Kernen

Kernen: CO2-Ampeln sollen in Schulen und Kitas die Corona-Ansteckungsgefahr reduzieren

Klassenzimmer lüften
Lüften ist in der Corona-Zeit besonders wichtig. © ALEXANDRA PALMIZI

Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, spielt neben den AHA-Regeln – also Abstand wahren, auf Hygiene achten und eine Alltagsmaske tragen – auch das regelmäßige Lüften eine große Rolle. Denn insbesondere in voll besetzten Klassenräumen oder Spielräumen in Kindergärten ist die Gefahr einer Corona-Ansteckung groß, weshalb regelmäßig gelüftet werden soll. Denn: Wenn viel ausgeatmetes CO2 in der Luft ist, bewegen sich auch viele Aerosole in der Luft.

Den Antrag hat die CDU-Fraktion gestellt

Aus diesem Grund hat die Kernener CDU-Fraktion einen Antrag gestellt, dass in Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen eine sogenannte CO2-Ampel eingesetzt werden soll. Der Gemeinderat hat bei einer Enthaltung zugestimmt und die Gemeindeverwaltung damit beauftragt, die Beschaffung zu überprüfen und verschiedene Modelle des CO2-Messgeräts zu testen und anschließend 90 Stück anzuschaffen.

Seitens der Schulen gibt es laut Verwaltung einen eindeutigen Bedarf. „Wir haben alle Schulen abgeklappert – es war ein Ja“, sagte Haupt- und Personalamtsleiter Stefan Reichmann.

CO2-Messgerät wurde an Haldenschule getestet

Darüber hinaus sagte er, dass bereits ein Modell der CO2-Ampel „an der Haldenschule in Echtbetrieb“ getestet wurde. Fest stand für die Verwaltung danach, dass für ein zuverlässigeres Ergebnis ein qualitativ hochwertigeres Messgerät erforderlich ist. Die Kosten für eine CO2-Ampel sind unterschiedlich. Die Gemeindeverwaltung hat von verschiedenen Anbietern Angebote eingeholt: Das Preisspektrum reicht laut Beschlussvorlage von 20 bis 300 Euro pro Stück.

Durch das neue Corona-Förderprogramm gibt es 9000 Euro 

Daher die gute Nachricht, die der Haupt- und Personalamtsleiter in der Sitzung bekanntgab: Durch das neue Corona-Förderprogramm für Schulen erhält die Gemeinde Kernen 9000 Euro an Fördermitteln. Somit wächst das Budget von 4000 Euro auf 13 000 Euro.

Wozu dient eine CO2-Ampel?

Wozu dient eine CO2-Ampel? Mit den Kohlenstoffdioxid-Messgeräten kann die Raumluft immer im Auge behalten werden. Die empfindlichen Sensoren messen den Kohlendioxid-Gehalt der Luft. Das heißt, wenn der CO2-Wert in einem Raum überschritten wird, dann macht das Messgerät darauf aufmerksam: Es springt zunächst von „Grün“ auf „Gelb“ und schließlich auf „Rot“ um. Die Botschaft dahinter ist klar: Bei „Gelb“ kann und bei „Rot“ muss gelüftet werden.

Insbesondere in stressigen Alltagssituationen kann es mal vorkommen, dass das Lüften vergessen wird. Deshalb ist es von Vorteil, dass die Ampel darauf aufmerksam macht.

Messgeräte erfüllen auch nach der Corona-Pandemie ihren Zweck

Viele Gemeinderäte sehen die Kohlenstoffdioxid-Messgeräte als eine sinnvolle Anschaffung an. Nicht nur in Zeiten von Corona sei ein CO2-Messgerät von Vorteil, auch nach der Corona-Pandemie könne es dazu beitragen, die Luft in Klassen- und Kitazimmern zu verbessern, sagte Andreas Colosi, Fraktionsvorsitzender des Parteifreien Bündnisses. Michael Burger (Offene Grüne Liste) hingegen äußerte Bedenken: Der OGL-Gemeinderat ist der Meinung, dass es die Aufgabe der Schulen und der Kindertageseinrichtungen wäre, so etwas wie eine CO2-Ampel für ihren Alltag zu beschaffen. Doch Bürgermeister Benedikt Paulowitsch verwies auf die akute Corona-Situation und sagte: „Wir haben die Aufgabe des Schulträgers.“

Damit beispielsweise Kindergärten mit freien Trägern nicht zu kurz kommen, regte Gemeinderätin Caren Lederer (Unabhängige Freie Wähler) an, auch freie Träger mit ins Boot zu holen. Auch das wurde beschlossen.

90 CO2-Ampeln werden bestellt

Sowohl für Kindergärten als auch für Schulklassen wird die Gemeinde Kernen insgesamt 90 Stück Messgeräte bestellen. Die Menge hat mit der Zahl der Klassenzimmer und der Gruppen- und Schlafräume in Kitas in Kernen zu tun.

Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, spielt neben den AHA-Regeln – also Abstand wahren, auf Hygiene achten und eine Alltagsmaske tragen – auch das regelmäßige Lüften eine große Rolle. Denn insbesondere in voll besetzten Klassenräumen oder Spielräumen in Kindergärten ist die Gefahr einer Corona-Ansteckung groß, weshalb regelmäßig gelüftet werden soll. Denn: Wenn viel ausgeatmetes CO2 in der Luft ist, bewegen sich auch viele Aerosole in der Luft.

Den Antrag hat die

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