Kernen

Hubschrauber wirft Kalk über Bäumen ab: In Kernen wird der Wald gesperrt

Bodenschutzkalkung
Symbolfoto: Bodenschutzkalkung mit dem Helikopter, hier in der Nähe von Urbach. © ZVW/ALEXANDRA PALMIZI

In Kernen sowie weiteren Gemeinden wird der Waldboden im September und Oktober per Hubschrauber mit Kalk versorgt. Für diesen Vorgang müssen Waldabschnitte streckenweise gesperrt werden, so dass die Kalkmischung im Wald verteilt werden kann. Das Forstamt weist darauf hin, abgesperrte Wegabschnitte zu beachten und von einer Begehung abzusehen. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Mit dem Einsatz von Kalk wird einer Versäuerung des Bodens entgegengewirkt

Die Bodenkalkung habe vor allem ein Ziel: den Wald fit für den Klimawandel zu machen. Durch die Anwendung von Kalk werde einer Versäuerung des Bodens vorgebeugt - so könne der Wald weiterhin als natürlicher Wasserfilter für sauberes Grundwasser dienen. Zudem verbessere die Kalkung die Vielfalt und Häufigkeit von Bodenlebewesen.

Wie das Kreisforstamt in Backnang mitteilt, werden die Bodenschutzkalkungen im September und Oktober in den Gemeindewäldern von Kernen (ganzer Wald) und Alfdorf, im Stadtwald Fellbach (ganzer Wald) sowie in einigen Privatwäldern auf Gemarkung Alfdorf (westlich des Schölleshofs und Waldflächen rund um den Maierhof/Haselbach) durchgeführt.

Je nach Wetterlage nehmen die Maßnahmen in Kernen, Fellbach sowie in Alfdorf jeweils rund zwei Wochen in Anspruch, einen genauen Zeitraum wird das Landratsamt Rems-Murr-Kreis nach eigenen Angaben sobald wie möglich bekanntgeben.

Für die Dauer dieser Maßnahme werden die Waldwege laut Mitteilung in den entsprechenden Gebieten abgesperrt. Zudem ist aufgrund der Materialanlieferungen mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen durch Lkw zu rechnen. Forstdezernent Gerd Holzwarth warnt Spazierende: „Gelegentlich können auch Klumpen verbackenen Kalkstaubs aus dem Streukübel des Helikopters herabfallen. Der Wald wird auch sehr staubig sein. Bitte beachten Sie die Sperrhinweise und warten Sie einen Regenschauer ab, der den Kalkstaub dann in den Boden spült.“

Baden-Württemberg setzt der Mitteilung zufolge für die Bodenschutzkalkung seit rund zehn Jahren Gemische aus Dolomitgesteinsmehl, Holzasche und Wasser ein. Dabei kommt ein Spezialhubschrauber zum Einsatz. Eine gesundheitliche Gefährdung für Menschen durch das Kalkmaterial besteht laut dem Forstamt nicht.

In Kernen sowie weiteren Gemeinden wird der Waldboden im September und Oktober per Hubschrauber mit Kalk versorgt. Für diesen Vorgang müssen Waldabschnitte streckenweise gesperrt werden, so dass die Kalkmischung im Wald verteilt werden kann. Das Forstamt weist darauf hin, abgesperrte Wegabschnitte zu beachten und von einer Begehung abzusehen. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Mit dem Einsatz von Kalk wird einer Versäuerung des Bodens entgegengewirkt

Die Bodenkalkung

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