Kernen

Holi-Fest wird zum Wasserfest

Farbenfestival
Ausgelassener Spaß am Planschbecken. © ZVW/Alexandra Palmizi

Kernen-Rommelshausen. Nachdem das vom Rommelshausener Jugendhaus K7 angekündigte Holi-Farbenfestival kurzfristig abgesagt werden musste, wurde die Veranstaltung kurzerhand zu einem Wasserfestival. Abkühlen statt Farben versprühen nach indischem Brauch.

Dennoch: „Es ist alles sehr blöd gelaufen. Dadurch, dass wir keinen Notarzt gefunden haben, der bei einem Farbenfestival anwesend sein sollte, musste es leider abgesagt werden. Auf die Schnelle haben wir dann versucht, ein kleines Wasserfestival auf die Beine zu stellen. Vielleicht sind wegen der Änderung nicht so viele erschienen“, erläuterte Kristina Bredow, Sozialarbeiterin des Jugendreferats Kernen. Konkurrenz gab’s wohl auch durch das Altstadtfest.

"Besser als im Freibad"

Ein Problem mit der kurzfristigen Änderung hatte Lara Großmann aus Stetten nicht. „Ich finde es natürlich schon schade, dass das Farbenfestival nicht zustande gekommen ist, aber wir haben auch so richtig viel Spaß. Besser als im Freibad ist es auf jeden Fall“, sagte sie. Die Schülerin und ihre Freunde sind regelmäßig im Jugendhaus und lassen sich keine Veranstaltung des Jugendreferats entgehen. „Wir sind wirklich bei fast jeder Veranstaltung dabei, es macht immer so viel Spaß, vor allem weil man sich mittlerweile untereinander kennt.“

Auch ihr Freund Dorian Werner störte sich nicht an den ausbleibenden Gästen, ganz im Gegenteil: Er genoss das Fest in vollen Zügen, was sich auch an seiner wasserdurchtränkten Kleidung bemerkbar machte. „Wir können uns jetzt richtig austoben, besser geht es doch gar nicht. Im Freibad wäre es heute wahrscheinlich komplett überfüllt.“

Dass trotz der wenigen Besucher gute Stimmung herrschte, dafür sorgten neben dem Heilbronner DJ Todt Toretto, die drei Rapper Leito, Cocodrilo und Don Pantolon. Kristina Bredow erläuterte: „Die drei gehören zum Jugendhaus und freuen sich über jede Möglichkeit aufzutreten, auch wenn es nur vor einem kleinen Publikum ist.“

Enttäuschungen gab es aber auch: Drei Schülerinnen der Rumold-Realschule wollten an diesem Tag mit dem Verkauf von Hot Dogs ihre SMV-Kasse aufbessern. Und eine Gruppe von Freundinnen ist extra aus Stuttgart gekommen - aber wegen des Farbenfestivals. „Das nächste Mal gehen wir lieber ins Freibad“, bedauerten sie.