Kernen

Mensa und Neubau für Haldenschule: Kernen startet europaweites Planungsverfahren

Haldenschule
Nach wie vor eine wichtige Investition. © Benjamin Büttner

Das Quartiersprojekt Haldenschule ist neben dem Millionenprojekt Hangweide eines der wichtigsten Vorhaben in Kernen. Die Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen auf dem Areal werden von Anfang an nicht isoliert betrachtet. Schließlich soll das Quartier rund um die Schule neu gestaltet werden – als ein zusammenhängender Kinder- und Jugend-Campus.

Projekt soll in den nächsten 15 Jahren weiterentwickelt werden

Das Ziel ist, in den nächsten 15 Jahren das „Großprojekt“ weiterzuentwickeln, sagte Kernener Bauamtsleiter und Technischer Beigeordneter Peter Mauch in der vergangenen Sitzung des Gemeinderats. Auch im Hinblick auf die Hangweide, bei der ein neues Wohnquartier entstehen wird und viele Familien mit Kindern nach Kernen ziehen werden, müsse die Schule umgewandelt werden. Im Jahr 2023 soll die Schulerweiterung konkret geplant und von 2024 an gebaut werden, damit im Jahr 2027 die Kinder die Schule besuchen können. „Der Neubau ist ein ganz wichtiges Element“, sagte Mauch.

„Der erste Baustein“ in diesem Projekt sei das Mehrgenerationenhaus in der Seestraße gewesen, das nach derzeitigem Stand im Mai fertiggestellt werden soll. In dem neuen Gebäude soll neben einer Tagespflege und einer Sozialstation auch ein Schülertreff untergebracht werden. Auch werden das Mehrgenerationenhaus und der Schulcampus durch einen neuen Weg zu einem Quartier erschlossen.

Das erste Modul, das der Gemeinderat bisher beschloss und bei dem die Bauleistungen ausgeschrieben und vergeben wurden, war die Erweiterung der bestehenden Schulmensa. Im Zuge dieser Maßnahmen sollen unter anderem die außenliegenden Toiletten der Haldenschule eingehaust werden. Voraussichtlich Ende September dieses Jahres sollen diese Maßnahmen fertiggestellt werden, so der Bauamtsleiter.

„Der nächste Step“, der anstehe, sei der Neubau der Mensa mit Aula, Sporthalle und weiteren Räumlichkeiten zur Ganztagesbetreuung (Modul 3), informierte Peter Mauch das Gremium über das weitere Vorgehen. „Was wir heute gerne machen würden“, sagte er, bevor er das Wort dem Referenten Simon Mittner vom Büro Drees & Sommer übergab, „ist, das Verfahren einzuleiten, um die beauftragten Planer zu finden.“

„Die Auswahl der Planer bei einem Projekt dieser Größenordnung erfolgt nach gewissen Spielregeln“, sagte Simon Mittner vom Büro Drees & Sommer. Die organisatorische Verfahrensbetreuung erfolgt durch das Beratungs-, Planungs- und Projektmanagementunternehmen aus Stuttgart.

Gemeinde muss Planungsleistungen europaweit ausschreiben

Das heißt, dass die Gemeinde Kernen die Planungsleistungen „nicht freihändig an ein Architekturbüro vergeben“ kann, sondern die „Planungsleistungen europaweit ausschreiben“ muss, sagte Peter Mauch.

Im ersten Schritt (Präqualifikation) des europaweiten Auswahlverfahrens werde „die grundsätzliche Eignung der Büros auf Grundlage von Ausschluss- und Auswahlkriterien in Bezug auf Projektgröße und -anforderungen bewertet“, schreibt die Verwaltung in ihrer Beschlussvorlage. Die Kriterien seien so gewählt, dass sich auch regionale und kleinere Büros bewerben können. Die eingereichten Teilnahmeanträge zur Präqualifikation (Stufe 1) werden dann verwaltungsintern überprüft.

Teilnehmer, die es in die engere Auswahl geschafft haben, werden zur zweiten Stufe des Verhandlungsverfahrens (VgV) eingeladen. „Für die Teilnahme zur zweiten Stufe des VgV-Verfahrens werden drei bis fünf Teilnehmer zugelassen“, so die Verwaltung.

In der zweiten Stufe (Angebots- und Verhandlungsverfahren) stellen sich die Teilnehmer in einer sogenannten Bieterpräsentation vor. „Die Bewertung der Büros und die Entscheidung für das Siegerbüro erfolgen auf Basis von Zuschlagskriterien durch die Mitglieder der Bewertungskommission“, schreibt die Verwaltung.

Die Bewertungskommission besteht neben Bürgermeister Benedikt Paulowitsch aus Peter Mauch (Bauamtsleiter), Thomas Bauer (Sachgebietsleiter Hochbau und Gebäudemanagement), Susanne Kolbe (Schulleiterin der Haldenschule) und den Vorsitzenden der fünf Gemeinderatsfraktionen.

Organisation, berufliche Qualifikation und Erfahrung

Die Zuschlagskriterien setzen sich Simon Mittner zufolge aus Kriterien der Organisation, beruflichen Qualifikation und Erfahrung des Projektteams sowie dem Honorar zusammen.

Einstimmig hat der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, ein europaweites Vergabeverfahren nach VgV für das Modul 3 durchzuführen. Auch stimmte das Gremium ebenso dem Mitgliedervorschlag für die Bewertungskommission zu. Beschlossen wurde ebenso, dass die Planerauswahl für die drei Fachdisziplinen „Tragwerksplanung“, „Heizung, Lüftung, Sanitär“ und „Elektrotechnik“ verwaltungsintern erfolgt. Die formale Vergabe aller Leistungen erfolgt nach Abschluss der Auswahlverfahren in öffentlicher Gemeinderatssitzung.

Das Quartiersprojekt Haldenschule ist neben dem Millionenprojekt Hangweide eines der wichtigsten Vorhaben in Kernen. Die Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen auf dem Areal werden von Anfang an nicht isoliert betrachtet. Schließlich soll das Quartier rund um die Schule neu gestaltet werden – als ein zusammenhängender Kinder- und Jugend-Campus.

{element}

Projekt soll in den nächsten 15 Jahren weiterentwickelt werden

Das Ziel ist, in den nächsten 15 Jahren das „Großprojekt“

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper