Kernen

Kitagebühren in Kernen: Ab Januar 2023 zahlen Eltern mehr fürs Betreuungsangebot

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(Symbolfoto) Eltern steht eine Erhöhung der Kosten von vier Prozent bevor. © ZVW/Büttner

Auch in diesem Jahr steigen die Kitagebühren in der Gemeinde Kernen zum 1. Januar 2023 an, so hat es der Gemeinderat am Donnerstagabend beschlossen. Der Beschluss orientiert sich an der Empfehlung der Vertreter des Städte- und Gemeindetags sowie der Vier-Kirchen-Konferenz über Kita-Fragen, die sich bereits im Juni auf die Erhöhung der Beiträge verständigt hatten.

„Es fällt mir und uns schwer, die Gebühren zu erhöhen“, sagt Bürgermeister Benedikt Paulowitsch. Dennoch: „Die Kosten werden im Kitabereich weiter steigen.“ Gemeint sind jene Ausgaben, die aufgrund der Inflation derzeit in vielen Lebensbereichen ansteigen. Das zieht auch am Betreuungsangebot nicht spurlos vorbei: Einrichtungen stehen vor hohen Sach- und Investitionskosten, auch die Personalkosten sind gestiegen.

So wirkt sich die Erhöhung aus

In Kitas für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren „beträgt der monatliche Mehraufwand bei einer Ein-Kind-Familie fünf Euro“, teilt die Gemeinde mit. Bei Familien mit drei Kindern betrage er drei Euro pro Kind. In Kitas für Kinder im Alter von eins bis drei Jahren zahlen Eltern von einem Kind zwölf Euro mehr für fünf Stunden Betreuung, bei Familien mit drei Kindern sind es sechs Euro.

Nicht alle sind zufrieden

Der Beschluss stößt nicht bei allen Fraktionen auf Zustimmung. SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Peter Kirgis betont, es sei „so sicher wie Weihnachten“, dass er sich auch in diesem Jahr gegen eine Erhöhung ausspreche. Die steigenden Kosten auf dem „Rücken der Eltern“ auszutragen, dem könne er nicht zustimmen.

Zuletzt waren die Gebühren zum 1. Januar dieses Jahres angepasst worden. Die Gemeinde betont: „Betreuungsgebühren sollen für keine Familie ein Hindernis darstellen.“ Sie verweist auf die Möglichkeiten der Sozialstaffelung sowie das „Gute-Kita-Gesetz“, das eine Übernahme der Gebühren durch die Jugendhilfe des Landkreises möglich macht.

Erhöhung deckt noch nicht die Kosten

„Die Träger und die Fachkräfte in den Einrichtungen gewährleisten auch in den Zeiten der Pandemie und des Krieges in der Ukraine ein möglichst bedarfsorientiertes und qualitativ beachtliches Angebot“, so die Gemeinde. Die gestiegenen Kosten seien durch die Erhöhung im Januar trotzdem nicht gedeckt, diese bleibe „bewusst hinter der Entwicklung der tatsächlichen Kostensteigerung zurück“.

Mit diesem Schritt steuert die Gemeinde das Ziel an, „in Baden-Württemberg einen Kostendeckungsgrad von 20 Prozent durch Elternbeiträge“ zu erreichen.

Auch in diesem Jahr steigen die Kitagebühren in der Gemeinde Kernen zum 1. Januar 2023 an, so hat es der Gemeinderat am Donnerstagabend beschlossen. Der Beschluss orientiert sich an der Empfehlung der Vertreter des Städte- und Gemeindetags sowie der Vier-Kirchen-Konferenz über Kita-Fragen, die sich bereits im Juni auf die Erhöhung der Beiträge verständigt hatten.

„Es fällt mir und uns schwer, die Gebühren zu erhöhen“, sagt Bürgermeister Benedikt Paulowitsch. Dennoch: „Die Kosten

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