Kernen

Mobilfunk-Masten: Kernen ist auf der Suche nach geeigneten Standorten

Mobilfunkmast
Mobilfunkmast in Rommelshausen am Burgweg. © Gabriel Habermann

Mobilfunk ist ein Thema, womit sich die Gemeinde Kernen in vergangener Zeit immer wieder befassen musste. Zuletzt lehnte der Technische Ausschuss des Gemeinderats in seiner Sitzung im April den Antrag ab, auf einem privaten Grundstück in der Sudetenstraße einen etwa 35 Meter hohen Funkmast zu errichten.

Wichtig sind aus Verwaltungssicht verlässliche und aktuelle Daten, um in der Gemeinde künftig zielführend über das Thema Mobilfunk diskutieren zu können. Aus diesem Grund hat der Kernener Gemeinderat in seiner vergangenen Sitzung einstimmig das Ingenieurbüro „IBAUM“ beauftragt, auf Basis der bisherigen Ergebnisse die Mobilfunkversorgung und –immissionen in der Gemeinde Kernen zu untersuchen und zu ermitteln. Hierbei fallen Kosten in Höhe von etwa 6000 Euro an. Je nach weiteren Standorten, die eventuell überprüft werden sollen, können weitere Kosten hinzukommen.

Ergebnisse des Ingenieurbüros sollen eine Grundlage bilden

Bereits in den vergangenen Jahren untersuchte das Ingenieurbüro „IBAUM“ einzelne Mobilfunkstandorte in Kernen. Nun soll Ingenieur Dietrich Ruoff ganz gezielt untersuchen, welche Liegenschaften die Gemeinde hat und welche sich für Mobilfunkstandorte eignen, sagte Bürgermeister Benedikt Paulowitsch in der Sitzung. „Damit wir dem gerecht werden, was wir in den vergangenen Monaten diskutiert haben.“

Künftig sollen die Ergebnisse des Ingenieurbüros dazu beitragen, Entscheidungen bezüglich des Mobilfunks treffen zu können. „Wenn es Anfragen gibt, auch auf Privatgrundstücken, können wir ein Dialogverfahren anstoßen“, sagte der Bürgermeister. „Dazu sind wir bislang überhaupt nicht in der Lage, weil uns nicht nur das Know-how, sondern tatsächlich das Wissen um geeignete Liegenschaften fehlt.“ Mithilfe der aktuellen Datengrundlage sollen einzelne Standorte künftig auf Basis der Kriterien des Ingenieurbüros besser bewertet und optimiert werden können.

Alternative Standorte für Mobilfunkanbieter

Darüber hinaus sollen die Erkenntnisse aus der Untersuchung dazu dienen, Mobilfunkanbietern alternative Standorte vorzuschlagen – beispielsweise gemeindeeigene Standorte. Die Verwaltung begrüßt es, wenn dabei als Grundsatz das „ALARA-Strahlenschutz-Prinzip“ angewendet wird. Das bedeutet, dass die Versorgung der Bevölkerung gegeben ist, aber auch die Strahlung so gering wie möglich gehalten werden soll.

Gemeinderätin Caren Lederer (Unabhängige Freie Wähler) wollte wissen, wie die Gemeindeverwaltung vorginge, wenn eine Bauanfrage zu einem Funkmast eingeht, den die Gemeinde allerdings aufgrund der Strahlenbelastung nicht befürwortet. „Es wird auf der kommunalen Ebene nur auf Basis des Baurechts entschieden“, sagte der Bürgermeister, „unsere Entscheidungen als Gremium sind rein auf das Städtebauliche bezogen. Wir haben keinerlei Einflussmöglichkeiten, Kriterien nach Gesundheitsaspekten zu bewerten.“ Das gilt sowohl für die Gemeinde als auch das Landratsamt als Baurechtsbehörde, sagte er. Für Gesundheitsaspekte sei die Bundesnetzagentur verantwortlich. „Wir können nicht entscheiden, ob wir einen Mast haben wollen, wir können aber über dieses Verfahren beeinflussen, wo wir ihn womöglich haben wollen.“

In der Sitzung des Gemeinderats am 24. Juni soll ein Grundsatzbeschluss gefasst werden, wie die Gemeindeverwaltung zukünftig bei Anfragen von Mobilfunkbetreibern reagieren soll, welche Grundsätze sich die Gemeinde gibt und nach welchen Kriterien Standorte bewertet werden sollen.

Mobilfunk ist ein Thema, womit sich die Gemeinde Kernen in vergangener Zeit immer wieder befassen musste. Zuletzt lehnte der Technische Ausschuss des Gemeinderats in seiner Sitzung im April den Antrag ab, auf einem privaten Grundstück in der Sudetenstraße einen etwa 35 Meter hohen Funkmast zu errichten.

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Wichtig sind aus Verwaltungssicht verlässliche und aktuelle Daten, um in der Gemeinde künftig zielführend über das Thema Mobilfunk diskutieren zu können. Aus diesem Grund hat

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