Kernen

Mehrgenerationenhaus in Kernen: Neue Kita startet Anfang Mai

Mehrgenerationenhaus
Anfang April soll das Mehrgenerationenhaus bezugsfertig sein. © Alexandra Palmizi

Aktuell herrscht im Inneren des neuen Mehrgenerationenhauses in der Rommelshausener Seestraße ein reges Kabelgewirr. Maler sind dort, um den Wänden einen letzten Anstrich zu verpassen. Anschließend sollen die unterschiedlichen Bodenbeläge verlegt werden. Mitte März kommen Einbauküchen und Einbaumöbel. „Wir sind auf der Zielgeraden“, sagt Bauamtsleiter Peter Mauch. Anfang April soll das neue Gebäude bezugsfertig sein.

Einen solchen Bau zu realisieren vergleicht Peter Mauch mit einem Hürdenlauf. „Jedes Gewerk ist dabei eine Hürde “, sagt er. „Man kann nie zu hundert Prozent sicher sagen, dass alles klappt“, meint der Kernener Beigeordnete, da die einzelnen Arbeiten voneinander abhängen. „Wir sind zuversichtlich“, sagt er. Bisher habe man reichlich Glück gehabt und nimmt Bezug darauf, dass andere Baustellen unter Lieferschwierigkeiten bei den Baustoffen leiden oder es Schwierigkeiten bei der Verfügbarkeit von Handwerkern gibt.

Verzögerungen gab es demnach lediglich zu Beginn des rund 6,6 Millonen teuren Objekts. Grund dafür war die Beschaffenheit des Bauuntergrunds. Wie berichtet, hatte sich der Baugrund nach Arbeiten am Fundament deutlich stärker angehoben als kalkuliert – neben einer zeitlichen Verzögerung von etwa einem Vierteljahr sind auch Kosten in Höhe von 35 000 bis 40 000 Euro hinzugekommen. Dadurch verzögerte sich auch der Start des Rohbaus.

Neue Kita für Krippenkinder startet am 1. Mai

Nun könne man sagen, dass man bei den Kosten „eine Punktlandung geschafft hat“, sagt Peter Mauch. Bereits Anfang April soll das Gebäude bezugsfertig sein, was bedeutet, dass sich die Kindertagesstätte, der Schülertreff und die Sozialstation mit Tagespflege nach und nach im neuen Domizil einrichten können. Das Betreuerteam der neuen Kita soll sich Mitte April dort einfinden. Die Suche nach neuen Erzieherinnen und Erziehern für die Kinder sei überraschend gut verlaufen, sagt die Leiterin des Sozialamts Claudia Bubeck. Offenbar habe das Konzept des Mehrgenerationenhauses die Bewerber überzeugt. Geplant sind drei Kleinkindgruppen für Kinder zwischen einem und drei Jahren. Bei den Ganztagesplätzen, die dort von Mai an angeboten werden, soll es laut Gemeindeverwaltung momentan nur noch einen freien Platz geben. (Anmeldung erfolgt über das Sozialamt der Gemeinde Kernen unter Tel. 0 71 51/4 01 41 19). Die betreute Spielgruppe darunter, die aktuell im Jugendhaus untergebracht ist, soll spätestens im September ins Mehrgenerationenhaus umziehen.

Der Schülertreff, der aktuell in der Haldenschule beherbergt ist und durch einen neugebauten Fußweg zwischen Mehrgenerationenhaus mit der Haldenschule verbunden sein wird, soll sich ebenfalls ab Mitte April in der neuen Bleibe einrichten. Demnach könnten bald schon, sofern es die aktuelle Pandemie-Situation zulässt, gemeinsame Aktivitäten geplant werden, bei welchen Menschen unterschiedlichen Alters zusammenfinden. Neben Spielmöglichkeiten für die Kita-Kinder ist im Außenbereich zudem ein gesonderter Teil für die an Demenz erkrankten Senioren vorgesehen, darunter ein Baum mit Sitzbänken.

Flächendeckend soll das Dach des Mehrgenerationenhauses mit einer Fotovoltaikanlage ausgestattet werden. Der durch Solarenergie erzeugte Strom werde, laut stellvertretendem Bauamtsleiter Thomas Bauer, die E-Ladesäulen speisen. Der Rest werde in einem Zwischenspeicher eingespeist. Auch hier sind die Arbeiten im Gange und sollen zum Nutzungsbeginn des Mehrgenerationenhauses zur Verfügung stehen. Nach dem Bau des rund zehn Millionen Euro teuren Bürgerhauses mit Eröffnung im Jahr 2015, Sanierung und Neubau des Kinderhauses Pezzetino für rund 4,5 Millionen Euro, ist der Neubau des Mehrgenerationenhauses für etwa 6,6 Millionen Euro das nächste Großprojekt in Kernen, das kurz vor seinem Abschluss steht.

Das Mehrgenerationenhaus steht im Gesamtkonzept des neuen Schulcampus der Haldenschule. Für den Neubau Turnhalle und Mensa für geschätzte 15 Millionen Euro soll in diesem Jahr noch die Ausschreibung der Planungsarbeiten erfolgen.

Familienfest für Sonntag, 22. Mai, geplant

Ein Familienfest zur Einweihung des neuen Mehrgenerationenhauses in der Seestraße plant die Gemeinde aktuell für Sonntag, 22. Mai. Was im Detail Besucher erwartet, müsse gerade noch abgesprochen werden. „Die Planungen laufen“, sagt Claudia Bubeck.

Aktuell herrscht im Inneren des neuen Mehrgenerationenhauses in der Rommelshausener Seestraße ein reges Kabelgewirr. Maler sind dort, um den Wänden einen letzten Anstrich zu verpassen. Anschließend sollen die unterschiedlichen Bodenbeläge verlegt werden. Mitte März kommen Einbauküchen und Einbaumöbel. „Wir sind auf der Zielgeraden“, sagt Bauamtsleiter Peter Mauch. Anfang April soll das neue Gebäude bezugsfertig sein.

Einen solchen Bau zu realisieren vergleicht Peter Mauch mit einem

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