Kernen

Kernen will Graffiti-Wand für Jugendliche bauen und sammelt Ideen für Standorte

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Symbolfoto. © ALEXANDRA PALMIZI

Streng genommen gilt das Sprühen von Farbe an Wänden nach Paragraf 303 des Strafgesetzbuches als Sachbeschädigung. Doch wenn man vorher fragt und die Erlaubnis bekommt oder noch besser: Wenn die Gemeinde einen damit beauftragt und hierfür extra eine Graffiti-Wand baut, ist es legal. Ob bunte Motive oder szenetypische Schriftzüge – sprühen darf dann jeder.

UfW-Fraktion: Sprayer-Szene in Kernen wahrnehmen

Die Fraktion Unabhängige Freie Wähler (UfW) hat in den jüngsten Sitzung des Gemeinderats den Haushaltsantrag gestellt, eine Graffiti-Wand in Kernen zu bauen. Der Vorschlag ist im Gremium auf einstimmige Zustimmung gestoßen. UfW-Gemeinderätin Caren Lederer erklärte in der Sitzung die Idee ihrer Fraktion: „Uns ging es darum, die Sprayer-Szene in Kernen wahrzunehmen und ein Angebot zu machen“, sagte sie. „Uns wäre es wichtig, die Jugendlichen miteinzubeziehen.“

Verwaltung hat bereits Gespräche mit dem Jugendreferat geführt

Das sah die Gemeindeverwaltung genauso. Die Verwaltung habe bereits diesbezüglich in den vergangenen Jahren unter anderem Gespräche mit dem Mobilen Jugendreferat Kernen geführt, sagte Bürgermeister Benedikt Paulowitsch. „Ich habe auch schon jemanden gefunden, von dem ich die feste Zusage habe“, sagte er. Die Überlegung sei auch, Graffiti-Kurse für Jugendliche anzubieten.

Doch bevor nun die Künstler ans Werk gehen können, muss die Wand erst einmal aufgebaut werden. „Das Mobile Jugendreferat wird durch ein geeignetes Jugendbeteiligungsverfahren zusammen mit Jugendlichen Vorschläge und Ideen zu möglichen Standorten und Rahmenbedingungen erarbeiten und diese weitergehend mit dem Bauamt hinsichtlich der Umsetzbarkeit erörtern“, schreibt die Kernener Verwaltung in der Beschlussvorlage.

Paulowitsch: Plätze in Kernen mit Graffiti verschönern

„Vielleicht finden wir auch Stellen, wo man keine Graffiti-Wand braucht, sondern Plätze hat, die man mit Graffiti verschönern könnte“, regte Bürgermeister Benedikt Paulowitsch darüber hinaus an.

Ratsmitglied Jeffrey Brencher (Offene Grüne Liste) hatte dazu bereits eine Idee: „Ist es möglich, die Tore vom Feuerwehrgerätehaus in Stetten ein bisschen zu verschönern?“, fragte er und sorgte für heitere Stimmung. Zustimmung gab es auch vom Rathaus-Chef: „Eine sehr gute Idee, Herr Brencher.“

Streng genommen gilt das Sprühen von Farbe an Wänden nach Paragraf 303 des Strafgesetzbuches als Sachbeschädigung. Doch wenn man vorher fragt und die Erlaubnis bekommt oder noch besser: Wenn die Gemeinde einen damit beauftragt und hierfür extra eine Graffiti-Wand baut, ist es legal. Ob bunte Motive oder szenetypische Schriftzüge – sprühen darf dann jeder.

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UfW-Fraktion: Sprayer-Szene in Kernen wahrnehmen

Die Fraktion Unabhängige Freie Wähler (UfW) hat in den jüngsten

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