Kernen

Kernen: Virtuelle Karte in der "FeschtlesApp" zeigt Weinfeste im Remstal

FeschtlesApp
Katarina Idler ist selbst gerne auf Events und möchte mit ihrer App die Suche nach Weinfesten in der Region vereinfachen. © ALEXANDRA PALMIZI

Was steht heute in Kernen, Korb oder Weinstadt an? Manchmal reicht Mund-zu-Mund-Propaganda – und man ist bestens informiert, manchmal begibt man sich im Internet oder in der Zeitung auf die Suche nach Veranstaltungen. Weil sich auch Katarina Idler häufig mit derselben Frage beschäftigte, hat die Stettenerin eine App auf den Markt gebracht, die jedem, der Wein-Events im Remstal sucht, eine Antwort liefern soll.

„FeschtlesApp“ heißt die Anwendung fürs Smartphone. Um einen „regionalen Bezug zu schaffen“ und „damit man direkt weiß, worum es geht“, hat sie sich für den schwäbischen Namen entschieden. Die App schafft einen Überblick über Weingüter, Besenwirtschaften, kulinarische Weinwege, Weinfeste, Straßenfeste, Hocketsen, Weinproben und öffentliche Genuss-Veranstaltungen von Gemeinden und Vereinen. Sie soll auch kleineren Veranstaltungen zu mehr Sichtbarkeit verhelfen.

„Mir hat ein allumfassender Überblick gefehlt“

„Mir hat ein allumfassender Überblick gefehlt“, sagt die 35-jährige Stettenerin, die selbst gerne auf Events ist. Nachdem sie in Hohenheim Nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie studierte, zog es die junge Frau für dreieinhalb Jahre nach München. Dort arbeitete sie als digitale Produktmanagerin für die Modezeitschriften „Vogue“ und „Glamour“, bevor sie wieder nach Kernen zurückkehrte. „Ich war Dauerpendlerin“, sagt Idler, „ich bin sehr heimatverbunden“.

Die Idee zur App hatte die junge Frau vor etwa drei Jahren. „Der Antrieb für die ‘FeschtlesApp’ kam von mir – mit voller Unterstützung von meinem Verlobten Felix“, erzählt sie. Eine wichtige Rolle haben dabei auch ihre Eltern gespielt: „Den Mut, neue Dinge zu wagen und ein Mindset zu haben, alles erreichen zu können oder es zumindest zu versuchen, habe ich von meinen Eltern mitbekommen.“ So gründete sie im April 2019 das Start-up-Unternehmen Idi und führte etwa fünf Monate später die App in den Markt ein.

Corona-Pandemie bremste sie aus

Allerdings bremste sie die Corona-Pandemie aus. Nun kann sie wieder loslegen. Mit sinkenden Inzidenzen und Lockerungen finden unter bestimmten Corona-Regeln wieder Feste statt. Interessierte können die kostenlose App im Apple- oder Google-Store herunterladen, auf der virtuellen Karte Weingüter suchen und sich über anstehende Veranstaltungen informieren. Wenn der Nutzer auf die Startseite zurückkehren möchte, genügt es, das Trauben-Icon anzuklicken. Für das Design und die Grafik ist ihr Verlobter verantwortlich. Die Informationen zu den Weingütern oder zu den Festen, oder wann beispielsweise eine Besenwirtschaft geplant ist, pflegt Katarina Idler ein. Was eine kostenlose Hilfe für den Nutzer ist, kann eine Werbefläche für den Weinbauern sein. Bei Bedarf kann er sich ein „Premium-Profil“ kaufen, das zusätzliche Informationen zum Weingut enthält und mit eigenen Fotos bestückt werden kann.

Alles in der App verwaltet Katarina Idler alleine, was sie derzeit neben ihrem Hauptberuf erledigen kann. Sie arbeitet im Bereich E-Commerce (Internethandel) des Laptopherstellers Lenovo in Stuttgart-Vaihingen. In Zukunft kann sich Katarina Idler eine studentische Hilfskraft als Unterstützung vorstellen. Doch bislang funktioniere der Spagat zwischen dem Hauptberuf und dem „Herzensprojekt“. Auch wenn Katarina Idler mit dem, was sie bislang erreicht hat, zufrieden ist, kann sie sich prinzipiell noch weitere Funktionen in der App vorstellen, etwa einen Newsletter. „Zeit und Geld sind immer der größte Faktor“, sagt sie. „Ich hatte viele Ideen.“ Doch da sie ein „Sicherheitsmensch“ sei, möchte sie nicht zu viel riskieren und hält sich weiterhin an ihrem Business-Plan fest.

Gegenseitige Unterstützung im Remstal

Nun hofft Idler, „dass wir wieder zu Normalität kommen“ und, „natürlich, dass es wieder losgeht mit der Besenwirtschaft, der Haupteinnahmequelle der Weingüter“. Bislang habe sie viel Unterstützung von Menschen aus Kernen erhalten - und auch aus Weinstadt. Unter anderem das Weingut Kuhnle und das Druck- und Medienzentrum Weinstadt seien, „ganz tolle Beispiele dafür, dass das gegenseitige Unterstützen im Remstal auch super gelebt wird“.

Was steht heute in Kernen, Korb oder Weinstadt an? Manchmal reicht Mund-zu-Mund-Propaganda – und man ist bestens informiert, manchmal begibt man sich im Internet oder in der Zeitung auf die Suche nach Veranstaltungen. Weil sich auch Katarina Idler häufig mit derselben Frage beschäftigte, hat die Stettenerin eine App auf den Markt gebracht, die jedem, der Wein-Events im Remstal sucht, eine Antwort liefern soll.

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