Kernen

Kernen: "Kukuk" stellt ersten Kunstautomaten im Remstal auf

Kunstautomat
Bürgermeister Benedikt Paulowitsch und Initiatorin Frauke Jesse-Narr bei der Einweihung des ersten Kunstautomaten im Remstal. © Gabriel Habermann

Kunst aus dem Automaten? Wieso nicht, dachte sich der Kunst- und Kulturverein Kernen (Kukuk) und hat an diesem Freitag den ersten Kunstautomaten im Remstal aufgestellt. „Es gibt überall Automaten, die mit Fleisch, Wein und Eiern bestückt sind, aber keinen mit Kunst“, sagt Initiatorin Frauke Jesse-Narr bei der Einweihung.

Nachdem im Februar dieses Jahres die Wengerterfamilie Zimmer den ersten Bio-Weinautomaten in Stetten aufstellte, ist auch der Kernener Verein dem Beispiel gefolgt.

Werke speziell für den Kunstautomaten erstellt

Der neue Automat befindet sich, an eine Hauswand montiert, auf dem St.-Pierre-Platz in Stetten neben dem öffentlichen Bücherregal. Er ist bestückt mit Werken von Connie Tränckler, Margot Mitterhuber, Michael Schüßler und Reinhard Urbanke. Die Werke wie Fotografien, Aquarell- und Acrylbilder wurden dem Verein zufolge speziell für dieses Kunstprojekt angefertigt und seien deshalb einzigartig.

Bei jedem Kunstobjekt, das so groß ist wie eine Zigarettenschachtel, ist eine Kurzbeschreibung des Künstlers enthalten. An der rechten Seite des Automaten ist außerdem ein QR-Code angebracht, der zur Internetseite des Kunst- und Kulturvereins Kernen führt.

Fünf Euro einwerfen und Kunst ziehen

Die Kunstobjekte in dem Automaten sollen sich alle zwei Monate ändern. „Die nächsten Künstler, die ihre Kunst im Automat anbieten dürfen, stehen schon fest“, sagt Frauke Jesse-Narr. Wenn ein Fach leer sein sollte, dann werde dieses Fach wieder mit neuer Kunst aufgefüllt. Wie der Automat in Stetten funktioniert, erklärt die Initiatorin: „Fünf Euro einwerfen, und dann kann man sich die Kunst ziehen.“

Ebenfalls bei der Einweihung ist auch der Kernener Bürgermeister Benedikt Paulowitsch. Den Kunstautomaten bezeichnet der Rathaus-Chef als eine Bereicherung für Stetten. „Mit diesem Projekt kann man die Kunst sichtbar und erlebbar machen – für alle“, findet er. Die Kunstbranche habe insbesondere wegen der Corona-Pandemie keine leichte Zeit gehabt, sagt Bürgermeister Paulowitsch. Diverse Veranstaltungen sind der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Mit Hilfe eines solchen Automaten könne man die Kunst auf eine einfache Art und Weise für jeden zugänglich machen, findet er.

Eine große Herausforderung für die Künstler

Für die Künstler brachte dieses Projekt auch eine große Herausforderung mit sich. „Connie Tränckler macht sonst große Mosaik-Wände, und jetzt musste sie alles auf die Größe einer Zigarettenschachtel komprimieren“, erklärt Frauke Jesse-Narr. Nur weil die Kunstwerke einen kleineren Maßstab hätten, könne man nicht sagen, dass sie weniger zeitaufwendig wären, so Margot Mitterhuber. „Ich habe sehr lang an dem Prototyp getüftelt.“ Die Künstlerin Margot Mitterhuber hat für den Kunstautomaten kleine Aquarellbilder kreiert. Das sind kleine gefaltete Aquarelle, die man entfalten und aufstellen kann. Michael Schüßler fertigte seine Acrylbilder für den Kunstautomaten auf Holz an. Dabei bemalte er jedes einzelne Holzstück. „Solche Kunstwerke regen zum Sammeln an“, findet Frauke Jesse-Narr. Somit habe jedes einzelne Kunstwerk ihrer Meinung nach seine Besonderheit.

Mit diesem Projekt will der Kernener Verein nicht nur die Kunst vermitteln, er will den Erlös für einen guten Zweck spenden. Die erste Spende solle an eine Organisation für geflüchtete Kinder und Jugendliche gehen. Aber es sollen auch regionale Kunstprojekte und Kunstschulen mit den Spenden gefördert werden.

Kunst aus dem Automaten? Wieso nicht, dachte sich der Kunst- und Kulturverein Kernen (Kukuk) und hat an diesem Freitag den ersten Kunstautomaten im Remstal aufgestellt. „Es gibt überall Automaten, die mit Fleisch, Wein und Eiern bestückt sind, aber keinen mit Kunst“, sagt Initiatorin Frauke Jesse-Narr bei der Einweihung.

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Nachdem im Februar dieses Jahres die Wengerterfamilie Zimmer den ersten Bio-Weinautomaten in Stetten aufstellte, ist auch der Kernener Verein dem Beispiel

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