Kernen

Kinderbetreuung für möglichst viele Eltern: Das „Modell Kernen“

Kinderbetreuung
Symbolbild. © Pixabay

Die Gemeinde Kernen hat eine erste Bilanz gezogen, wie die erweiterte Notbetreuung in den Kindergärten angelaufen ist. Das Fazit aus dem Rathaus lautet auf Anfrage unserer Zeitung: sehr gut! Anders als andere Kommunen vergleichbarer Größe, beispielsweise Korb, haben sich die Kernener für ein Wechsel-Modell entschieden, ein „Modell Kernen“.

Dabei versucht die Verwaltung, die über die Notbetreuung hinaus freien Kapazitäten durch ein Wechselsystem möglichst vielen Eltern anbieten zu können. Das „Modell Kernen“ besteht nach Angaben aus dem Rathaus einerseits aus „Notgruppen für Antragsberechtigte, die sich nicht in das Wechselsystem eingliedern können“, und andererseits „der Einführung von Gruppen im Wechselsystem für weitere Kinder.“ Wie Pressesprecherin Susanne Herrmann unserer Zeitung schreibt: „Im Idealfall bieten wir der einen Hälfte eine Betreuung am Montag/Dienstag und der anderen Hälfte eine Betreuung am Donnerstag/Freitag an. Der Mittwoch wechselt im Wochentakt zwischen beiden Gruppen. Dies ergibt eine effektive Betreuung von 2,5 Tagen/Woche für die kommenden vier Wochen.“

Was die Betreuung in den Pfingstferien angeht, gelte nach wie vor das, „was die jeweiligen Einrichtungen vergangenes Jahr den Eltern im Ferienplan 2019/2020 angekündigt haben“, schreibt Herrmann. „Somit sind einige Kitas in Kernen auf, andere bleiben zu.“

Eltern verzichten freiwillig

„Um die freien Kapazitäten optimal auszulasten“, habe das Sozialamt abgefragt, ob Eltern bis zum 15. Juni, also zum Ablauf der Verordnung, für ihr Kind auf einen Kita-Besuch verzichten. Von den angemeldeten Kindern tun das laut Verwaltung rund 80 Kinder der kommunalen Einrichtungen. Das habe „zu einer erheblichen Entlastung geführt“, bedankt sich Bürgermeister Benedikt Paulowitsch per Facebook.

Mitte der Woche hat die Gemeinde dann erstmals Bilanz gezogen. Je nach Bedarf der Notbetreuungskinder und Einrichtungsgröße falle der „erweiterte Regelbetrieb“ unterschiedlich aus, heißt es aus dem Rathaus: In fünf kommunalen Einrichtungen sei das Kernen-Modell gestartet, in zwei Einrichtungen konnten die Kinder sogar wieder an fünf Tagen die Woche in die Kita kommen. „Nur in unserem größten Kinderhaus – dem Kinderhaus Alte Schule – fällt der Regelbetrieb für Eltern und Kinder reduzierter aus. Kinder, die nicht für eine Notbetreuung angemeldet sind, können in der Alten Schule bis zum Ablauf der Verordnung nur vier zugewiesene Tage in ihre Einrichtung zurück“, schreibt Herrmann. Alle Eltern seien bis spätestens letzten Freitag individuell über die Kitaleitung informiert worden. Eine Entscheidung für die Gebühren ab Juni 2020 steht noch aus. „Die Priorität in der letzten Woche lag in der Platzvergabe“, heißt es aus dem Rathaus.

An die Adresse der Landesregierung dürfte der letzte Satz der Auskunft aus der Rathaus-Pressestelle gerichtet sein: „Im Moment ist noch nicht bekannt, in welche Richtung die nachfolgende Verordnung gehen wird, wir hoffen aber auf einen angemessenen Planungsvorlauf für die Verantwortlichen des Rathauses, für die pädagogischen Fachkräfte sowie die Eltern und Kinder.“ Für das Gegenteil, eine viel zu kurze Vorlaufzeit, war das Kultusministerium zuletzt scharf kritisiert worden, unter anderem von Bürgermeister Benedikt Paulowitsch.

Der Rathauschef selbst schlug bei Facebook in dieselbe Kerbe. Den Plan, bis Ende Juni wieder mit dem Regelbetrieb in Kitas und Grundschulen zu beginnen, halte er für richtig. „Jedoch hoffe ich, dass diese Ankündigung auch mit konkreten Überlegungen verbunden ist. Denn Ankündigungen alleine werden nicht reichen - das haben die vergangenen Wochen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit den Hoffnungen der Eltern und Kinder muss man sorgsam und gewissenhaft umgehen“, schreibt Paulowitsch.

Die Gemeinde Kernen hat eine erste Bilanz gezogen, wie die erweiterte Notbetreuung in den Kindergärten angelaufen ist. Das Fazit aus dem Rathaus lautet auf Anfrage unserer Zeitung: sehr gut! Anders als andere Kommunen vergleichbarer Größe, beispielsweise Korb, haben sich die Kernener für ein Wechsel-Modell entschieden, ein „Modell Kernen“.

Dabei versucht die Verwaltung, die über die Notbetreuung hinaus freien Kapazitäten durch ein Wechselsystem möglichst vielen Eltern anbieten zu

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