Kernen

Mars-Lieferstopp: Rewe in Kernen betroffen - Nahkauf (noch) nicht

Michael Dermer
"Nahkauf"-Inhaber Michael Dermer im Markt in Rommelshausen (Archivfoto). © Benjamin Büttner

Seit Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 hat man sich schon fast an Lücken in den Supermarktregalen gewöhnt: Grund dafür waren meistens Hamsterkäufe, erst wegen des Lockdowns, dann wegen des Kriegs in der Ukraine.

Aktuell klaffen erneut Lücken im Sortiment bei Edeka und Rewe. Grund dafür ist aber weder Pandemie noch Krieg: Der US-Lebensmittelhersteller Mars möchte seine Preise steigern - die beiden deutschen Supermarktketten halten dagegen. Deshalb hat der Konzern jetzt einen Lieferstopp erwirkt - davon sind nicht nur Süßwaren betroffen.

Rewe möchte die Forderungen des Konzerns nicht akzeptieren

Betroffen von den Lieferstopps ist auch der Rewe in Stetten – der Betreiber leitet unsere Anfrage an die zentrale Pressestelle der Supermarktkette weiter: Marktspezifische Angaben mache Rewe nicht, schreibt eine Sprecherin. Klar wird: Auch in Stetten gibt es im Moment Lücken im Sortiment.

„Die gegenwärtigen Regallücken sind auf den Lieferstopp von Mars (Süßwaren, Tierfutter) zurückzuführen, weil wir trotz intensiver Verhandlungen derzeit keine Basis sehen, die seitens Mars geforderten Preiserhöhungen zu akzeptieren“, schreibt die Pressestelle. Der US-Hersteller sei nicht der einzige Lieferant, der im Moment neue Preisforderungen stelle: „Einen Teil dieser Forderungen können wir nachvollziehen. Sie resultieren aus Rohstoff- und Energiepreissteigerungen“, stellt Rewe klar.

Rewe findet die Preiserhöhung nicht nachvollziehbar

Jedoch habe jeder Lieferant auch die Chance, zum Beispiel beim Thema Energie Vorsorge zu betreiben. „Leider sehen wir aber auch Forderungen, die sich in ihrer Höhe mit keinem dieser oder anderer Faktoren begründen lassen“ - wie jetzt bei den Forderungen der Mars Incorporated. „Solche Forderungen lehnen wir strikt ab, denn es kann nicht sein, dass unsere Kundinnen und Kunden in dieser schwierigen Zeit mehr als unbedingt nötig belastet werden.“

Rewe habe bereits einen dreistelligen Millionenbetrag investiert, um die Preise zu stabilisieren. Der Lieferstopp hat für das Unternehmen aber nicht nur negative Auswirkungen: Bei den Eigenmarken verzeichne Rewe im Moment Umsatzsteigerungen im zweistelligen Prozentbereich.

Nahkauf in Rommelshausen: "Normalerweise ist alles da"

Noch nicht angekommen sind die Produktausfälle beim Nahkauf an der Schafstraße in Rommelshausen: Sein Geschäft, das viele seiner Waren von Rewe bezieht, sei bisher nicht betroffen, sagt Inhaber Michael Dermer auf Nachfrage am Telefon. In letzter Zeit komme es zwar ab und zu vor, dass ein bestimmtes Produkt kurzzeitig nicht lieferbar sei, so der Marktleiter: „Aber normalerweise ist alles da.“

Seit Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 hat man sich schon fast an Lücken in den Supermarktregalen gewöhnt: Grund dafür waren meistens Hamsterkäufe, erst wegen des Lockdowns, dann wegen des Kriegs in der Ukraine.

Aktuell klaffen erneut Lücken im Sortiment bei Edeka und Rewe. Grund dafür ist aber weder Pandemie noch Krieg: Der US-Lebensmittelhersteller Mars möchte seine Preise steigern - die beiden deutschen Supermarktketten halten dagegen. Deshalb hat der Konzern jetzt einen

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