Kernen

„Ich bin bereit und ich habe Lust“: Heike Santamaria folgt auf Charlotte Fock

OGL-Gemeinderätin
Neues Gesicht im Gemeinderat: Die 43-jährige Heike Santamaria arbeitet seit 25 Jahren bei der Diakonie Stetten. © ALEXANDRA PALMIZI

Mit einem Einzug in den Gemeinderat rechnete Heike Santamaria eigentlich gar nicht mehr, sagt sie im Gespräch mit unserer Redaktion. Die 43-Jährige landete damals bei der Kommunalwahl 2019 auf Platz 7 auf der Liste der Nachrücker. Weil es innerhalb der Fraktion Offene Grüne Liste (OGL) viel Wechsel gab, rückte sie jedes Mal nach. Nun ist Heike Santamaria auf Charlotte Fock ins Gremium gefolgt.

Genau wie ihre Vorgängerin ist das neue Gesicht im Kernener Gemeinderat gelernte Heilerziehungspflegerin. Angefangen mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr, arbeitet die 43-Jährige inzwischen seit 25 Jahren bei der Diakonie Stetten.

Inklusion ist ein Gewinn für alle

An der Torwiesenschule in Stuttgart der Diakonie betreut sie mit ihren Kollegen in der inklusiven Hortgruppe 70 Schüler, neun davon mit einer Behinderung. „Es ist eine tolle Sache“, sagt die Gemeinderätin über das Konzept. Sie findet, dass der Austausch von Kindern mit und ohne Behinderung „ein Gewinn für alle“ sei. „Da entsteht eine neue Generation“, sagt sie. „Kinder lernen, miteinander anders umzugehen.“ Zuvor arbeitete Heike Santamaria 13 Jahre lang in einer Wohngruppe für Menschen mit Behinderung.

„Die Diakonie war früher ein Ort im Ort“

Für die OGL-Gemeinderätin ist Inklusion nicht nur auf der Arbeit „ein großes Thema“, sondern grundsätzlich im Alltag. „Die Diakonie war früher ein Ort im Ort“, sagt sie und erinnert an das Diakonie-Dorf Hangweide, in dem Menschen mit Handicap jahrelang größtenteils unter sich gelebt haben.

Behinderung ist normal

Heike Santamaria wünscht sich für Menschen mit Behinderung generell mehr Akzeptanz in der Gesellschaft. Dass eine Person geistig oder körperlich beeinträchtigt sei, solle „zur Normalität gehören“, sagt sie und „nichts Besonderes sein, wenn man einen Menschen mit Behinderung sieht“. Die Sorgen und Nöte von betroffenen Personen kennt sie als ehemalige Heimbeirätin in der Diakonie sehr gut. „Ich fand es sehr spannend, den Leuten zuzuhören“, sagt sie.

Dass es inzwischen inklusive Angebote in Kernen gibt, etwa eine heilpädagogisch-inklusive Gruppe im Kindergarten Pezzettino, begrüßt sie sehr.

Grundsätzlich passiere einiges im Hinblick auf die Teilhabe in Kernen, „aber das kann mehr und mehr werden“, findet Heike Santamaria. Auch erinnert die Gemeinderätin daran, dass Rollstuhlfahrer und Menschen, die auf Gehhilfen, wie beispielsweise Rollatoren, angewiesen sind, noch vor einiger Zeit in Kernen nicht alleine in den Bus einsteigen konnten. Denn ein barrierefreier Zustieg war nicht vorhanden, bis die Bushaltestellen umgestaltet wurden.

Heike Santamaria kommt aus Kleinheppach, aber bezeichnet sich als Kernenerin. „Ich habe beide Ortsteile kennengelernt“, sagt die 43-Jährige. „Mir geht es gut in Stetten, mir geht es gut in Rommelshausen – mit der Natur drum herum.“

Auch schätze sie es sehr, dass in der Gemeinde Zukunftsthemen wie Klimaschutz immer mehr eine bedeutende Rolle spielen. „Dass unser Bürgermeister jung ist, tut der Gemeinde gut“, findet sie.

Auf ihre Zeit im Gemeinderat freut sich Heike Santamaria und ist sehr motiviert: „Ich bin bereit und ich habe Lust“, sagt sie. „Hinter die Kulissen zu schauen, das ist wahnsinnig spannend.“

Mit einem Einzug in den Gemeinderat rechnete Heike Santamaria eigentlich gar nicht mehr, sagt sie im Gespräch mit unserer Redaktion. Die 43-Jährige landete damals bei der Kommunalwahl 2019 auf Platz 7 auf der Liste der Nachrücker. Weil es innerhalb der Fraktion Offene Grüne Liste (OGL) viel Wechsel gab, rückte sie jedes Mal nach. Nun ist Heike Santamaria auf Charlotte Fock ins Gremium gefolgt.

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Genau wie ihre Vorgängerin ist das neue Gesicht im Kernener Gemeinderat gelernte

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