizung aus reinen Energiespargründen zurückgedreht wurde: In Kernen gibt es seit dieser Woche in den Räumen beim Christusbund Rommelshausen und bei der katholischen Kirche in Stetten Winterräume, die dreimal die Woche für alle Frierenden zum Treffpunkt werden sollen. Koordiniert wird das Angebot von der Gemeinde, der Seniorenrat Kernen betreut die Wärmestuben.

Angebot der Wärmestuben muss erst anlaufen

Am Montag, 9. Januar, hatte der Winterraum beim Christusbund in Rommelshausen das erste Mal geöffnet. Bürgermeister Benedikt Paulowitsch schaute vorbei, um zu sehen, wie das Angebot am ersten Tag anläuft - noch ist keiner gekommen. Der Bürgermeister ist trotzdem optimistisch, dass sich das noch ändern wird. Allerdings sei es diese Woche ja noch recht mild. Und wahrscheinlich wisse noch kaum jemand in Kernen, dass es das Angebot gibt. Die Ankündigung im Mitteilungsblatt steht noch an, Benedikt Paulowitsch hat dazu zwar auf den Internetplattformen Instagram und Facebook etwas gepostet. Aber soziale Medien seien nun mal nicht jedermanns Sache.

Die Wärmestuben sind schon seit einer ganzen Weile in Planung gewesen. „Schon im Sommer hat sich abgezeichnet, dass die Energiekrise auch die Privathaushalte hart treffen würde“, so Paulowitsch. Damals schon habe die Gemeinde erste Gespräche mit Akteuren wie zum Beispiel den Kirchengemeinden geführt.

VdK-Sozialverband vermeldet hohen Beratungsbedarf 

Man habe vereinbart, zu beobachten, ob es bei einigen Leuten finanziell wirklich so eng wird wie befürchtet. Zwar sei niemand direkt auf sie zugekommen und habe nach so einem Angebot gefragt, der Beratungsbedarf beim VdK-Sozialverband sei aber stark angestiegen und der VdK habe zurückgemeldet, dass es einigen gerade finanziell wirklich nicht so gut gehe, erklärt der Bürgermeister.

Die Winterräume sollen ein niederschwelliges Angebot für eine möglichst breite Gruppe sein, sie seien ausdrücklich für alle Kernener gedacht. Der Bürgermeister misst den Wärmestuben eine doppelte Bedeutung zu: Zum einen sollen sie alle Bürger beim Energiesparen unterstützen. „Da ist jeder willkommen“, betont er. Auch könnten Kinder hier zum Beispiel ihre Hausaufgaben machen. Es gebe vor Ort sogar Spielmöglichkeiten. Außerdem hoffe die Gemeinde, mit den beiden Räumen einen neuen Treffpunkt zu schaffen für alle, die sich einfach mal unterhalten wollen.

Keiner soll sich deswegen schämen

Benedikt Paulowitsch hofft, dass die Winterräume in den kommenden Wochen noch an Popularität gewinnen und mehr Menschen herfinden. Die Gemeinde hofft, dass gerade diejenigen, die von den Wärmestuben am meisten profitieren würden, nicht aus falscher Scham davor zurückschrecken, das Angebot wahrzunehmen.

„Da muss man sich gar nicht schämen“, appelliert der Bürgermeister. Auch Gutverdiener seien schließlich herzlich dazu eingeladen, sich hier aufzuwärmen, wenn sie bei sich zu Hause dafür zum Energiesparen beitragen.

Egal, ob jemand sich die Heizkosten wirklich nicht leisten kann diesen Winter oder ob die Heizung aus reinen Energiespargründen zurückgedreht wurde: In Kernen gibt es seit dieser Woche in den Räumen beim Christusbund Rommelshausen und bei der katholischen Kirche in Stetten Winterräume, die dreimal die Woche für alle Frierenden zum Treffpunkt werden sollen. Koordiniert wird das Angebot von der Gemeinde, der Seniorenrat Kernen betreut die Wärmestuben.

Angebot der Wärmestuben muss erst

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