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Modehaus Finck aus Rommelshausen zieht erste Bilanz seit Corona-Lockerung

Modehaus Finc
Geschäftsführer Patrick Rettenmayr im Modehaus Finck in Rommelshausen: Ein Mix aus „Winterschnäppchen“ und neuen Kleidern. © ALEXANDRA PALMIZI

Vor der Ladentür stehen mehrere Ständer mit bunter Damenmode, bei vielen Stücken ist der Preis reduziert. Innen berät eine Verkäuferin eine Kundin. Beide tragen Maske. Ansonsten erinnert eigentlich nur der Desinfektionsmittel-Spender an die Pandemie-Situation – dabei ist das Geschäft erst seit drei Tagen wieder geöffnet.

Geschäftsführer Patrick Rettenmayr freut sich darüber, wie gut der Start nach dem Lockdown gelungen ist. „Wir haben in diesen drei Tagen mehr Umsatz gemacht als während des gesamten Lockdowns“, erzählt er.

Während der Schließzeit haben sich die insgesamt drei Finck-Filialen in Göppingen, Fellbach-Schmiden und Rommelshausen auf das Online-Geschäft und Abholung verlagert. „Aber das ist einfach nicht das Gleiche.“

Winterware ist nicht verkauft und jetzt reduziert

Auf großen Teilen der Winterware ist das Modegeschäft sitzengeblieben. Bis auf die ganz dicken Jacken ist vieles jetzt als „Winterschnäppchen“ erhältlich, erklärt der Geschäftsführer.

Dass trotzdem schon die Frühjahrskollektion auf den Bügeln hängt, sei vor allem der Kulanz der Lieferanten zu verdanken, die ihm mehr Zeit lassen, die Kleidung zu bezahlen. „Außerdem ist jetzt die erste Abschlagszahlung von der Überbrückungshilfe angekommen, dadurch haben wir ein bisschen Luft gehabt.“

Am ersten Öffnungstag standen auch gleich die ersten Stammkundinnen vor der Tür. „Es haben auch viele angerufen, ob jetzt wirklich wieder offen ist oder ob man einen Termin machen muss“, erzählt der Geschäftsführer. Es lief von Anfang an so gut, dass er sich entschlossen hat, die übliche Mittagsruhe erst mal sein zu lassen: Das Modehaus ist im Moment auch über den Mittag geöffnet.

Vor Ort beraten lassen statt online bestellen

Auch die Verkäuferinnen freuen sich sehr darüber, dass sie nach einer langen Phase Kurzarbeit wieder arbeiten können. „Es ist echt schön, die Kundinnen wieder begrüßen zu dürfen“, sagt Sybille Schnaitmann. Viele der Frauen kennen die Verkäuferinnen schon so gut, dass sie genau wissen, welcher Stil oder welche Farben ihnen gefallen könnten.

Das mache einfach Spaß, so individuell beraten zu können. „Ich denke auch, dass es den Kunden bewusstgeworden ist, dass wir mehr bieten können als das Internet“, fügt ihre Kollegin Sieglinde Bicskey hinzu. Die Kunden seien wirklich glücklich und regelrecht „ausgehungert“, was das Shopping-Erlebnis angehe.

"Click and Meet" beginnt sofort, wenn Inzidenz über 50 geht

Dieses Erlebnis soll auch dann weiter möglich sein, wenn die Inzidenz im Rems-Murr-Kreis wieder über 50 steigt, hofft Patrick Rettenmayr.

Denn mit Hilfe einer Software und QR-Codes an den Schaufenster-Scheiben, die man mit dem Smartphone scannen und so eine Internetseite aufrufen kann, hat er sich auf das „Click and Meet“-Konzept vorbereitet. „Da kann man dann auch ganz spontan einen Termin bekommen, am selben Tag oder in der nächsten Stunde“, sagt er.

Sechs Kundinnen gleichzeitig dürfen in Rommelshausen dann zum Shoppen kommen, schon jetzt könnten Termine vereinbart werden. „Für Häuser wie uns könnte das funktionieren“, so der Geschäftsführer optimistisch. In einigen größeren Modehäusern sei das Modell hingegen wahrscheinlich eher weniger wirtschaftlich.

Vor der Ladentür stehen mehrere Ständer mit bunter Damenmode, bei vielen Stücken ist der Preis reduziert. Innen berät eine Verkäuferin eine Kundin. Beide tragen Maske. Ansonsten erinnert eigentlich nur der Desinfektionsmittel-Spender an die Pandemie-Situation – dabei ist das Geschäft erst seit drei Tagen wieder geöffnet.

Geschäftsführer Patrick Rettenmayr freut sich darüber, wie gut der Start nach dem Lockdown gelungen ist. „Wir haben in diesen drei Tagen mehr Umsatz gemacht als

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