Kernen

Kein Scherz: Rosenkohl-Schokolade aus Kernen

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In der „Roko-Schoko“, einer Praline aus dem Hause Reimann, ist tatsächlich Kernener Rosenkohl verarbeitet. © Marcel Baars

Kernen.
Im Internet kursieren ja bereits die dollsten Schoko-Ideen: Täuschend echt wirken die Fotomontagen der quadratischen Tafeln mit den Geschmacksrichtungen Mett, Bier oder Maultaschen. Nun hat sich der Kernener Kümmerer Marcel Baars eine eigene Kreation einfallen lassen: Rosenkohlschokolade, kurz „Roko-Schoko“. Der Unterschied zu den Jux-Bildern aus dem Netz: Die Pralinen gibt es wirklich.

Beim 100. Landwirtschaftlichen Hauptfest in Stuttgart am kommenden Sonntag auf dem Cannstatter Wasen stellt die Gemeinde die grünen Schoko-Kügelchen vor. Konditoren aus dem Hause Reimann haben sie kreiert und produziert. Probiert werden können sie von 9 bis 18 Uhr am Stand des Rems-Murr-Kreises (Nummer 100). Ohne hundertprozentig ausgeschlossen zu haben, dass schon früher jemand auf den Gedanken gekommen ist, Rosenkohl in Schokolade zu verarbeiten, gehen die Kernener davon aus, eine Weltneuheit zu präsentieren.

Wie kommt’s dazu? Kernen gehört zu den fünf größten Anbaugemeinden in Deutschland für das Wintergemüse, im lehmigen Boden bei Rommelshausen gedeiht es ideal. Ähnlich wie die Filderstädter ihr Kraut feiern, möchte Kernen verstärkt „sein“ Gemüse, den Rosenkohl, zum Markenzeichen ausbauen.

„Die schmeckt tatsächlich“

So schwebt es dem Marketing-Experten Marcel Baars vor, der dafür auf Unterstützung aus dem Rathaus zählen darf. Die erste Rosenkohl-Hocketse unter dem Namen „Rokoko“ (kurz für: Rosenkohl kochen) im November vergangenen Jahres kam prächtig an. Auch in diesem Jahr soll die Hocketse vor und im Bürgerhaus stattfinden. Termin ist der 4. November. Dort wird es die Pralinen zum ersten Mal zu kaufen geben.

„Die schmecken tatsächlich“, sagt einer, der es wissen muss: Konditormeister Helgo Stürze und sein Team in der Konditorei Emil Reiman haben die Pralinen auf eine Anregung Marcel Baars hin kreiert und dabei offenbar eine Menge Spaß gehabt. „Für eine Praline ist die Rosenkohlform eigentlich voll passend“, findet Stürze. Ursprünglich war geplant, einer Schoko-Praline einen grünen Anstrich zu verpassen und den Rosenkohl-Anteil auf die Optik zu beschränken. Das war den Konditoren aber zu wenig: Sie verarbeiteten tatsächlich kleine Portionen gekochten Rosenkohls in der Ganache aus Karamell, Sahne und Schokolade. „Wenn man’s weiß, schmeckt man’s auch raus“, sagt Konditor Stürze und lacht.