Kernen

Kitas in Kernen: Die Notbetreuung geht wieder los

Kinderbetreuung
Symbolbild. © pixabay

Der am Mittwoch, 16. Dezember, beginnende Lockdown wird sich auch auf die Kindertagesstätten auswirken. Für die Gemeinde Kernen hat Bürgermeister Benedikt Paulowitsch bereits am Wochenende angekündigt, dass es wieder eine Notbetreuung geben werde: „Wir bereiten eine erneute Notbetreuung vor“, schrieb der Bürgermeister in einem Facebook-Post. „Wer genau berechtigt ist, diese in Anspruch zu nehmen, muss uns die Landesregierung noch mitteilen.“ Es sei allerdings sehr gut möglich, dass es auf die erweiterte Notbetreuung aus dem Frühjahr hinauslaufe. Vorrang, was die Tagesbetreuung der Kinder anging, hatten damals Eltern, die systemrelevante Berufe ausüben, aus einem anderen Grund an ihrem Arbeitsplatz unabkömmlich oder alleinerziehend sind.

Gleiche Regelung wie im Frühjahr

„Ich bin mir bewusst, dass die erneuten Schließungen ein herber Schlag für viele sind“, schreibt Paulowitsch in einem weiteren Post auf Facebook. Es sei jedoch ebenso klar, dass derzeit kein Weg an einem erneuten Lockdown vorbeiführte. Das Land Baden-Württemberg habe sich beim Anspruch auf eine Notbetreuung an der erweiterten Notbetreuung aus dem Frühjahr orientiert, so die Gemeinde Kernen. Demnach müssen sich Eltern auch im kommenden Lockdown eine Unabkömmlichkeit bescheinigen lassen, wenn die Kinder einen Platz in der Notbetreuung bekommen sollen.

Diese Regelung gilt natürlich auch für die Kitas in Stetten und Rommelshausen. „Über die Kitas wird derzeit bereits das Infoschreiben mit einem Formular für die Notbetreuung verteilt“, sagt Benedikt Paulowitsch. Die Gemeinde will versuchen, so viele bestehende Gruppen wie möglich in ihrer nun reduzierten Zusammensetzung weiterlaufen zu lassen, um auch den Stress für die Kinder bezüglich einer Umgewöhnung so gering wie möglich zu halten. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass es dennoch zu kleineren organisatorischen Änderungen kommen wird.

Was wird aus den Kita-Gebühren? 

Noch ist nicht klar, wie sich diese erneute Schließung auf die Kita-Gebühren auswirken wird. „Mir ist klar, dass sich auch die Gebührenfrage wieder stellen wird“, sagt Benedikt Paulowitsch. Dazu müsse jedoch zunächst abgewartet werden, auf welchen Weg sich die kommunalen Landesverbände mit der Landesregierung einigen. „Hier bitte ich um Geduld – besser ist es, wenn wir eine bestandsfähige Lösung finden, als dass es ein Hin und Her gibt.“ Priorität habe erst einmal die Organisation der Notbetreuung und die Reduktion der Infektionszahlen. Der Bürgermeister hofft, dass sich die Bürger an die neuen Regeln und den Lockdown halten werden und die Infektionszahlen dadurch bald wieder zurückgehen. Man solle sich nun weniger die Frage stellen, unter welchen Voraussetzungen welche Art von Treffen noch möglich seien, sondern man solle die persönlichen Kontakte vielmehr auf ein absolutes Minimum reduzieren. „Nun sind nicht nur Lockdown-Regelungen, sondern auch die Eigenverantwortung gefragt“, so Paulowitsch.

Doppelt so viele Fälle wie im Oktober

Die Gemeinde Kernen hatte in den vergangenen Monaten und Wochen immer wieder mit verhältnismäßig hohen Infektionszahlen zu kämpfen: So befand sich die Gemeinde Mitte Oktober mit 17 Infizierten auf Platz drei der aktiven Quarantäne-Fälle im Rems-Murr-Kreis. Bürgermeister Paulowitsch ging damals davon aus, dass sich viele bei privaten Feiern oder Treffen infizieren. Zudem kehrten zu diesem Zeitpunkt noch manche Infizierte von Auslandsreisen zurück. Paulowitsch verwies zudem auf die geografische Lage Kernens: nah an Fellbach und Waiblingen, als Wohnort vieler Stuttgart-Pendler und zudem als „Bindeglied“ des Kreises zu Esslingen – damals ein weiterer Hotspot.

Bis Anfang November waren die Fallzahlen in Kernen wie fast überall deutlich gestiegen: So verzeichnete das Landratsamt in Kernen am 1. November 53 Infizierte in Quarantäne. Seitdem sind die Infektionsfälle wieder zurückgegangen – die Zahl schwankt: So waren am 15. November 39 Corona-Positive in Quarantäne, am 3. Dezember 26, am 10. Dezember 40 Menschen. Nach dem Wochenende fiel die Zahl abrupt auf 26 Corona-Infizierte in Quarantäne. Dafür gibt es auch eine einfache Erklärung: Die Quarantäne der Bewohner des Hauses Edelberg sei nun zu Ende und aus der Statistik herausgefallen, schreibt die Gemeinde Kernen: „Daher waren wir nur noch bei 26.“ Nur wenig später lag die Zahl allerdings bereits wieder bei 35 Personen (Stand: Montag, 14. Dezember, 13 Uhr).

Der am Mittwoch, 16. Dezember, beginnende Lockdown wird sich auch auf die Kindertagesstätten auswirken. Für die Gemeinde Kernen hat Bürgermeister Benedikt Paulowitsch bereits am Wochenende angekündigt, dass es wieder eine Notbetreuung geben werde: „Wir bereiten eine erneute Notbetreuung vor“, schrieb der Bürgermeister in einem Facebook-Post. „Wer genau berechtigt ist, diese in Anspruch zu nehmen, muss uns die Landesregierung noch mitteilen.“ Es sei allerdings sehr gut möglich, dass es auf

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