Kernen

Kernen startet Job-Portal für Ukraine-Flüchtlinge und Gewerbetreibende

Spendenaktion für die Ukraine
Geflüchtete aus der Ukraine sollen in Kernen schnell Fuß fassen. © Alexandra Palmizi

Für Menschen, die aus der Ukraine vor dem russischen Angriffskrieg geflohen sind, hat die Gemeinde Kernen zusammen mit dem Gewerbeverein und dem Verein Freundliches Kernen eine Internet-Plattform ins Leben gerufen, über welche die Neuankömmlinge eine Arbeit in der Gemeinde finden können. Die Idee hierzu hatte Bürgermeister Benedikt Paulowitsch, der gleichzeitig damit die örtlichen Gewerbetreibenden bei der Suche nach Arbeitskräften unterstützen möchte, wie er im Gespräch mit der Lokalredaktion Waiblingen verrät.

Programmiert hat das Portal mit der Adresse www.kernenhaeltzusammen.de/stellenangebote Florian Schenk, Vorsitzender des Gewerbevereins. Es wurde an die Internetseite www.kernenhaeltzusammen.de angegliedert, „die in der ersten Phase der Corona-Pandemie entstanden ist“, so Schenk. Damals wurden Hilfsangebote von Bürgern koordiniert, der Gastronomie-Lieferdienst war einsehbar und Gutscheine von Gewerbetreibenden wie Restaurants oder Einkaufsgutscheine konnten darüber gebucht werden. Die Schwierigkeit bei der Herstellung des neuen Portals sei die Beachtung des Datenschutzes gewesen, meint er.

Bereits 14 Einträge im Portal

Vergangene Woche wurden Gewerbetreibende im Ort über das neue Portal informiert. Von rund 100 Mitgliedern hätten bereits 14 eine Rückmeldung geschickt, weiß Schenk. Gleichzeitig hätten die Anbieter signalisiert, dass für die Art der Arbeit keine Vorkenntnisse notwendig seien und Interessierte eingelernt werden könnten. Die Angebote seien in unterschiedlichen Branchen zu verorten, so Schenk. Industriebetriebe seien darunter wie auch Handwerksbetriebe, Weingüter oder eine soziale Einrichtung.

Rathausmitarbeiter vermitteln

Die Inserate kommen im Rathaus an, wo sie weiter bearbeitet werden. Die Idee dahinter sei, dass Geflüchtete aus der Ukraine vom Integrationsteam betreut werden. „Unser Integrationsteam kann dann darauf achten, ob Jobs zu Menschen passen, die bei uns unterkommen“, so Paulowitsch.

Aktuell leben mehr als 30 Geflüchtete aus der Ukraine in Kernen. „Täglich werden es mehr“, so Paulowitsch. „De facto sind es in der Regel alleinerziehende Frauen mit ihren Kindern, da die Männer leider zurückbleiben mussten“, fügt er hinzu. Sicherlich wird es für die Mütter schwierig sein, zu arbeiten und das neue Leben zu meistern, vielleicht könnte es für sie aber auch ein Stück weit Krisenbewältigung sein, wenn sie hier rasch einen neuen Arbeitsplatz finden und einer Aufgabe nachgehen können. „Gleichzeitig suchen viele unserer Betriebe und Gastronomen dringend Personal!“, so Paulowitsch. Nach seinem Kenntnisstand erhalten Geflüchtete aus der Ukraine die Arbeitserlaubnis, nachdem sie sich hier registriert hätten, ihren Wohnsitz angemeldet hätten. Gleichzeitig appelliert er an Bürger, bei denen Geflüchtete unterkommen, dass sie auf die Registrierung achten, auch weil nur dann Leistungen bezogen werden können.

Gemeinde mietet privaten Wohnraum an

Da Kernen in den kommenden Wochen und Monaten mit vielen weiteren Geflüchteten aus der Ukraine rechnet, hat die Gemeinde bereits privaten Wohnraum im Ort angemietet, was laut Bürgermeister Benedikt Paulowitsch sehr gut verlaufen sei. Um gewappnet zu sein, wurden Grundstücke auf eine mögliche schnelle Bebauung für Unterkünfte geprüft. Außerdem wurde ein Notfallkonzept erstellt, für den Fall, dass Hallen für Flüchtlinge bereitgestellt werden müssten, wovon Paulowitsch aber im Moment nicht ausgehe, wie er betont.

Neben Betten habe die Gemeinde Paletten an Lebensmitteln geordert, da Geflüchtete meist ohne jegliche Nahrung in Kernen ankommen. Paulowitsch spricht davon, dass wohl in absehbarer Zeit die Gemeinde nochmals zu Sachspenden für die Neuankömmlinge aufrufen wird. Jetzt schon gesucht werden Waschmaschinen und Kühlschränke.

Ähnlich wie die Plattform für Arbeitsplätze soll es bald schon ein zweites Portal geben, in welchem Angebote von Ehrenamtlichen sowie Sachspenden eingetragen werden sollen unter www.kernen.de/ukrainehilfe.

Für Menschen, die aus der Ukraine vor dem russischen Angriffskrieg geflohen sind, hat die Gemeinde Kernen zusammen mit dem Gewerbeverein und dem Verein Freundliches Kernen eine Internet-Plattform ins Leben gerufen, über welche die Neuankömmlinge eine Arbeit in der Gemeinde finden können. Die Idee hierzu hatte Bürgermeister Benedikt Paulowitsch, der gleichzeitig damit die örtlichen Gewerbetreibenden bei der Suche nach Arbeitskräften unterstützen möchte, wie er im Gespräch mit der

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