Kernen

In Kernen werden aus Keksen Kunstwerke

Insta Bäckerin
Nicht nur an Weihnachten: In der Küche der Kernenerin Silke Fröhlich (48) gibt es immer selbst gebackenes Gebäck, das sie mit der „Royal Icing“-Methode (dt. Eiweißspritzglasur) verziert. © Benjamin Büttner

Backen ist für Silke Fröhlich „Entspannung, Hobby, Liebe“, wie sie selber sagt. „Es wurde mir von meiner Mutter in die Wiege gelegt.“ Die 48-Jährige arbeitet als Verwaltungsangestellte beim Kernener Betriebshof. Sie hat ein Faible fürs Backen – vielmehr fürs Verzieren. In ihrer Freizeit backt und dekoriert sie gerne Torten und Kekse. Unseren Lesern verrät Sie eines ihrer Lieblingsrezepte.

Statt Eiweiß verwendet sie Eiweißpulver

Zum Einsatz kommt bei der leidenschaftlichen Hobbybäckerin die „Royal Icing“-Methode, was übersetzt so viel wie „königliche Zuckerglasur“ bedeutet und ursprünglich aus dem englischen Königshaus kommt. Bekannt ist diese Technik in Deutschland auch unter dem Namen Eiweißspritzglasur. Die Glasur wird aus Puderzucker und frischem Eiweiß zubereitet. Allerdings verwendet Silke Fröhlich wegen Salmollengefahr kein Eiweiß, sondern Eiweißpulver.

Alles begann vor etwa sechs Jahren

Wann hat sie dieses Hobby für sich entdeckt? Vor etwa sechs Jahren, sagt sie. Sie war auf der Suche nach einem Geschenk für einen Freund, der seinen 40. Geburtstag feiern wollte. Silke Fröhlich kam auf die Idee, eine Motivtorte zu backen – und zwar passend zum Motto „Mallorca“.

"Die Palme brachte mich auf die Palme"

Silke Fröhlich fuhr einkaufen, deckte sich mit den erforderlichen Zutaten und Utensilien ein und legte zu Hause los. Doch, nicht alles lief nach Plan. Denn was darf auf einer Mallorca-Torte nicht fehlen? Eine Palme. Und genau die stellte Silke Fröhlich vor eine Geduldsprobe. „Die Palme brachte mich auf die Palme“, sagt die Hobbybäckerin und lacht. Ihrer Meinung nach war das Ergebnis im Rückblick „eine Katastrophe“. Doch entgegen ihrer eigenen Wahrnehmung sei die Torte beim Geburtstagskind sehr gut angekommen.

Also warf Silke Fröhlich nicht das Handtuch, sondern wagte sich an weitere Torten mit verschiedenen Motiven. „Dann hat mich der Ehrgeiz gepackt“, sagt sie. Da sie sehr experimentierfreudig sei, habe sie irgendwann auch das Verzieren und Dekorieren von Keksen für sich entdeckt: „Das Keks-Design-Fieber hat mich erwischt.“

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt

In der Küche der 48-Jährigen sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. An machen Tagen verliere sie sich so sehr in ihrer Arbeit, dass das Hobby in der Küche die Überhand nehme. „Manchmal ist der Esstisch so voll, dass wir woanders essen müssen“, sagt sie. Was sagen ihr Mann und ihr 18-jähriger Sohn zu ihrem „Keks-Fieber“? „Die finden es auch toll“, sagt sie und fügt hinzu: „Ich glaube, die sind stolz auf mich.“

Als ihr Sohn sich zu seinem 18. Geburtstag eine Torte gewünscht hat, gab es auch eine Überraschung von der Mama: Sie platzierte in der Torte eine ausziehbare Geldrolle. Auch der Rest der Familie hat mittlerweile Freude daran, Kekse zu verzieren. „Mein Vater ist 81, meine jüngste Nichte ist sieben, das macht allen Spaß“, sagt sie. Vor der Pandemie haben sie sich versammelt, um gemeinsam zu backen. „Die sind alle begeistert gewesen.“

Deshalb hat sie auch eine tolle Idee für die Kleinen in Zeiten von Corona entwickelt: Sie verschickt per Post selbst gebackene Kekse mit Motiven drauf, die mit Lebensmittelfarbe ausgemalt werden können.

Back-Wettbewerbe wurden coronabedingt abgesagt

Doch nicht nur für Familie, Freunde und Bekannte backt Silke Fröhlich gerne – sie nimmt sogar an Wettbewerben teil. Zweimal wurde sie schon für ihre Back-Künste ausgezeichnet, einmal ging’s um das Thema „Faschingsparty“, einmal eine „Babyparty“. Gerne hätte sie dieses Jahr einen weiteren Preis nach Kernen geholt. Doch die Back-Wettbewerbe in Dortmund und Saarbrücken, zu denen sie sich angemeldet hatte, wurden coronabedingt abgesagt.

"Ich habe einen ganzen Schrank voller Ausstechformen"

Insbesondere, wenn sie mit neuen Designs beschäftigt ist, muss Silke Fröhlich alles, was sie dafür braucht, griffbereit haben. Deshalb lagert bei ihr zu Hause eine riesengroße Vielfalt an Materialien und Zutaten. In transparenten Boxen bewahrt Fröhlich Zuckerperlen, Streusel und viele weitere Mittel zur Dekoration auf. Es ist allerdings nur die Spitze des Eisbergs. „Ich habe einen ganzen Schrank voller Ausstechformen“, sagt sie.

Für alles, was sie nicht von Hand machen kann, hat sie sich einen Lebensmitteldrucker angeschafft. Und auch ein 3-D-Drucker kommt bei der Hobbybäckerin zum Einsatz, damit kann sie beispielsweise spezielle Ausstechformen kreieren.

„Du kannst aus einfachen Mitteln etwas Grandioses zaubern“

Unabhängig davon, ob man zu Hause einen Lebensmitteldrucker hat oder nicht: Silke Fröhlich findet, dass Backen die beste Möglichkeit ist, etwas Individuelles und Persönliches zu gestalten und es zu verschenken. Wer nicht weiß, was er seinen Liebsten schenken soll, kann sich an die Devise der Kernenerin halten: „Du kannst aus einfachen Mitteln etwas Grandioses zaubern.“

Kekstante Silke

Auf der Fotoplattform Instagram ist Silke Fröhlich unter dem Namen „kekstantesilke“ zu finden. Dort veröffentlicht sie ihr Gebäck, das ihr am meisten gefallen hat. Weitere Infos gibt’s per E-Mail an kekstante@gmx.de.

Backen ist für Silke Fröhlich „Entspannung, Hobby, Liebe“, wie sie selber sagt. „Es wurde mir von meiner Mutter in die Wiege gelegt.“ Die 48-Jährige arbeitet als Verwaltungsangestellte beim Kernener Betriebshof. Sie hat ein Faible fürs Backen – vielmehr fürs Verzieren. In ihrer Freizeit backt und dekoriert sie gerne Torten und Kekse. Unseren Lesern verrät Sie eines ihrer Lieblingsrezepte.

Statt Eiweiß verwendet sie Eiweißpulver

Zum Einsatz kommt bei der leidenschaftlichen

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