Kernen

Gibt es bald Photovoltaik- und Windkraftanlagen auf freien Flächen in Kernen?

Freiflächenanlagen Photovoltaik
Freiflächen-Photovoltaik (FFPV) zwischen Nellmersbach und Hertmannsweiler. © ZVW/Alexandra Palmizi

Für die Realisierung der Klimaschutzziele hat der Verband Region Stuttgart freie Flächen in Rommelshausen und Stetten unter die Lupe genommen und nach deren Eignung für die Installation von Freiflächen-Photovoltaik- und Windkraftanlagen bewertet. Das Land Baden-Württemberg möchte zwei Prozent der Landesfläche für erneuerbare Energien nutzen, so steht es im Klimaschutzgesetz. Die Gemeinde hatte die Möglichkeit, auf die Einschätzung des Verbands zu reagieren – und ist nicht bei allen Flächen der gleichen Meinung.

Bürgermeister Benedikt Paulowitsch: Keine Planung, nur Stellungnahme

Bürgermeister Benedikt Paulowitsch betont, dass die Bewertung der Flächen keine detaillierte Planung darstelle. Es handele sich dabei lediglich um Stellungnahmen zu den Untersuchungen des Verbands. Die Verwaltung der Gemeinde, allen voran Stadtplaner Valentin Döring vom Bauamt, hat insgesamt zwölf vorgeschlagene Flächen in Rommelshausen und Stetten begutachtet und nach einem Ampelsystem bewertet.

Dabei spielten vor allem topografische Merkmale eine Rolle, wie an folgenden Beispielen zu erkennen ist: Der Bereich Halden/Reutenäcker wurde vom Verband vorgeschlagen, habe jedoch überwiegend eine Nordausrichtung und kann daher von der Verwaltung als ungeeignet angesehen werden. Darüber hinaus wird ein Teil als Streuobstwiese genutzt. Die Hangweide hingegen ist eine Ebene mit geringem Gefälle und wird daher als „sehr gut“ gekennzeichnet.

Die Stellungnahmen gehen nun raus an den Verband Region Stuttgart und sollen bei der Erfassung der Potenziale in der Region helfen. Eine Bebauung geht damit jedoch noch lange nicht einher. Bürgermeister Benedikt Paulowitsch betont, dass sein Fokus auf der Installation von Photovoltaik-Anlagen (PV) auf Dächern liege.

Photovoltaik: Zuerst die Dächer, dann freie Flächen

Die Betrachtung von Freiflächen-Photovoltaik (FFPV) sei schon mehrere Schritte vorausgedacht, bestätigt Bauamtsleiter Peter Mauch. Die Gemeinde fokussiere sich zuerst auf Möglichkeiten, die leichter umzusetzen sind. „Es gibt Anfang 2023 eine Vorstellung der PV-Dachanalyse im Gemeinderat“, so der Bürgermeister. Über die Installation der Anlagen auf Dächern in Kernen soll „so viel PV so schnell wie möglich“ in die Gemeinde gebracht werden. Um Freiflächen-Photovoltaik komme die Kommune früher oder später jedoch nicht herum: Egal wie viele Dächer mit PV-Anlagen bebaut werden, die Anlagen werden laut Verwaltung nicht zu den zwei Prozent Landesfläche, die für erneuerbare Energien zur Verfügung gestellt werden sollen, hinzugezählt. Wann die FFPV-Bebauung starten soll, ist jedoch noch nicht bekannt.

Für die Realisierung der Klimaschutzziele hat der Verband Region Stuttgart freie Flächen in Rommelshausen und Stetten unter die Lupe genommen und nach deren Eignung für die Installation von Freiflächen-Photovoltaik- und Windkraftanlagen bewertet. Das Land Baden-Württemberg möchte zwei Prozent der Landesfläche für erneuerbare Energien nutzen, so steht es im Klimaschutzgesetz. Die Gemeinde hatte die Möglichkeit, auf die Einschätzung des Verbands zu reagieren – und ist nicht bei allen Flächen

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